Berufsunfähigkeitsrente

Die Berufsunfähigkeitsrente erhält, wer mindestens zu 50 Prozent berufsunfähig ist und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat. Sie soll die finanziellen Folgen des Arbeitskraftverlustes abfedern. Lesen Sie hier, alles zum Thema Berufsunfähigkeitsrente.

Berufsunfähigkeitsrente Höhe

Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente ist einer der entscheidenden Punkte, der vor dem Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung geklärt werden muss. Die BU-Rente soll im Leistungsfall den Verlust der Einkommens ausgleichen und so den gewohnten Lebensstandard sichern.

Wie hoch sollte die monatliche Auszahlung im Einzelfall sein?

Auf diese Frage gibt es keine einfache Antwort bzw. keinen Wert, der für alle Versicherten passt. Die Ermittlung der passenden Berufsunfähigkeitsrente ist ein sehr individueller Prozess, in welchem mehrere Fragen eine Rolle spielen.

Folgende Parameter bestimmen über die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente:

  • Höhe des derzeitigen monatlichen Netto-Arbeitseinkommens
  • sonstige regelmäßige Einnahmen (Mieteinnahmen, Zinserträge, …)
  • Bestehen Ansprüche auf Zahlungen eines Versorgungswerkes oder der gesetzlichen Rentenversicherung?
  • regelmäßige Ausgaben (Miete, Kreditraten, …)

Als Richtlinie empfehlen Experten meist eine BU-Rente, die ungefähr 65 bis 75 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens entspricht.

Darum ist die Höhe der BU-Rente so wichtig

Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente sollte man realistisch kalkulieren. Nicht selten entscheiden sich Verbraucher für eine zu geringe Berufsunfähigkeitsrente um die Beiträge gering zu halten und so Geld zu sparen. Das ist jedoch zu kurz gedacht und hat den Effekt, dass sie unterversichert sind.

Die Berufsunfähigkeitsrente ist nicht pfändungssicher

Eine zu niedrige BU-Rente kann zur Folge haben, dass der Versicherte zusätzlich Sozialleistungen beantragen muss. Wer eine Berufsunfähigkeitsrente bezieht und trotzdem auf Hartz IV angewiesen ist, hat ein Problem. Denn Zahlungen aus der privaten Vorsorge (wozu auch die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt) werden auf die Sozialleistungen angerechnet. Das heißt, der Berufsunfähige erhält zwar die BU-Rente in voller Höhe, das Arbeitslosengeld II jedoch wird mit Rente verrechnet. Der Betroffene erhält demnach lediglich die Differenz zwischen Berufunfähigkeitsrente und Hartz IV.

Die Erwerbsminderungsrente

Seit 2001 haben nur noch rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden, Anspruch auf eine staatliche BU-Rente. Alle anderen erhalten maximal die sogenannte Erwerbsminderungsrente. Und diese auch nur dann, wenn sie weniger als 6 (teilweise erwerbsgemindert) bzw. weniger als 3 Stunden (voll erwerbsgemindert) arbeiten können – unabhängig von der Art der Erwerbstätigkeit.
Wer jedoch tatsächlich Anspruch auf Erwerbsminderungsrente hat, braucht nicht um seine Berufsunfähigkeitsrente bangen. Diese beiden Leistungen werden dicht miteinander verrechnet.

Was tun, wenn der Leistungsfall eintritt?

Eine klassische Beschreibung von Berufsunfähigkeit, wie sie in den Versicherungsbedingungen definiert wird, lautet folgendermaßen:

Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte durch Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich mindestens sechs Monate ununterbrochen nicht in der Lage ist, seinen zuletzt vor Eintritt des Versicherungsfalls ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgestaltet war – auszuüben und er auch keiner anderen Tätigkeit nachgeht, die seiner bisherigen Lebensstellung bei Ausscheiden aus dem Berufsleben entspricht.

Von der Diagnose zum Geld

Hat der Arzt die Berufsunfähigkeit diagnostiziert, folgt die Beantragung der BU-Rente beim Versicherer. Es ist ratsam, sich bei der Antragstellung von einem Experten unterstützen zu lassen. Hier können zum Beispiel auf das Thema spezialisierte Anwälte helfen. Diese verlangen jedoch häufig hohe Honorare für ihre Unterstützung. Wer seine Berufsunfähigkeitsversicherung über einen Versicherungsmakler oder einen Direktvertreter abgeschlossen hat, kann sich direkt an diesen wenden.

So hilft der Versicherungsmakler

Versicherungsmakler, die auf die Berufsunfähigkeitsversicherung spezialisiert sind, helfen nicht nur bei der Suche nach der passenden BU, sie wissen auch worauf der Versicherte bei der Beantragung der BU-Rente achten muss. Gleiches gilt für Direktvertreter. Diese sind allerdings weniger auf bestimmte Versicherungen, sondern eher auf einen Anbieter spezialisiert.

Achtung: Versicherungsmakler und Direktvertreter sind nur für ihre Kunden zuständig. Das heißt, nur wer seine Berufsunfähigkeitsversicherung über einen solchen Versicherungsfachmann abgeschlossen hat, kann auf die fachliche und kostenfreie Unterstützung seines Versicherungsmaklers zählen. Die Versicherten müssen sich dementsprechend an den Makler wenden, über den sie ihre Versicherung abgeschlossen haben.

Der Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente

Versicherte, die ihre Berufsunfähigkeitsrente bei ihrem Anbieter beantragen, sollten damit rechnen eine Menge Fragen zu beantworten und viele Formulare auszufüllen. Die Versicherungen verlangen unter anderem einen vollständigen Nachweis der Berufsunfähigkeit. Dafür fordert der Versicherer verschiedene Unterlagen an.
Dazu zählen beispielsweise:

  • Erläuterungen der Ursachen der Berufsunfähigkeit
  • Berichte der behandelnden Ärzte
  • voraussichtliche Dauer der Berufsunfähigkeit
  • Grad der Berufsunfähigkeit
  • Ursache, Beginn und Art der Beschwerden
  • Verlaufsprognose
  • Angaben zu Berufstätigkeit, beruflicher Stellung und ausgeübten Tätigkeiten (möglichst mit Zeitangaben)

Versicherer prüft alle Angaben

Das Versicherungsunternehmen wird den Antrag auf Richtigkeit prüfen. Außerdem ermitteln die Experten der Versicherung anhand der medizinischen Befunde, ob der entsprechende Grad an Berufsunfähigkeit vorliegt. Des weiteren werden die Angaben der Gesundheitsprüfung auf Vollständigkeit und Korrektheit geprüft (BU Gesundheitsprüfung).

Berufsunfähigkeitsversicherung Test und Vergleich

Zur Berufsunfähigkeitsversicherung liegen verschiedene Tests vor. Denn unabhängige Ratingagenturen prüfen die Leistungen der Tarife in regelmäßigen Abständen auf Herz und Nieren. Hin und wieder werden auch die Kunden befragt, wie zufrieden sie mit ihrem Versicherer sind (mehr dazu unter Berufsunfähigkeitsversicherung Test). Auch die Leistungsquote ist interessant für Kunden, wenn es um die Berufsunfähigkeitsrente geht. Im Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich kann man sich einen ersten Überblick über die verschiedenen Anbieter verschaffen.

Tipps zum Leistungsantrag

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ebenso wichtig, wie komplex. Das merken Verbraucher spätestens, wenn sie nach dem passenden Tarif suchen. Tritt nun tatsächlich der Leistungsfall ein und die versicherte Person wird berufsunfähig, muss die Berufsunfähigkeitsrente beantragt werden. Da auch dieser Vorgang sehr wichtig, aber dabei zum Teil auch recht kompliziert ist, folgen einige Tipps zum Berufsunfähigkeitsrente Antrag.

Wichtig sind Genauigkeit, Zeit und Unterstützung

Wie bereits erwähnt, ist der Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente recht komplex. Wer berufsunfähig ist, hat andere Sorgen, als Anträge auszufüllen. Doch da die BU-Rente, den Einkommensverlust abfedern soll, ist es wichtig alle Fragen genau zu lesen und anschließend vollständig und korrekt zu beantworten. Fehlerhafte und unvollständige Angaben können immense Probleme nach sich ziehen.
Hilfreich ist es, sich Unterstützung zu suchen. Wer seine BU über einen Versicherungsberater abgeschlossen hat, sollte diesen um Unterstützung bitten.

Im zweiten Schritt wird sich der Versicherer an den behandelnden Arzt wenden und dafür auf die Schweigepflichtentbindungserklärung zurückgreifen. Diese muss meist bereits bei Vertragsschluss abgegeben werden.

Fragen zum Gesundheitszustand und die ärztliche Schweigepflicht

Um die medizinischen Befunde und die Angaben aus der Gesundheitsprüfung verifizieren zu können, verlangen die Versicherer meist, dass die Betroffenen ihre behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht entbinden. Nur so ist der Arzt berechtigt, mit der Versicherung über den Gesundheitszustand des Versicherten zu sprechen.
Seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 2013 unterscheidet man zwischen einer pauschalen Schweigepflichtentbindungserklärung und einer Einzelermächtigung. Die Versicherungsunternehmen dürfen seitdem nicht mehr darauf bestehen, dass der Versicherungskunde eine pauschale Schweigepflichtentbindungserklärung erteilt.

Unterschied pauschale Schweigepflichtentbindungserklärung und Einzelermächtigung

Bei der pauschalen Schweigepflichtentbindung darf der Versicherer quasi überall Auskünfte über den Versicherten einholen. Dazu zählen dann neben Ärzten, auch Behörden, Krankenversicherungen und Pflegeheime.
Die Einzelermächtigung beschränkt die Schweigepflichtentbindung auf einzelne Auskünfte, Personen oder Einrichtungen und ist individuell anpassbar.

Fragen zur beruflichen Tätigkeit

Neben dem Gesundheitszustand ist auch die Ausgestaltung der beruflichen Tätigkeit wichtig. Der Versicherungsnehmer muss je nach Ursache der Berufsunfähigkeit auch nachweisen, dass er seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit zu mindestens 50 Prozent nicht mehr nachgehen kann. So muss ein Bauingenieur beispielsweise, auch wenn er überwiegend im Büro arbeitet, häufig trotzdem auf Baustellen gehen und dort unter Umständen auf Gerüste klettern, um sich vor Ort einen Überblick zu verschaffen.

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig eine detaillierte Aufschlüsselung der Tätigkeiten ist. Zusätzlich kann es hilfreich sein, zu den Aufgaben auch Zeitangaben zu machen.

Berufsunfähigkeitsrente in der Steuer

Seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes im Jahr 2005 muss die Berufsunfähigkeitsrente als sogenannte “sonstige Einkünfte” versteuert werden. Der Gesetzgeber unterscheidet drei Schichten der Berufsunfähigkeitsversicherung. Je nachdem zu welcher Schicht die jeweilige Berufsunfähigkeitsversicherung zählt, fällt die Steuer unterschiedlich hoch aus.

1. Schicht:
In die erste Schicht fällt die Basisversorgung. Hier richtet sich die Besteuerung nach der Rentenhöhe und dem Rentenbeginn. BU-Renten, die unter dem Grundfreibetrag von derzeit (2018) 9.000 Euro (Ledige) bzw. 18.000 Euro (Verheiratete) liegen, sind steuerfrei. Versicherte, die 2018 erstmal eine BU-Rente beziehen, müssen für 76 Prozent der Rente Steuern zahlen. Der prozentuale Anteil der versteuert werden muss, steigt pro Jahr um zwei Prozent an, bis der Anteil 2040 bei 100 Prozent liegt.

2. Schicht:
Die sogenannte 2. Schicht umfasst die Zusatzversorgung. Renten aus unversteuertem Einkommen (z.B. betriebliche Altersvorsorge) oder aus Riester-Verträgen müssen zu 100 Prozent versteuert werden. Bei der Pauschalbesteuerung der Beiträge erfolgt die Besteuerung über den Ertragsanteil.

3. Schicht:
Zur dritten Schicht zählen die sonstigen privaten Renten, wie die private Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Steuer wird auch in dieser Schicht über den Ertragsanteil ermittelt. Allerdings wird nur der Anteil der Rente besteuert, der über dem Freibetrag liegt.

Ermittlung des Ertragsanteils:
Der Ertragsanteil ergibt sich aus der Rentenlaufzeit (z.B. bis zum 67. Lebensjahr des Versicherten) und dem Alter, ab dem der Versicherte die Rente bezieht.
Der Versicherte erhält erstmal im Alter von 30 Jahren die BU-Rente. Sein Vertrag läuft bis zu seinem 67. Lebensjahr, dementsprechend also 37 Jahre. Dann beträgt der Ertragsanteil 36 Prozent (zum Gesetzestext).

Berufsunfähigkeitsrente Steuererklärung

Die Berufsunfähigkeitsrente müssen Bezieher in jedem Fall in der Steuererklärung angeben. In Anlage R können Renteneinnahmen verzeichnet werden. Neben der Rente aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung muss man hier auch eventuelle Einnahmen aus der Riester-Rente bzw. der Rürup-Rente erfassen.

Berufsunfähigkeitsrente und Krankengeld

Krankengeld wird von der gesetzlichen Krankenversicherung bis zu einer Höchstdauer von 72 Wochen gezahlt. Erfolgt innerhalb dieser Frist die Anerkennung der Berufsunfähigkeit, erhält der Versicherte die vereinbarte BU-Rente. Für eine gewissen Zeitraum kann es somit dazu kommen, dass BU-Versicherte sowohl die BU-Rente als auch Krankengeld erhalten. Hier gibt es unterschiedliche Ansichten, welche Folgen das für den Versicherten hat.

 Ein Gerichtsurteil bringt Klarheit

Aus dem Jahr 2011 liegt ein Urteil vom Sozialgericht Trier vor.
Ein Dachdeckermeister wurde Ende August 2009 arbeitsunfähig und erhielt seit dem von seiner Krankenversicherung (freiwillig gesetzlich versichert) dementsprechend Krankengeld. Nach etwa einem Jahr erkannte seine Berufsunfähigkeitsversicherung das Vorliegen einer Berufsunfähigkeit an. Daraufhin stellte die Krankenversicherung die Zahlung des Krankengeldes ein und verlangte darüber hinaus eine Rückerstattung der Leistungen.
Der Dachdeckermeister verklagte seine Krankenkasse und bekam Recht. Das Gericht entschied folgendermaßen (Quelle)

  1. Eine private Berufsunfähigkeitsrente führt nicht gemäß § 44 Abs 2 S 1 Nr 4 SGB 5 zum Wegfall des Anspruchs auf Krankengeld.
  2. Private Vorsorgeleistungen sind keine Renten aus einer öffentlich-rechtlichen Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung oder einer anderen vergleichbaren Stelle.

Berufsunfähigkeitsrente und Altersrente

Die Berufsunfähigkeitsversicherung hat ein klar definiertes Ende, das in den Versicherungsbedingungen schriftlich festgehalten wird. Wer heute eine BU abschließt, sollte darauf achten, dass der Versicherungsschutz bis zum 67. Lebensjahr besteht. Meist fallen Ende des BU-Vertrages und Beginn der Altersrente zusammen, sodass ein nahtloser Übergang gegeben ist. Sollte es hier zu Überlappungen kommen, erhält der Versicherte für diese Zeit beide Renten. Endet der Versicherungsschutz jedoch deutlich vor Renteneintritt, entsteht eine Versorgungslücke.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Berufsunfähigkeitsrente nochmal im Überblick.

Wie hoch sollte die Berufsunfähigkeitsrente sein?

Die Berufsunfähigkeitsrente soll im Leistungsfall das entfallende Arbeitseinkommen ersetzen. Daher gilt hier: Sparen Sie nicht an der falschen Stelle. Eine zu niedrige Rente führt im Zweifel dazu, dass Sie auf Sozialleistungen angewiesen sind. In diesem Fall erfolgt eine Verrechnung der Berufsunfähigkeitsrente mit den Hartz IV-Leistungen.
Eine Übersicht über laufende Kosten hilft, die optimale Rentenhöhe zu ermitteln.

Ab wann besteht Anspruch auf die Berufsunfähigkeitsrente?

Wenn Sie voraussichtlich sechs Monate oder länger zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig sind, besteht Anspruch auf Auszahlung der versicherten Leistung. Ein Arzt muss den Berufsunfähigkeitsgrad medizinisch bestätigen.

Ab wann wird die Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt?

Nach der medizinischen Bestätigung der Berufsunfähigkeit muss der Versicherte einen Antrag auf Leistungserhalt stellen. Dieser kann formlos bei der jeweiligen Versicherung eingereicht werden.
Der Berufsunfähigkeitsversicherung Anbieter wird den Antrag genau prüfen. Im besten Fall erkennt die Versicherung den Antrag auf Auszahlung der Berufsunfähigkeitsrente zügig an. Enthalten die Versicherungsbedingungen auch eine Klausel zur rückwirkenden Auszahlung, erhält der Versicherte die Berufsunfähigkeitsrente ab dem Zeitpunkt, an dem die Berufsunfähigkeit eingetreten ist (siehe auch Berufsunfähigkeitsversicherung Klauseln und Regelungen). Andernfalls kann es sein, dass die Versicherung die Rente erst ab Antragsbewilligung auszahlt.

Worauf muss man bei der Beantragung der Berufsunfähigkeitsrente achten?

Ebenso wie bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen gilt auch bei der Beantragung der BU-Rente, dass die Versicherten alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig beantworten müssen. Das heißt, im Zweifel lieber etwas ausführlicher antworten, als etwas zu vergessen.

Wenden Sie sich an einen Fachmann, der Sie unterstützt. Falsche oder unvollständige Angaben können schwerwiegende Folgen haben.

Wie lange wird die Berufsunfähigkeitsrente gezahlt?

Wenn sich am Grad der Berufsunfähigkeit nichts ändert und der Betroffene auch keinen anderen Beruf ausübt (beispielsweise nach einer Umschulung), besteht der Anspruch auf Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Der Versicherer kann sich allerdings das Recht vorbehalten, eine regelmäßige Prüfung der Berufsunfähigkeit zu verlangen.

Darf ich trotz Berufsunfähigkeit etwas dazu verdienen?

Grundsätzlich gibt es keine Kürzungen der Berufsunfähigkeitsrente. Diese wird entweder ausgezahlt oder nicht. Ob ein Versicherter, der Berufsunfähigkeitsrente erhält, etwas dazu verdienen darf, hängt zum großen Teil von der Art und der Entlohnung des angestrebten Nebenverdienstes ab. Meist sollte diese nicht höher sein, als bei einem Minijob.
In jedem Fall sollten Rentenbezieher vor Aufnahme der Beschäftigung mit ihrer Versicherung Rücksprache halten. Wenn diese der Beschäftigung nicht zustimmt, kann es zu Problemen kommen.

Fazit: Berufsunfähigkeitsversicherung besser mit Makler

Die Berufsunfähigkeitsversicherung soll einspringen, wenn der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann. Doch bevor die Zahlungen der Berufsunfähigkeitsrente erfolgt, warten einige Hürden auf den Versicherten. Hinzu kommt, dass die Bearbeitung der Anträge häufig mehrere Monate dauert und die Versicherer oft zusätzliche Unterlagen anfordern.
Gut haben es Versicherte, die ihren Vertrag über einen kompetenten Versicherungsmakler oder Direktvertreter abgeschlossen haben. Sie können auf die kostenfreie Unterstützung durch einen Fachmann zählen.