Modellkunde: Beamter

Berufsunfähigkeit, bei Beamten Dienstunfähigkeit genannt, ist als Begriff im Bundesbeamtengesetz (BBG) definiert. Laut § 44 ist dienstunfähig, wer aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund seines physischen Befindens dauerhaft unfähig ist, seine dienstlichen Pflichten zu erfüllen. Ist dies der Fall und ein Beamter dienstunfähig, greift außerdem das Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG). Dieses regelt, ob ein von Dienstunfähigkeit betroffener Beamter Anspruch auf Leistungen hat.

Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch für Beamte sinnvoll

Beamte auf Lebenszeit erwerben in der Regel nach fünf Dienstjahren ein Anrecht auf ein Ruhegehalt (§ 4 BeamtVG). Die Höhe des Ruhegehalts ist unter anderem abhängig von den vorher erhaltenen Dienstbezügen und der Anzahl der Dienstjahre.

Somit wird deutlich, dass auch für Beamte der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung durchaus sinnvoll und anzuraten ist. Denn auch bei Beamten kann eine nicht unerhebliche Versorgungslücke entstehen, wenn sie dienstunfähig werden.

Das Bundesbeamtengesetz (BBG) regelt alle Einzelheiten zum Beamtenverhältnis auf Bundesebene.

Unterabschnitt 2 enthält die §§ 44 bis 49 und thematisiert die Dienstunfähigkeit. Im Folgenden ein Auszug aus § 44 Dienstunfähigkeit (Der vollständige Gesetzestext kann hier nachgelesen werden.):

(1) Die Beamtin auf Lebenszeit oder der Beamte auf Lebenszeit ist in den Ruhestand zu versetzen, wenn sie oder er wegen des körperlichen Zustandes oder aus gesundheitlichen Gründen zur Erfüllung der Dienstpflichten dauernd unfähig (dienstunfähig) ist. Als dienstunfähig kann auch angesehen werden, wer infolge Erkrankung innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat, wenn keine Aussicht besteht, dass innerhalb weiterer sechs Monate die Dienstfähigkeit wieder voll hergestellt ist. In den Ruhestand wird nicht versetzt, wer anderweitig verwendbar ist.

Das Beamtenversorgungsgesetz regelt die Versorgung der Beamten und Richter des Bundes.

§ 4 gibt Auskunft über das Entstehen und die Berechnung des Ruhegehalts (BeamtVG):

(1) Ein Ruhegehalt wird nur gewährt, wenn der Beamte
1. eine Dienstzeit von mindestens fünf Jahren abgeleistet hat oder
2. infolge Krankheit, Verwundung oder sonstiger Beschädigung, die er sich ohne grobes Verschulden bei Ausübung oder aus Veranlassung des Dienstes zugezogen hat, dienstunfähig geworden ist. […]

Die Modellrechnung

Anhand der Übersicht der monatlichen Beitragshöhe, mit der ein Beamter bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung rechnen sollte, wird schnell klar, dass es sich durchaus lohnt, möglichst früh an die Absicherung seiner Dienstfähigkeit zu denken. Denn je jünger und gesünder der Kunde bei Abschluss der BU ist, desto geringer sind die zu zahlenden monatlichen Beiträge.


Bei den angegebenen Werten handelt es sich um gerundete Zahlen, die auf bestimmten Annahmen beruhen.

Modellkunde Beamter

  • Vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 1.000 Euro
  • Nachversicherungsgarantie
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung
  • BU-Schutz gilt weltweit
  • Keine Vorerkrankungen
  • Dienstunfähigkeitsklausel


Die Beamtenversorgung

Beamte auf Lebenszeit werden bei Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt, sofern sie die Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben.

Beamte auf Widerruf befinden sich in der Ausbildung. Kommt es bei ihnen zur Dienstunfähigkeit werden sie entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert.

Beamte auf Probe haben nur einen Anspruch auf Ruhegehalt, wenn ihre Dienstunfähigkeit durch einen Dienstunfall verursacht wurde. Andernfalls werden sie ebenfalls entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Aber auch in der gesetzlichen Rentenversicherung gilt eine Wartezeit von fünf Jahren, die erfüllt werden muss.

Die Dienstunfähigkeitsklausel – wichtig für Beamte

Eine für Beamte geeignete Berufsunfähigkeitsversicherung sollte unbedingt die sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel im Versicherungsvertrag enthalten. Diese kann einem im Fall der Berufsunfähigkeit eine Menge Ärger ersparen. Ist im BU-Vertrag eine Dienstunfähigkeitsklausel enthalten, wird die BU-Rente automatisch gezahlt, wenn eine dauerhafte Dienstunfähigkeit bescheinigt wird. Allerdings sollte sehr genau auf die Formulierung geachtet werden, denn viele Versicherer schränken die Klausel ein.

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Darauf sollten Beamte außerdem achten

Neben der Dienstunfähigkeitsklausel gibt es eine Reihe anderer Besonderheiten, die wichtig werden können. So gilt auch für Beamte, dass im Vertrag auf die abstrakte Verweisung verzichtet werden sollte. Außerdem sollten gerade Polizisten, Beamte der Bundespolizei und Feuerwehrleute darauf achten, dass der BU-Vertrag genau ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit versichert. Für Beamte gibt es teilweise Regelungen, nach denen der Versicherer sich vorbehält, nach einiger Zeit zu überprüfen, ob der Beamte theoretisch anderweitig beschäftigt werden könnte. In diesem Fall kann es passieren, dass das Versicherungsunternehmen feststellt, dass ein Streifenpolizist im Innendienst eingesetzt werden könnte. Dann kann es sogar passieren, dass die Rentenzahlungen eingestellt werden, obwohl dem Betroffenen eine solche Stelle gar nicht angeboten wird.

Kein Abschluss ohne Beratung

Gerade für Beamte ist ein professioneller Vergleich der verschiedenen Angebote wichtig. Hierfür sollte man sich an einen kompetenten Versicherungsmakler wenden, der auf Berufsunfähigkeitsversicherungen spezialisiert ist. Er kennt nicht nur den Markt, sondern weiß auch, auf welche Formulierungen man besonders achten muss und welche Details wichtig sind. Füllen Sie unser Formular aus und fordern Sie gleich Ihren persönlichen BU-Vergleich an!