Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte wird in der Regel auch als Dienstunfähigkeitsversicherung bezeichnet. Ähnlich der BU-Versicherung sorgt sie für eine Absicherung, falls der Beamte aus gesundheitlichen Gründen seiner Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann. Dennoch sind bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte einige Besonderheiten zu beachten. Nicht jedes Versicherungsunternehmen bietet entsprechende Tarife an. Ein Blick auf die aktuellen Testergebnisse zeigt, welche Versicherer sich durch gute Leistungen auszeichnen.


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BU-Tarife für Beamte im softfair-Test

Softfair veröffentlicht regelmäßig ein Leistungsrating zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Tarife werden im Zuge dessen auch hinsichtlich ihrer Eignung für Beamte und andere Berufsgruppen geprüft (Quelle). Gerade für Beamte gibt es bestimmte Klauseln und Konditionen, die eine leistungsstarke BU bieten muss, um als Beamten-Tarif in Frage zu kommen. Aus diesem Grund ist das Angebot für Beamte relativ übersichtlich. Trotzdem gibt es eine Reihe hervorragender Tarife, die für diese Berufsgruppe in Frage kommen.

Testsieger des softfair-Ratings (2016/2017)

Diese SBU-Tarife bieten hervorragende Leistungen für Beamte.

Versicherung Tarif
DBV DBV SBU ASBV (BG1-3)
Nürnberger Beamten BSBU 2800 Comfort-Schutz
IDUNA Iduna Premium BUV
uniVersa uniVersa SBU15

Ältere Testergebnisse für die Berufsgruppe Beamte

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte wird im BU Test nicht regelmäßig betrachtet. Im Jahr 2009 hat Stiftung Warentest die BU für Beamte mit Dienstunfähigkeitsklausel untersucht und festgestellt, dass nur wenige Versicherer eine umfassende Dienstunfähigkeitsversicherung oder eine BU-Versicherung mit entsprechender Klausel (Beamtenklausel bzw. echte Dienstunfähigkeitsklausel) anbieten. Darunter fallen unter anderem die BBV, die DBV, die Debeka und die BU der Nürnberger Versicherung. Überraschend ist dieses Ergebnis nicht, denn alle vier Gesellschaften sind als ausgewiesene Experten für die Versicherung von Beamten am Markt etabliert. Darüber hinaus kommen der Münchner Verein, die Signal Iduna und die Universa für einen Tarifvergleich in Frage.

Deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte besonders zu empfehlen.

Eine Ergänzung zur staatlichen Absicherung

Wie jeder Arbeitnehmer (Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte) ist auch ein Staatsdiener zunächst gesetzlich abgesichert, wenn er krankheitsbedingt seiner Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann. Die Dienstunfähigkeitsrente ist das Pendant zur gesetzlichen Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und bietet nur eine Bais-Absicherung.

Anspruch auf die Dienstunfähigkeitsrente besteht erst, wenn man mindestens fünf Jahre als Beamter gearbeitet hat. Im Bundesbeamtengesetz ist außerdem genau geregelt, wer dienstunfähig ist und wann man als Beamter in den Ruhestand versetzt wird. Danach müssen gesundheitliche Gründe ausschlaggebend dafür sein, dass der Betroffene seiner Dienstpflicht nicht mehr nachkommen kann.

Monatliche Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte
– 3 Rechenbeispiele nach Höhe der Berufsunfähigkeitsrente –

Vorgaben

  • Geburtsdatum: 01.06.1980
  • Schlussalter: 67
  • Beruf: Beamter/in
  • Versicherungsbeginn: 01.02.2017
Höhe der gewünschten BU-Rente Monatsbeitrag gerundet
1.000 € 93 €
1.200 € 110 €
1.500 € 123 €

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Als dienstunfähig gilt, wer durch eine Erkrankung innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate lang nicht arbeiten konnte und wer zusätzlich in den nächsten sechs Monaten auch nicht mehr dienstfähig sein wird. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte ist somit eine sinnvolle Ergänzung zur staatlichen Absicherung, damit der gewohnte Lebensstandard beim Verlust der Arbeitskraft nicht in Gefahr gerät (mehr zum Thema BU sinnvoll).

Ein Tipp von Versicherungsmaklerin und BU-Expertin Katharina Krech

Während andere Berufsgruppen eher auf eine dynamische Zunahme der Versicherungssumme achten sollten, gilt für Beamte auf Lebenszeit das Gegenteil. Da ihr Anspruch auf Ruhegehalt mit den Dienstjahren steigt, kann im Gegenzug die Versicherungssumme sinken. Das reduziert die monatlichen Versicherungsbeiträge deutlich.

Berufsunfaehigkeitsversicherung Beamte TestDie Dienstunfähigkeitsklausel

Damit eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte greift, muss im Versicherungsvertrag eine sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel vereinbart sein. Dann erhalten Beamte, wenn sie dienstunfähig werden neben ihrer staatlichen DU-Rente auch eine Rente wegen Berufsunfähigkeit. Die Dienstunfähigkeitsklausel ist in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen unterschiedlich formuliert. In jedem Fall aber muss sie den Einschluss des Dienstunfähigkeitsrisikos gewährleisten. Dabei ist zwischen einer echten und einer unechten Dienstunfähigkeitsklausel zu unterscheiden. Die echte DU-Klausel (auch Beamtenklausel genannt) enthält einen vollen Versicherungsschutz, da sie die Versetzung und die Entlassung in den Ruhestand eindeutig festlegt und sich an der Entscheidung des Dienstherren ohne medizinischen Nachweis orientiert (Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich).

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Interessantes für Beamte und Beamtenanwärter

Beamte auf Lebenszeit haben eine fünfjährige Wartezeit, bevor ihnen die DU-Rente zusteht. Für diesen Zeitraum gibt es also keine staatliche Absicherung für den Fall, dass sie ihre Arbeitskraft verlieren. Staatsdiener, die in diesem Zeitraum dienstunfähig werden, bekommen, wenn überhaupt, nur die Erwerbsminderungsrente ausgezahlt. Auch Beamte auf Widerruf oder Beamte auf Probe sind nicht über ihren Arbeitgeber versichert. Um bei Dienstunfähigkeit keine einschneidenden finanziellen Einbußen hinnehmen zu müssen, ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung mit echter Dienstunfähigkeitsklausel unabdingbar.

Deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte besonders zu empfehlen

  1. Der Anspruch auf Dienstunfähigkeitsrente entsteht erst, wenn man mindestens seit 5 Jahren verbeamtet ist. Die Private BU gilt hingegen ohne Wartezeit.
  2. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzt den gesetzlichen Schutz und schließt die finanzielle Lücke.
  3. Wer berufsunfähig wird, wenn er noch den Status Beamter auf Widerruf oder auf Probe hat, der wird ohne Absicherung entlassen.
  4. Wer innerhalb der ersten Dienstjahre dienstunfähig wird, steht ebenfalls ohne Absicherung da (Dauer unterschiedlich, oft 5 Jahre).

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