Mit dem Rauchen aufzuhören, lohnt sich – auch für den BU-Beitrag

Zuletzt aktualisiert am 12.05.2017

Mit dem Rauchen aufhören lohnt sich - auch für den BU-BeitragRaucher haben es nicht nur gesundheitlich schwerer, sondern auch bei dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn selbst wer nur gelegentlich raucht, muss mehr für die BU zahlen – und das nicht zu knapp. Kein Wunder, denn Rauchen erhöht das Risiko für zahllose Krankheiten um ein Vielfaches. Laut einer Statistik der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat vor allem die Zahl der Krebstoten bei den Frauen in den letzten Jahren stark zugenommen.

Frauen offenbar anfälliger für krebserregende Stoffe in Zigaretten

Die krebserrengenden Stoffe in Zigaretten sind sowohl für Männer als auch für Frauen sehr gefährlich. „Tabakkonsum ist der Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Lungenkrebs. Für Frauen und Männer gilt gleichermaßen: Rauchen ist eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken“, so Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Es gibt jedoch aktuelle Studien, die darauf hinweisen, dass Frauen sensibler auf die Giftstoffe im Tabakrauch reagieren als Männer. Das weibliche Lungengewebe ist offensichtlich anfälliger als das von Männern. Im Jahr 2013 starben 15.000 Frauen an Lungenkrebs, damit stieg die Zahl der Frauen, die an Lungenkrebs gestorben sind, um 50 Prozent seit dem Jahr 2000 (damals waren es knapp 10.000 Tote). Die BZgA bringt diese Zahlen in Verbindung mit den stetig angestiegenen Raucherzahlen in den letzten 50 Jahren. Die Zahl der rauchenden erwachsenen Frauen ist erst in den letzten Jahren wieder langsam auf etwa 27 Prozent gesunken.

Raucher zahlen mehr für die BU

Vor dem Abschluss einer BU wird man bei der Gesundheitsprüfung (BU Gesundheitsprüfung) gefragt, ob man Raucher ist. Bereits die obligatorische Party-Zigarette verteuert den BU-Schutz, dazu muss man kein Kettenraucher sein. Selbst wenn man nur einmal im Jahr raucht, zählt das für den Versicherer. Bei Vertragsabschluss will der Versicherer meistens wissen, ob man in den letzten zwei Jahren geraucht hat. Die meisten Versicherer verlangen außerdem von ihren Kunden, dass diese ihnen mitteilen, wenn sie nach Vertragsschluss (wieder) anfangen zu rauchen. Es gibt aber auch viele Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen, die auch für Raucher günstige Tarife anbieten.

Auswirkung des Rauchens auf die Gesundheit

Im Tabakrauch sind bis zu 4800 verschiedene Substanzen enthalten, davon sind viele giftig und teilweise auch krebserzeugend. Wird diese Mischung eingeatmet, werden die Giftstoffe über die Lunge aufgenommen und im gesamten Körper verteilt. Dadurch wird so gut wie jedes Organ im Körper beeinträchtigt. Auf die Gesundheit hat das Rauchen verschiedene Wirkungen. Nicht nur das Risiko für Atemwegs- Herzkreislauferkrankungen oder Krebs werden durch das Rauchen erhöht, auch andere Bereiche wie z. B. die Mund- und Knochengesundheit werden beeinträchtigt, bei Männern kann die Potenz durch das Rauchen geschwächt werden.

Mit dem Rauchen aufhören – hier gibt es Hilfe

Anlässlich des deutschen Lungentags am 19. September hatte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf die stark steigende Anzahl an Todesfällen durch Lungenkrebs bei Frauen hingewiesen. Mit ihrer „Rauchfrei“-Kampagne will die BZgA Frauen und Männer jeden Alters dazu animieren, mit dem Rauchen aufzuhören. Dabei helfen ehrenamtliche Rauchfrei-Lotsen dabei, Raucher zum Aufhören zu motivieren. Dabei geben sie unter anderem Ratschläge zu Themen wie Entzugserscheinungen und was am besten dabei hilft, aufzuhören. Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung finden sie unter der Rufnummer 0800/8 31 31 31. Weitere Infos zum Thema Nichtrauchen erhalten sie unter www.rauchfrei-info.de.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.05.2017 aktualisiert.
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Claudia Täubner
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