Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Wie jeder Arbeitnehmer oder Selbständige haben auch Ärzte ein erhebliches Risiko, aufgrund einer langwierigen Erkrankung nicht mehr arbeiten zu können. Eine umfassende Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist deshalb für Ärzte ebenso wichtig wie für jeden anderen Berufstätigen. Dies gilt umso mehr, als dass viele Mediziner heute bis ins hohe Alter arbeiten und ihre Praxis auch nach dem 60. Lebensjahr noch lange nicht aufgeben. Das Risiko, berufsunfähig zu werden, steigt aber mit dem Alter, weshalb eine umfassende Vorsorge über das 60. Lebensjahr hinaus wichtig ist. Prinzipiell sind Ärzte im gesetzlichen Versorgungswerk abgesichert. Ergänzend empfiehlt sich jedoch der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Auf dieser Seite finden Sie auch einen ausführlichen Beitrag zum Thema BU Test, also welche Tarife bei unabhängigen Tests am besten abschneiden.


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Die berufsständische Versorgung

Für Ärzte ist das berufsständische Versorgungswerk zuständig. Eine Versorgung wird im Fall des Verlusts der Arbeitskraft geleistet, wenn keine ärztlichen Tätigkeiten mehr ausgeführt werden können. Dies entspricht einer vollständigen Berufsunfähigkeit. Der Arzt kann dann auch in keiner anderen medizinischen Sparte mehr tätig sein oder zeitweise seiner Arbeit nachkommen. Die Beurteilung einer vollständigen Berufsunfähigkeit dürfte in der Praxis leichter sein als die Festlegung einer teilweisen Erkrankung. Dennoch bedeutet die vollständige Berufsunfähigkeit als Voraussetzung für die berufsständische Versorgung, dass man seine bisherige berufliche Tätigkeit vollständig aufgeben muss und somit die Basis für das regelmäßige Einkommen und für den bisherigen Lebensstandard verliert. Der Erkrankte muss sich dann beruflich ganz und gar neu orientieren und sieht sich neben dem Verlust des gewohnten Einkommens auch der Notwendigkeit gegenüber, eine Umschulung zu finanzieren und beruflich neu Fuß zu fassen – mit einem vermutlich geringeren Einkommen.

Deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte besonders zu empfehlen.

Die Rolle der Versorgungswerke

Für Angehörige der Heilberufe gewähren die zuständigen Versorgungswerke einige interessante Erleichterungen, wenn es um die Inanspruchnahme der Berufsunfähigkeitsversicherung geht. Die Absicherung wird in Form einer berufsbezogenen Erwerbsunfähigkeitsrente gewährleistet. Zwar liegt der Schutz des Versorgungswerks finanziell über dem der gesetzlichen Rentenversicherung, dennoch ist zu prüfen, ob die Höhe der gesetzlichen BU-Rente im Zweifelsfall ausreicht. Die Absicherung der Versorgungswerke greift ohne Risikoprüfung, somit können sich auch Ärzte versichern, die bereits gesundheitliche Vorerkrankungen oder einschlägige Risikofaktoren aufweisen. Eine Ablehnung des Versicherungsantrags ist in diesen Fällen nicht zu befürchten. Hier unterscheidet sich die Versicherung des Versorgungswerks deutlich von der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch gibt es keine Wartezeit.

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Tipp der Redaktion: Zusätzliche BU-Versicherung

Als Ergänzung der Leistungen der Versorgungswerke ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte sehr zu empfehlen. Sie leistet in der Regel bereits bei einer festgestellten Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent. Viele BU-Versicherer bieten mit der sogenannten Infektionsklausel auch die Option, sich gegen Berufsunfähigkeit wegen Infektionen abzusichern, also für den Fall, dass ein Mediziner seine Arbeit nicht mehr ausführen darf, weil er infiziert ist (obwohl er es körperlich könnte). Die Höhe der BU-Rente kann individuell festgelegt werden. Deshalb ist eine private BU-Versicherung gut geeignet, um die Deckungslücke zwischen der Erwerbsunfähigkeitsrente der Versorgungswerke und dem aktuellen Einkommen zu schließen (Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich).

Ein typischer Irrtum in Bezug auf die eigene Sicherheit

„Ich bin doch geschützt, oder?“

Fast 75 Prozent der Deutschen, die eine Unfall- oder Lebensversicherung haben, glauben, dass sie durch diese bereits ausreichend abgesichert sind. Doch nur die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet einen ausreichenden Schutz für Menschen, die nicht mehr arbeiten können. Nur die BU leistet, wenn nötig, über Jahrzehnte hinweg in Form einer monatlichen Rente.

Kosten sparen durch frühen Abschluss

Bei der BU-Versicherung für Ärzte gilt der gleiche Zusammenhang zwischen dem Alter des Versicherten und der Prämienhöhe wie bei allen BU-Versicherten: Je früher man sich für den Vertragsabschluss entscheidet, desto geringer sind die Kosten (Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung). Vor der Vertragsunterschrift sollte man einen unabhängigen Tarifvergleich durchführen und ein Blick auf aktuelle Testergebnisse ist empfehlenswert. So finden Ärzte eine private BU-Versicherung, die genau ihrem Versicherungsbedarf entspricht, und ergänzen damit die gesetzliche Absicherung des berufsständischen Versorgungswerks. Fordern Sie gleich einen kostenfreien Vergleich der aktuellen BU-Tarife an.

Monatliche Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte
– 3 Rechenbeispiele nach Höhe der Berufsunfähigkeitsrente –

Vorgaben

  • Geburtsdatum: 01.06.1975
  • Schlussalter: 67
  • Beruf: Arzt/Ärztin (mit operativer Tätigkeit)
  • Versicherungsbeginn: 01.05.2017
Höhe der gewünschten BU-Rente Monatsbeitrag gerundet
1.000 € 53 €
1.200 € 67 €
1.500 € 83 €

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softfair testet BU-Tarife für Ärzte (Jahrgang 2016/2017)

Das Analysehaus softfair veröffentlicht in regelmäßigen Abständen ein umfassendes BU-Leistungsrating. Bewertet werden dabei sowohl Angebote der SBU, als auch der BUZ. Mitte letzten Jahres erschien die Aufstellung für den Jahrgang 2016/2017 (Quelle). Für das BU-Leistungsrating zog das Analysehaus 49 Leistungsbereiche aus der Versicherungsbedingungen heran. Bereits seit einigen Jahren bewertet softfair die einzelnen Tarife nach ihrer Eignung für bestimmte Kundengruppen. Auch Ärzte wurden als Berufsgruppe gesondert betrachtet und es gibt eine Reihe von Versicherern, die BU-Tarife im Angebote haben, die für Ärzte hervorragend geeignet sind.

Deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte besonders zu empfehlen

  1. Die private BU-Versicherung leistet im Allgemeinen früher als die Versorgungswerke.
  2. Die Auslöser für eine Berufsunfähigkeit sind vielfältig und können jeden treffen.
  3. Ärzte sind im Rahmen ihrer Arbeit einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Außerdem wird bei bestimmten Infektionen ein Berufsverbot ausgesprochen.
  4. Die BU-Versicherung bietet finanzielle Absicherung. Denn laufende Lebenshaltungskosten müssen auch ohne Arbeitseinkommen beglichen werden.
  5. Ärzte sind besonderen Belastungen und einem enormen Druck ausgesetzt, der durch die hohe Verantwortung für menschliches Leben und die unregelmäßigen und langen Arbeitszeiten entsteht.

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