2. Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht nicht

Seit dem 1. Januar 2001 haben nur noch Personen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden, Anspruch auf die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente. Später Geborene erhalten im Falle einer Berufsunfähigkeit die sogenannte Erwerbsminderungsrente vom Staat. Diese greift allerdings erst, wenn der Betroffene keinen Beruf mehr länger als 6 Stunden pro Tag ausüben kann.


Beispiel:
Kann ein Dachdecker, der ein Bein verloren hat, noch an der Supermarktkasse sitzen und dort mindestens 6 Stunden täglich arbeiten, hat er keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente vom Staat.

Wann gibt es staatliche Leistungen?

Wenn der Betroffenen noch irgendeiner beruflichen Tätigkeit zwischen 3 und 6 Stunden pro Tag nachgehen kann, erhält er eine halbe Erwerbsminderungsrente. Diese entspricht ungefähr 10 bis 20 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Bei einer vollen Erwerbsminderungsrente zahlt der Staat Leistungen in Höhe von bis zu 40 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Die erhält, wer nur noch unter 3 Stunden pro Tag arbeiten könnte (Informationen zur Erwerbsminderungsrente vom BMAS).

Die Zahl der Menschen, die erwerbsunfähig sind, wächst von Jahr zu Jahr. Von 2003 bis 2009 hat sich die Zahl der Betroffenen mehr als verdoppelt.

Berufsunfaehigkeitsversicherung ErwerbsminderungReicht das?

Diese Leistungen reichen natürlich im Normalfall nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Daher raten Fachleute einhellig dazu, sich privat abzusichern. Denn eine private Berufsunfähigkeitsversicherung leistet nicht nur früher, die Höhe der Rente, die der Verbraucher im Falle einer Berufsunfähigkeit erhält, kann auch individuell bestimmt und damit an den eigenen Bedarf angepasst werden.

Eine leistungsstarke Berufsunfähigkeitsversicherung bewahrt vor dem sozialen Abstieg.

Leistung ab 50 % Berufsunfähigkeit

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung versichert den aktuell ausgeübten Beruf und leistet ab einer diagnostizierten Berufsunfähigkeit von 50 Prozent. Das heißt, wenn der Versicherungsnehmer den versicherten Beruf nicht mehr ausüben kann, erhält er von seiner Versicherung die vorher vereinbarte BU-Rente.

Nutzen SIe unseren kostenlosen und unverbindlichen Service und erhalten Sie einen individuellen Vergleich der aktuellen Berufsunfähigkeitstarife aus diesem Jahr.

Individuelle Rentenhöhe

Im Gegensatz zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente kann die Höhe der privaten Berufsunfähigkeitsrente selbst bestimmt werden. Der Verbraucher sollte vor Abschluss der Versicherung gründlich überlegen, wie hoch die Rente im Falle einer Berufsunfähigkeit ausfallen muss, um die fixen Kosten zu decken. Denn wenn tatsächlich eine Berufsunfähigkeit eintritt, bricht das Einkommen komplett weg, doch die laufenden Kosten fallen trotzdem weiter an. Schließt man relativ früh eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, was aus Kostengründen dringend anzuraten ist, sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass der Vertrag eine sogenannte Nachversicherungsklausel enthält. Diese ermöglicht es, die Höhe der BU-Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung an veränderte Lebensbedingungen anzupassen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Klauseln und Regelungen finden Sie unter Berufsunfähigkeitsversicherung – Klauseln und Regelungen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.11.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
mehr erfahren