Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte

Das Wichtigste in Kürze

  • Angestellte, die von ihrem Arbeitseinkommen leben, sind auch von ihrer Arbeitskraft abhängig und sollten sich mit einer privaten Berufs­unfähig­keits­versiche­rung (BU) absichern.
  • Die Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind vielfältig. Aus diesem Grund steht fest: Berufsunfähigkeit kann jeden treffen.
  • Die private BU schließt die finanzielle Lücke, die staatliche Leistungen offen lassen.
  • Angestellte im kaufmännischen und technischen Bereich profitieren davon, dass viele Versicherer für diese Berufsgruppe günstige Tarife anbieten.
  • Im Test für Angestellte taten sich u.a. die Anbieter Allianz, Europa und Nürnberger mit Bestnoten hervor.

Angestellte haben gute Chancen auf günstige BU-Tarife

Als „Angestellte“ werden gemeinhin vor allem diejenigen Arbeitnehmer bezeichnet, die als kaufmännische oder technische Angestellte in einem Bürojob arbeiten. Im Gegensatz dazu sind „Arbeiter“ diejenigen, die vor allem körperliche Tätigkeiten ausführen, z.B. Handwerker. Angestellte sind eine der Berufsgruppen, die am leichtesten eine günstige Berufs­unfähig­keits­versiche­rung erhalten, da sie im Allgemeinen kein übermäßig hohes Risiko haben, berufsunfähig zu werden.

Dennoch ist eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung für Angestellte eine der wichtigsten Versicherungen, denn Unfälle und chronische Krankheiten können jeden betreffen. Die Versicherung stellt sicher, dass im Fall von Berufsunfähigkeit die Lücke zwischen gesetzlicher Absicherung und Lebenshaltungskosten geschlossen werden kann.

… mehr zum Thema „Wann ist man berufsunfähig?“

Staatliche Absicherung reicht nicht aus

Angestellte erhalten im Krankheitsfall bis zum Ablauf des 42. Tages eine Lohnfortzahlung ihres Arbeitgebers. Dann springt bis zu 1,5 Jahre lang die Krankenkasse ein, doch länger sind Angestellte nicht abgesichert. Wenn im Anschluss an diese Zeit Berufsunfähigkeit besteht, gibt es für nach 1961 Geborene nur noch die staatliche Erwerbsminderungsrente. Diese reicht jedoch normalerweise bei weitem nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.


Leistungen der BU für Angestellte

Wer eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung abgeschlossen hat, erhält im Fall, dass er oder sie zu mehr als 50% nicht mehr im gewohnten Beruf arbeiten kann, eine Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt. Ihre Höhe kann vorher relativ frei festgelegt werden (abhängig vom Versicherer). Es bietet sich an, 65-75% des bisherigen Nettoeinkommens zu wählen, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können.

Einige Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen beinhalten außerdem zusätzlich eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung, auch „Gelbe-Schein-Klausel“ genannt. Wenn dies im Vertrag enthalten ist, dann zahlt die Versicherung sogar bei einer längeren, vorübergehenden Krankheit die vereinbarte BU-Rente.

… mehr zu den Leistungen der BU

Selbständige BU vs. BU-Zusatz­versicherung

Neben der eigenständigen BU gibt es auch Versicherungsprodukte, die eine Berufsunfähigkeitsabsicherung mit einer Renten- oder Lebensversicherung kombinieren. Die Vorstellung, zwei Absicherungen mit einem Vertrag abzudecken, scheint verlockend, doch ist eine Selbständige Berufs­unfähig­keits­versiche­rung (SBU) in den meisten Fällen einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) vorzuziehen. Die BUZ dient in vielen Fällen vor allem dazu, dass bei einer Berufsunfähigkeit die Rentenversicherung weiter bezahlt wird. Zur Sicherung des Lebensunterhalts trägt diese Versicherung also nicht bei. Trennen Sie darum lieber Sparen und Risikoabsicherung.


Kosten der BU für Angestellte

Ein guter Versicherungsschutz ist für Angestellte häufig zu günstigen Preisen zu haben. In der Regel gelten Angestellte in kaufmännischen oder in verwaltenden Berufsgruppen sogar als die am günstigsten zu versichernde Berufsgruppe. Daraus ergeben sich für Arbeitnehmer im Angestelltenverhältnis einige Vorteile. Dies hängt aber selbstverständlich vor allem vom konkreten Beruf ab. So gibt es beispielsweise auch angestellte (nicht verbeamtete) Lehrer, deren Versicherungsschutz aufgrund der hohen Belastung in diesem Beruf etwas teurer ist. Generell berechnen sich die Versicherungsprämien für eine BU immer nach den individuellen Gegebenheiten des Kunden, wie z.B. Alter, Gesundheitszustand, genauem Beruf und den gewünschten Leistungen.

Gegenüberstellung: Kosten einer BU für Angestellte vs. Arbeiter

AngestellteArbeiter
Industrie­kaufleute ab 51 €Bäcker/innen ab 141 €
Versicherungs­fachleute ab 59 €Straßen­bauer/innen ab 183 €
Wirtschafts­informatiker/innen ab 42 €Tischler/innen ab 108 €

(Berechnungsgrundlage: Alter 29, BU-Rente 1.500 €)

Kosten sparen durch frühen Abschluss

Eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung kann bereits als Azubi oder Student abgeschlossen werden. Aufgrund des niedrigen Eintrittsalters und des meist stabilen Gesundheitszustands ohne Vorerkrankungen genießen Auszubildende in kaufmännischen Tätigkeiten einen guten Versicherungsschutz zu günstigen Preisen. Wer umfangreiche Nachversicherungsgarantien im Versicherungsschutz einschließt, darf diesen später erweitern, wenn es die berufliche Situation im Angestelltenverhältnis erfordert. Eine erneute Gesundheitsprüfung ist dann nicht mehr nötig.

Kostenbeispiel einer BU für Angestellte

Vorgaben

  • Geburtsdatum: 01.06.1980
  • Schlussalter: 67
  • Beruf: kaufmännische Angestellte (über 75 % Bürotätigkeit)
BU-RenteMonatsbeitrag*
1.000 €60 €
1.200 €72 €
1.500 €91 €

*gerundet

Kosten sparen durch Versicherungs­vergleich

Ein kompetenter Versicherungsmakler kennt die Versicherer am Markt und steht mit ihnen in einem direkten Austausch. Er weiß, wer auf die Versicherung von Angestellten spezialisiert ist und wer für diese Berufsgruppe ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Deshalb ist der Makler der erste Ansprechpartner für Angestellte auf der Suche nach einer umfassenden und günstigen BU-Versicherung. Nutzen Sie gern das folgende Formular um einen Tarifvergleich anzufordern oder wenden Sie sich direkt an unsere Versicherungsexperten unter 030 – 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de.


Die besten BU-Tarife für Angestellte im Test 2020

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat im August 2019 aktuelle Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen für Angestellte bewertet. Das Ergebnis setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen, die jeweils unterschiedlich stark gewichtet wurden (Quelle).

  • Tarifbedingungen: 40 Prozent
  • Beiträge: 35 Prozent
  • Finanzkraft des Versicherers: 25 Prozent

Für die Bewertung der Tarife erstellten die Ratingexperten drei Modellkunden. Getestet wurden die Tarife für eine Bankkauffrau (Alter: 31, BU-Rente: 1.550 Euro), einen Elektroingenieur (Alter: 40, BU-Rente: 1.600 Euro) und einen Programmierer (Alter: 32, BU-Rente: 2.200 Euro).

Die Testsieger 2019

BankkauffrauElektroingenieurProgrammierer
Basler:
Basler BU BP, BPL, BPS
Canada Life:
Berufs­unfähig­keits­schutz
Allianz:
Selbstständige BU-Police (OBUU)
Dialog:
SBU-professional
Swiss Life:
Swiss Life SBU, MetallRente.BU, KlinikRente.BU
Europa:
EUROPA BU (E-BU)
Ergo:
ERGO BU
Allianz:
Selbst­ständige BU-Police (OBUU)
Nürnberger:
BU SBU2910DP

Rating zur Berufs­unfähig­keits­versiche­rung von softfair (Ratingjahrgang 2019)

Im Mai 2019 erschien das aktuelle BU-Leistungsrating von softfair. Mehr als 30 Anbieter wurden mit ihren zahlreichen Tarifvarianten unter die Lupe genommen. Für Angestellte ist die Auswahl an hervorragenden Tarifen sehr groß. Fast alle Anbieter haben einen oder mehrere Policen im Portfolio, die Leistungen auf höchstem Niveau bieten. Bewertungsgrundlage sind auch im aktuellen Rating ausschließlich die Versicherungsbedingungen der jeweiligen Tarife.

Anbieter mit hervorragenden Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen

Neutrale Test­institute und Analyse­häuser

Wer eine gute und günstige Berufs­unfähig­keits­versiche­rung sucht und von den Preisvorteilen profitieren will, wirft zunächst einen Blick auf die Testresultate der neutralen Analysehäuser. Ein Tarif, der hier mit Top-Ergebnis ausgezeichnet wurde, kann dann im nächsten Schritt im direkten Versicherungsvergleich betrachtet werden. Bei diesem helfen Ihnen gerne unsere erfahrenen Versicherungsberater. Gerne können Sie einen kostenfreien Expertenvergleich mit unserem Formular anfordern oder uns unter 030 – 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de direkt kontaktieren.


Tipps zum BU-Vergleich

  • Die Vertragsbedingungen zur Berufs­unfähig­keits­versiche­rung sollten keine abstrakte Verweisung enthalten. Diese Klausel macht es sonst möglich, dass der Versicherer Sie auf einen anderen, noch ausübbaren Beruf verweisen könnte, bevor er die Rente auszahlen muss.
  • Gerade wenn die BU noch in jungen Jahren abgeschlossen wird, ist eine Nachversicherungsgarantie wichtig. Diese ermöglicht es, bei sich ändernden Lebensumständen (wie z.B. Geburt von Kindern, Beförderung im Job oder nach bestimmten Zeitintervallen) die BU-Rente anzupassen, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung fällig wird.
  • Um den Wertverlust durch Inflation auszugleichen, kann die Vereinbarung einer Dynamik interessant sein. Dann steigt Ihre BU-Rente jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz.

Experten helfen dabei, die perfekte BU zu finden

Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen für Angestellte gibt es wie Sand am Meer. Ein Versicherungsberater wird allerdings nicht nur die Berufs­unfähig­keits­versiche­rung im Vergleich betrachten. Er wird vielmehr den gesamten Versicherungsbedarf seines Kunden prüfen und alle Versicherungen genau aufeinander abstimmen. So erhält der Versicherte eine BU-Versicherung, die passgenau mit der Absicherung im Krankheitsfall übereinstimmt.

Auch die private Unfallversicherung kann berücksichtigt werden. Denn einige Tarife der Unfall- oder Berufs­unfähig­keits­versiche­rung bieten eine Kombination mit einer Pflegeversicherung an. So entsteht eine umfassende Absicherung gegen alle Risiken, gegen die sich ein Angestellter sinnvoll absichern sollte.

Unsere BU-Experten helfen Ihnen dabei gerne. Kontaktieren Sie uns einfach unter 030 – 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de. Natürlich können Sie auch gern unser kostenloses BU-Vergleichsformular nutzen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.01.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Kathrin Dodenhoeft
mehr erfahren