8. Vitalität – Sicherheit und Innovationsbereitschaft

Die Berufsunfähigkeitsversicherung wurde in den letzten Jahren, was Service und Leistungen betrifft, immer weiter entwickelt. Deshalb gehört dieser Bereich zu den Innovationsfeldern im Versicherungssektor. Die Zurich hat beispielsweise erst im Jahr 2014 den Leistungsumfang ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung erweitert.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung – Wachstumssparte der Versicherungsbranche?

Noch immer haben zu wenig Menschen einen ausreichenden Schutz vor Berufsunfähigkeit. Oftmals schlicht und einfach deshalb, weil sie das Risiko unterschätzen, berufsunfähig zu werden. Bis 2013 konnten die BU-Versicherer stets ein positives Wachstum vermelden. Im letzten Jahr sah die Lage etwas schlechter aus. So vermeldet die Branche, dass die Zahlen der Neuverträge 2014 bis zu 14 Prozent niedriger sind als im Vorjahr. Ende 2013 gab es 3,6 Millionen BU-Hauptversicherungen (zur Übersicht des GDV), mit den Zusatzversicherungen waren es sogar rund 16,9 Millionen Berufsunfähigkeitsverträge in Deutschland.

Verwaltungskosten sinken

Eine weitere erfreuliche Entwicklung und ein Zeichen für Vitalität dieses Versicherungssektors ist der positive Trend bei den Kosten für die Verwaltung der Lebensversicherer. Noch im Jahr 1985 wurden 6 Prozent der Brutto-Beiträge für Verwaltung verwendet. 2013 waren es mit rund 2 Milliarden Euro nur noch 2,3 Prozent. Damit sind die Kosten zwar im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben, aber die Verwaltungskostenquote ist um 0,1 Prozent gesunken.

Immer neue Angebote zeugen von der Innovationskraft der Branche.

Ob Einführung von „Infektionsklauseln“, Verzicht auf die „abstrakte Verweisung“, Beitragsstundung oder die dynamische Leistungserhöhung: Die Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen erweitern kontinuierlich ihr Angebot und versuchen, sich auf die individuellen Bedürfnisse verschiedener Berufsgruppen einzustellen.

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Die Lebensversicherer sind solide finanziert

Die Versicherungsunternehmen, die private Berufsunfähigkeitsversicherungen anbieten, sind schuldenfrei und bilden für ihre Versicherten hohe Sicherheitsreserven. In regelmäßigen Abständen prüfen Ratingagenturen neben anderen Merkmalen auch die Finanzstärke der Lebensversicherer. Dies ist ein wichtiger Faktor für die Auswahl eines Anbieters, da es im Bereich der Vorsorge um besonders langfristige Verträge geht, auf deren Erfüllung sich die Kunden auch in 20, 30 oder 40 Jahren noch verlassen müssen. Da ist das Kriterium Finanzstärke von hoher Bedeutung. Die Ratingagenturen bewerten dabei unter anderem, ob Kapitalausstattung und Geschäftsmodell des Anbieters auch langfristig und nachhaltig Erfolg gewährleisten können.

Eigenmittel der Versicherer sind wichtig

Solvabilität bedeutet im Versicherungswesen die Ausstattung eines Versicherers mit Eigenmitteln. Eigenmittel sind freies, unbelastetes Vermögen. Eigenmittel dienen dazu, sich gegen Risiken des Versicherungsgeschäfts abzudecken und so die Einlösung der Ansprüche der Versicherten auch unter ungünstigen Marktentwicklungen zu gewährleisten. Die Ansprüche sind umso besser gesichert, je höher die Solvabilität ist. Die Eigenmittel setzen sich zum größten Teil aus dem Eigenkapital, den gesetzlichen und freien Rücklagen und dem Gewinnvortrag zusammen.

Map-Report – Zahlen für 2012

Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) fordert von den Lebensversicherern mindestens 32,94 Milliarden Euro Solvabilität – die Branche kann aber sogar 56,63 Milliarden Euro vorweisen. Das ergibt eine Solvabilitätsquote von 171,9 Prozent – gemessen an dem, was die BaFin fordert. Das spricht für hohe Sicherheit. Im Folgenden ein Auszug der Solvabilitätsquoten einiger Versicherungsunternehmen.

Die Lebensversicherer mit den höchsten Solvabilitätsquoten*

LebensversichererIst-Solvabilität 2012
Mecklenburgische323,9 %
VHV301,1 %
Mylife284,5 %
Direkte Leben241,3 %
Stuttgarter238,2 %
DEVK235,9 %

Lebensversicherer mit den niedrigsten Solvabilitätsquoten*

LEBENSVERSICHERERIST-SOLVABILITÄT 2012
Swiss Life137,6 %
Axa135,9 %
Karlsruher135,9 %
Dialog135,8 %
DBV134,6 %
Aachen-Münchner130,2 %

Quelle: Map-Report, *Vorhandene Solvabilität in Prozent, gemessen an der von der BaFin geforderten Solvabilität

Fazit

Sicherheit und Innovationswille – zwei Merkmale, die für den Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherungen kennzeichnend sind. Der Markt ist hart umkämpft und es geht um ein wichtiges Thema. Diesen Herausforderungen begegnet die Branche mit hohen Solvabilitätsquoten und leistungsstarken Tarifen, die immer wieder an veränderte Bedürfnisse der Verbraucher angepasst werden.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.01.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
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