Modellkunde: Handwerker

Handwerker werden von den Versicherungen in hohe Risikoklassen eingeordnet. Aus diesem Grund müssen sie mit relativ hohen Beitragen rechnen. Dies ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass viele handwerkliche Berufe tasächlich zu den gefährlichsten Berufen in Deutschland zählen (siehe hierzu auch die Statistik auf BU Handwerker Test). So beziehen über 50 Prozent der ehemaligen Gerüstbauer und knapp 40 Prozent der Zimmerer anstelle der regulären Altersrente eine Erwerbsminderungs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente.

Die Modellrechnung

Handwerker ist ein Berufsbild, das sehr facettenreich ist. Trotzdem werden die meisten klassischen Handwerksberufe in ähnlich hohe Risikoklassen eingestuft. Höher liegt nur noch ein handwerklich Tätiger, der seinen Beruf ohne entsprechende Ausbildung ausübt. Diese Personen müssen mit so hohen Beiträgen rechnen, dass sie sich den Abschluss einer BU wohl dreimal überlegen werden.

Bei den angegebenen Werten handelt es sich um gerundete Zahlen, die auf folgenden Annahmen beruhen:

Der Modellkunde ist Tischler:

  • Vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 1.000 Euro
  • Nachversicherungsgarantie
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung
  • BU-Schutz gilt weltweit
  • Keine Vorerkrankungen
  • Die Tatsache, ob der Tischler angestellt oder selbstständig tätig ist, wurde vernachlässigt

Auswertung der Modellrechnung

Ein großes Problem stellt die Tatsache dar, dass einige Versicherer Erwerbstätige, die handwerkliche Berufe ausüben, noch immer nur bis zu einem Alter von 65 Jahren versichern, obwohl die Regelaltersgrenze inzwischen bei 67 Jahren liegt. Das trägt sicher nicht dazu bei, dass sich Handwerker versichern lassen. Doch gerade sie benötigen eine leistungsstarke Absicherung ihrer Arbeitskraft. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, mit zunehmendem Alter an. Da machen es sich gewisse Anbieter doch etwas zu leicht, wenn sie Beschäftigte aus handwerklichen Berufen nicht bis zum Rentenbeginn mit 67 versichern. Und das vor dem Hintergrund von relativ hohen Versicherungsbeiträgen, die bei Handwerksberufen ohnehin fällig werden. Hier besteht auf jeden Fall Nachbesserungsbedarf.

BU hilft, die finanzielle Lücke zu schließen

Trotz erschwerter Zugangsbedingungen lohnt es, sich von einem Experten beraten zu lassen und mit ihm gemeinsam eine BU-Versicherung zu suchen, die ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Denn die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die einzige Möglichkeit, seine Arbeitskraft angemessen abzusichern. Handwerker sind häufig besonderen Belastungen und Gefahren am Arbeitsplatz ausgesetzt und haben damit ein erhöhtes Risiko, berufsunfähig zu werden. Diese Risiko deckt allein die Berufsunfähigkeitsversicherung sicher ab. Vergleiche mit vermeintlichen Alternativen zeigen (Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung), dass keine andere Versicherung einen so weit gefassten Geltungsbereich bietet. Auch die Leistung in Form einer monatlichen Rente ist im Vergleich zu den Einmalzahlungen anderer Versicherungen ein deutlicher Pluspunkt.

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Darauf sollten Handwerker achten

Bevor man eine Versicherung abschließt, sollte man durchrechnen, wie hoch die monatlichen Verpflichtungen sind und wie viel Puffer eingeplant werden muss. Anhand dieser Zahlen, kann man anschließend die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente festlegen, damit man im Leistungsfall auch tatsächlich gut abgesichert ist. Darüber hinaus sollten die Versicherungsbedingungen genau durchgelesen und am besten mit einem Fachmann besprochen werden. Verlangt die Versicherung Ausschlüsse? Verzichtet sie auf die abstrakte Verweisung? Weitere Faktoren, die die Monatsbeiträge beeinflussen, sind unter anderem die Länge der Karenzzeit und eine eventuelle Dynamik. Eine Alternative zur jährlichen dynamischen Anpassung der Rentenhöhe stellt die sogenannte Nachversicherungsgarantie dar.


Nachversicherungsgarantie

Die Nachversicherungsgarantie ermöglicht es dem Kunden, die vertraglich vereinbarte BU-Rente veränderten Lebensumständen (wie bei Heirat, Geburt eines Kindes oder beruflicher Karriere) anzupassen, ohne dass eine neue Gesundheitsprüfung verlangt wird.

Kein Abschluss ohne BU-Vergleich

Wer sich für eine private Absicherung seiner Arbeitskraft interessiert, sollte sich an einen BU-Experten wenden. Dies gilt besonders für Handwerker, denn durch die relativ hohen Beiträge lohnt sich ein gründlicher und professioneller Vergleich der verfügbaren Tarife und Anbieter besonders. Einen ersten Überblick und gewisse Vergleichsmöglichkeiten bieten auch die Bewertungen der gängigen Testinstitute und Ratingagenturen, wie Stiftung Warentest, Finanztest und Franke und Bornberg.

Doch als Laie kann man niemals alle Angebote so genau überschauen wie ein Versicherungsexperte. Er kennt den Markt, weiß genau, worauf zu achten ist, und kann – sofern notwendig – gleichzeitig mehrere Angebote von verschiedenen Versicherern einholen und diese dann professionell miteinander vergleichen. Auf diese Weise finden auch Handwerker einen zuverlässigen Schutz, der ihren finanziellen Möglichkeiten entspricht (BU-Vergleich).