Modellkunde: Zahnarzt

Ärzte und somit auch Zahnärzte sind in der Regel automatisch über die Ärzteversorgungswerke der Länder abgesichert. Die Versorgungswerke gewähren eine Reihe von Leistungen, zu denen unter anderem die Berufsunfähigkeitsrente, die Altersrente und die Hinterbliebenenrente zählen. Trotzdem sollten auch Zahnärzte, ob angestellt oder selbstständig und niedergelassen, zusätzlich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, weil die BU-Versicherer in den meisten Fällen früher leisten als die Versorgungswerke.

Die Modellrechnung

Wie unsere Beispielrechnung zeigt, steigen die monatlichen Beiträge an, je älter man beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung ist. Daher sollten sich Berufstätige möglichst frühzeitig um eine geeignete Absicherung kümmern.


Bei den angegebenen Werten handelt es sich um gerundete Zahlen, die auf bestimmten Annahmen beruhen.

Der Modellkunde Zahnarzt

  • Vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 1.000 Euro
  • Nachversicherungsgarantie
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung
  • BU-Schutz gilt weltweit
  • Keine Vorerkrankungen
  • Infektionsschutzklausel
  • Die Tatsache, ob der Zahnarzt angestellt oder selbstständig tätig ist, wurde vernachlässigt.


Definition der Berufsunfähigkeit am Beispiel des Versorgungswerkes der Zahnärztekammer Berlin

Die Fähigkeit zur Ausübung der zahnärztlichen Tätigkeit, zu der die zahnärztliche Ausbildung überwiegend verwendet werden kann, muss durch Krankheit, Körperverletzung, körperliches Gebrechen, wegen Schwäche der geistigen oder körperlichen Kräfte oder wegen einer Sucht umfassend entfallen sein.

Ist dies der Fall, wird eine Berufsunfähigkeitsrente gezahlt. Diese kann auf Dauer oder auf Zeit gewährt werden. Die Hauptvoraussetzung für die Zahlung der BU-Rente besteht aber darin, dass die gesamte zahnärztliche Tätigkeit eingestellt wurde.

Die berufliche Tätigkeit gilt bei angestellten Zahnärzten als eingestellt, wenn keine Gehaltszahlung mehr erfolgt. Niedergelassene und selbständige Zahnärzte müssen auf die Zulassung nach § 18 der Zulassungsverordnung oder die Ermächtigung nach § 31 der Zulassungsverordnung verzichten.

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Zahnärzte sinnvoll?

Trotz der Absicherung im Versorgungswerk sollten auch Zahnärzte zusätzlich eine private BU abschließen. Diese leistet in der Regel früher als die Versorgungswerke, nämlich bereits ab 50-prozentiger Berufsunfähigkeit. Das heißt, hier wären z.B. noch Gutachtertätigkeiten möglich. Gerade für selbstständig tätige Mediziner kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung gleichzeitig Schutz vor Verschuldung bedeuten. Wer sich bereits in jungen Jahren beispielsweise mit einer eigenen Praxis niedergelassen hat, muss in den meisten Fällen Kreditzinsen zahlen. Da eine Praxisgründung größtenteils fremdfinanziert ist, unterstehen Mediziner häufig dem Druck, die aufgenommen Schulden zurückzahlen zu müssen. Kommt es dann zu einer Berufsunfähigkeit, bricht das Einkommen weg, aber die Zinsforderungen bleiben bestehen. (Ist eine BU sinnvoll?)

Auf der Unterseite Berufsunfähigkeitsversicherung für Zahnärzte Test finden Sie weitere Informationen zum Thema.

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Worauf sollten Zahnärzte achten?

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, sollte unbedingt auf das Versicherungsschlussalter achten, welches nicht unter 65 Jahren liegen sollte. Denn bei Zahnärzten treten die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit erst nach dem 60. Lebensjahr auf. Selbständige Zahnärzte, die noch Kredite zurückzahlen müssen, dürfen die monatlichen Rückzahlungsraten bei der Festlegung der gewünschten Rentenhöhe nicht vergessen. Des Weiteren sollte unbedingt ein genauer Blick auf die Infektionsklausel geworfen werden. So hat z.B. die Zurich Versicherung im Rahmen einer Leistungserweiterung auch die Infektionsklausel überarbeitet (nähere Informationen finden Sie bei den News).

Kein Abschluss ohne Vergleich

Bevor Sie sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden, sollten Sie sich auf jeden Fall einen Marktüberblick verschaffen (BU-Anbieter). Hierbei können die aktuellen Testergebnisse von Stiftung Warentest und Finanztest helfen. Aber auch Ratingagenturen führen regelmäßige Vergleiche durch und geben mit ihren Ergebnissen Aufschluss über die Leistungen der unterschiedlichen Versicherungsanbieter.
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