Berufsunfähigkeitsversicherung für Juristen

Juristen können als Arbeitnehmer beschäftigt sein oder als Selbständige arbeiten. In jedem Fall sollten sie sich umfassend gegen den Verlust ihrer Arbeitskraft absichern. Auf den ersten Blick mag der Abschluss einer BU-Versicherung problemlos erscheinen. Doch die Versicherer unterscheiden deutlich nach der Wahrscheinlichkeit, dass die Arbeitskraft eines Tages eingeschränkt ist. Deshalb kann es für Selbständige schwierig werden, eine gute und günstige BU-Versicherung zu finden.


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Selbständige BU oder BUZ für Juristen

Juristen haben die Möglichkeit, eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) abzuschließen. Alternativ kommt eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) infrage, die an eine Lebens- oder Rentenversicherung gekoppelt ist. Arbeitnehmer interessieren sich vielleicht für eine Direktversicherung, die zusätzlich die Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge mindert. Immer aber sollten sich Juristen genau überlegen, welche Form der BU-Versicherung für sie angebracht ist und einen umfassenden Schutz im Fall des Verlusts der Arbeitskraft gewährleistet (zur Startseite).

Deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Juristen besonders zu empfehlen.

BU-Schutz brauchen Arbeitnehmer genauso wie Selbständige

Juristen arbeiten in Kanzleien oder in der Rechtsabteilung eines großen Unternehmens. Andere sind verbeamtet, beispielsweise an einem Gericht. Deshalb ist bei der Wahl der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung sehr genau auf die ausgeübte Tätigkeit zu achten. Zu differenzieren ist nach dem jeweiligen Status: Arbeitnehmer, Beamter oder Selbständiger. Je nach Versicherer fallen unterschiedliche Beiträge an. Für Beamte bietet sich eine Dienstunfähigkeitsversicherung an, die allerdings nicht jede Gesellschaft in ihrem Portfolio hat.

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Arbeitnehmer: beliebt bei den Versicherungen

Juristen in einem Arbeitnehmerverhältnis sind recht einfach zu versichern (Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte). Sind sie ausschließlich im Innendienst tätig, dann wird ihr Risiko, die Arbeitskraft zu verlieren, in der Regel als recht gering eingestuft. Das liegt daran, dass eine Schreibtischtätigkeit meist auch mit einer leichten Erkrankung noch recht gut ausgeübt werden kann. Im Gegenzug ist das Risiko für den Versicherer gering, dass der Versicherungsfall der Berufsunfähigkeit tatsächlich eintritt. Deshalb dürften angestellte Juristen in der Regel davon ausgehen, leicht einen guten und preiswerten Versicherungsschutz zu finden.

Berufsunfaehigkeitsversicherung Juristen TestHerausforderung: Selbständigkeit

Bei selbständigen Juristen sieht die Situation etwas anders aus (BU für Selbständige). Hier bewertet der Versicherer das Risiko höher, dass der Versicherte seiner selbständigen Arbeit nicht mehr nachgehen kann. Deshalb werden Selbständige bei einigen Versicherungsgesellschaften in eine andere Berufsgruppe eingeordnet als Angestellte. Auch kann der Anteil der Tätigkeiten außer Haus bei ihnen höher sein als bei Arbeitnehmern. Daraus resultieren leider meist höhere Beiträge.

Ein Tipp von Versicherungsmaklerin und BU-Expertin Katharina Krech

Selbständig tätige Juristen, die eine Kanzlei betreiben, sollten in ihrem BU-Versicherungsvertrag darauf achten, dass er keine Klausel zur Umorganisation enthält. Die Klausel würde es dem Versicherer ermöglichen, die Zahlung der Rente zu verweigern, wenn der Versicherte seine Kanzlei so umorganisieren kann, dass er trotz Krankheit noch weiterarbeiten kann. Die einzige Einschränkung dabei: Die Einkünfte dürfen nicht mehr als 20 Prozent zurückgehen.

Beamte benötigen einen besonderen Schutz

Für Beamte (Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte) und Juristen im öffentlichen Dienst kann eine Dienstunfähigkeitsversicherung als Vorsorge gegen den Verlust der Arbeitskraft angebracht sein. Die Dienstunfähigkeitsversicherung unterscheidet sich leicht von der Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Grad der festgestellten Arbeitsunfähigkeit hängt bei der Dienstunfähigkeit damit zusammen, ob der Dienstherr eine andere Tätigkeit anordnet. Dieser Umstand muss bei einer guten BU-Versicherung für Beamte unbedingt berücksichtigt werden.

So hilft ein Tarifvergleich

Um sich als Arbeitnehmer oder als Selbständiger gut und preiswert zu versichern, sollte man einen Tarifvergleich (Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich) durchführen. Er wird den BU-Tarif identifizieren, der das optimale Verhältnis von Preisen und Leistungen bietet. So sind Arbeitnehmer und Selbständige ebenso zuverlässig geschützt wie Beamte und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst.

Monatliche Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Juristen
– 3 Rechenbeispiele nach Höhe der Berufsunfähigkeitsrente –

Vorgaben

  • Geburtsdatum: 01.06.1978
  • Schlussalter: 67
  • Beruf: Jurist/in (ca. 80 Prozent Bürotätigkeit)
  • Versicherungsbeginn: 01.02.2017
Höhe der gewünschten BU-Rente Monatsbeitrag gerundet
1.000 €  46 €
1.200 € 55 €
1.500 € 68 €

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Deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Juristen besonders zu empfehlen

  1. Die private BU sorgt für die finanzielle Absicherung, wenn es zu einer Berufsunfähigkeit kommt.
  2. Die Auslöser für eine Berufsunfähigkeit sind vielfältig und inzwischen wird bereits jeder 4. bis 5. berufsunfähig.
  3. Juristen stehen oft unter enormem Druck. Die persönlichen Schicksale von Menschen können von ihrer Arbeit abhängen. Gerade Juristen haben häufig eine erhöhte Gefahr, an einem Burnout zu erkranken.

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