Berufsunfähigkeitsversicherung und Bandscheibenvorfall

Berufsunfähigkeitsversicherung BandscheibenvorfallErkrankungen des Muskel-Skelett-Apparats sind eine der häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit. Eine gute BU-Versicherung ist dringend erforderlich, wenn man den Einkommensentfall in dieser Situation ausgleichen will. Wer bereits gesundheitliche Probleme mit dem Rücken oder der Wirbelsäule hat, wird beim Abschluss einer BU-Versicherung allerdings Probleme haben. Der Versicherer schätzt das Risiko, dass der Versicherte dauerhaft nicht mehr arbeiten kann, oft als sehr hoch ein und er kann aus diesem Grund den Antrag auch ablehnen.

Muskelerkrankungen als häufiger Grund für Berufsunfähigkeit

Eine Erkrankung der Wirbelsäule oder der Rückenmuskulatur zählt mit zu den Hauptursachen für den Verlust der Arbeitskraft. Seit vielen Jahren ist ein großer Teil der Frühverrentungen auf Rückenprobleme oder auf schmerzhafte Muskelerkrankungen zurückzuführen. Der Anteil der Patienten dürfte nach Schätzungen von Experten in den nächsten Jahren noch steigen. Dies ist auf einen zunehmend ungesunden Lebensstil zurückzuführen.

Langwieriges Prüfverfahren bei Leistungspflicht

Wird eine vorübergehende oder eine dauerhafte Berufsunfähigkeit festgestellt, macht der Versicherer von seinem Recht Gebrauch, seine Leistungspflicht genau zu prüfen. Er wird vor allem untersuchen, ob der Versicherte die Gesundheitsprüfung bei der Beantragung des Versicherungsschutzes ordnungsgemäß ausgefüllt hat. Lag nämlich die Erkrankung schon zum Zeitpunkt der Beantragung des Versicherungsschutzes vor, könnte der Versicherte dann eine Pflichtverletzung begangen haben, wenn er diese Krankheit nicht ordentlich im Antrag angegeben hat. Deshalb prüft der Versicherer seine Leistungspflicht sehr ausführlich.

Berufsunfaehigkeitsversicherung Bandscheibenvorfall

Vorübergehende Genehmigung wahrscheinlich

Kommt der Versicherer zu der Einschätzung, dass eine Berufsunfähigkeit aufgrund eines Bandscheibenvorfalls vorliegt, wird er diesen Grund vermutlich nur vorübergehend anerkennen. Das bedeutet, dass der Versicherte sich mehrfach ärztlich untersuchen lassen muss, damit genau diagnostiziert wird, wie lange er arbeitsunfähig ist. Wenig wahrscheinlich ist es, dass eine unbefristete Berufsunfähigkeit durch den Versicherer sofort anerkannt wird. Das kann durchaus im Interesse des Versicherten sein, der dadurch noch die Chance hat, wieder ins Berufsleben zurückzukehren.

Bandscheibenvorfall – So beugen Sie vor

Bewegung

  • Gymnastik und Sport stärken die Rückenmuskulatur und entlasten die Wirbelsäule. Besonders rückenfreundliche Sportarten sind beispielsweise Rückenschwimmen oder Radfahren mit erhöhtem Lenker.

Übergewicht vermeiden

  • Übergewicht belastet die Wirbelsäule. Ein gesundes Körpergewicht beugt Bandscheibenvorfällen vor.

Schlafkomfort

  • Sparen Sie nicht an der Matratze. Ein Mensch verbringt durchschnittlich 6 bis 8 Stunden täglich im Bett. Die richtige Matratze unterstützt und entlastet die Wirbelsäule.

Arbeitsplatz

  • Wer berufsbedingt viel sitzt, sollte darauf achten seinen Arbeitsplatz möglichst rückenfreundlich zu gestalten. Hier helfen ergonomische Stühle, regelmäßiges Wechseln der Sitzpositionen und Pausen, um aufzustehen und sich zu bewegen.

Weitere Informationen zum Bandscheibenvorfall

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Abschluss einer Versicherung bei Bandscheibenvorfall

Wer bereits einen Bandscheibenvorfall hatte und eine BU-Versicherung abschließen will, muss bei der Beantragung mit Problemen rechnen. Der Versicherer verlangt eine Risikoprüfung. Dazu sind mehrere Gesundheitsfragen beantworten. Im Fragebogen des Versicherers muss ein Bandscheibenvorfall auf jeden Fall angegeben werden. Auch wenn die Erkrankung bereits geheilt sein kann, wird der Versicherer trotzdem ein hohes Risikopotenzial sehen, dass der Leistungsfall eintritt. Deshalb besteht die Gefahr, dass der Antrag abgelehnt wird (Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich).

Berufsunfähig durch Bandscheibenvorfall – Ein Erfahrungsbericht:

Ein Risikozuschlag ist wahrscheinlich

Will der Versicherer den Antrag nicht ablehnen, wird er wahrscheinlich stattdessen einen Risikozuschlag verlangen. Damit beteiligt er den Versicherten an dem Risiko, dass speziell der Versicherungsfall durch einen Bandscheibenvorfall wirklich eintritt. Der Risikozuschlag kann die Versicherungsprämie erheblich verteuern. Der Versicherte muss dann prüfen, ob er bereit ist, diese Kosten zu tragen. Alternativ kann man bei einem anderen Versicherungsunternehmen einen Antrag stellen, das eine etwas gemäßigtere Aufnahmepolitik hat (hier geht es zum Berufsunfähigkeitsversicherung Test).

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Falschangaben sind zu vermeiden

Wer die Fragen zur Gesundheitsprüfung nicht ordnungsgemäß beantwortet, muss mit Problemen im Leistungsfall rechnen. Das kann so weit gehen, dass der Versicherer die Zahlung einer BU-Rente verweigert – mit dem Hinweis auf Falschangaben. Deshalb ist es nicht sinnvoll, falsche oder unvollständige Angaben im Antragsformular zu machen. Vielmehr sollte der Versicherte alle Daten vollständig angeben und alle Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Dies gilt auch, wenn eine Ablehnung des Antrags aufgrund eines ausgeheilten Bandscheibenvorfalls zu befürchten ist (weitere Informationen zum Vorgang der Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsprüfung).