Berufsunfähigkeitsversicherung und Demenz: Das sollten Sie wissen

Demenz führt immer öfter zur BerufsunfähigkeitRund 1,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Demenz – Tendenz steigend. Zwei Drittel der Patienten leiden an der häufigsten Demenz-Form Alzheimer. Weltweit gibt es ca. 44 Millionen Menschen, die an einer Form der Demenz erkrankt sind. Die Prognosen sehen ebenfalls schlecht aus: Etwa 300.000 Neuerkrankungen kommen im Bereich Alzheimer und Demenz jedes Jahr in Deutschland hinzu.

Im Jahr 2050 sollen in Deutschland bereits 3 Millionen Menschen an Alzheimer erkrankt sein, weltweit sollen die Erkrankungszahlen auf etwa 135 Millionen im Jahr 2050 steigen. Auch jüngere Menschen sind immer häufiger von Demenz betroffen und werden berufsunfähig, deshalb sollte man früh genug vorsorgende Maßnahmen ergreifen.

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Demenz kann auch Jüngere treffen

Experten gehen davon aus, dass jeder dritte Mann und jede zweite Frau im Lauf ihres Lebens an Demenz erkranken werden. Dies sind ernstzunehmende Zahlen, denn bislang ist die Krankheit nicht heilbar. Die meisten Menschen denken, dass sie sicher vor Alzheimer sind, solange sie noch nicht ein gewisses Alter erreicht haben. Aber auch jüngere Menschen (ca. 35 – 60 Jahre) können an Alzheimer oder einer anderen Demenz-Form erkranken.

Gerade in jüngeren Jahren kann die Krankheit gravierende Folgen nach sich ziehen. Die Krankheit ist in diesen Fällen ein existenzieller Schock. Denn wird einmal diese Diagnose gestellt, bedeutet dies in fast allen Fällen, dass über kurz oder lang die Arbeitskraft eingeschränkt wird und meist auch ganz entfällt. Erkrankt man mit 40, 50 oder 55 Jahren an Demenz, steht man noch mitten im Berufsleben, eine Familie muss in vielen Fällen auch versorgt werden.

Demenz

Das Wort Demenz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „ohne Geist“. Alzheimer zählt zu den häufigsten Formen der Demenz-Erkrankung. Im Laufe dieser Krankheit verändert sich das Gehirn. Die Nervenzellen sterben langsam ab und es bilden sich Eiweißablagerungen zwischen den Nervenzellen, durch die die Leistungsfähigkeit des Gehirns immer weiter eingeschränkt wird. Typische Symptome für eine beginnende Alzheimer-Erkrankung sind ein verlangsamtes Denken und Sprechen, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen. Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es zum Nachlassen der Motivation und die Persönlichkeit verändert sich insgesamt.

Berufsunfähigkeitsversicherung leistet zuverlässigen Schutz bei Demenz

Wenn die Demenz-Erkrankung zu einer Berufsunfähigkeit führt, gibt es in der Krankenversicherung zunächst einen Anspruch auf Krankengeld. Dieses wird jedoch nur maximal 78 Wochen gezahlt. Die Krankenkasse kann nach einer Reha verlangen, dass man in Rente geht. Hierfür muss überprüft werden, ob und in welchem Maße man pflegebedürftig ist. Die Pflegeversicherung übernimmt nicht automatisch die Zahlung nach der Diagnose Alzheimer. Um Leistungen zu erhalten, muss zunächst eine Pflegestufe beantragt werden. Voraussetzung für diese Pflegestufe ist entweder eine „erhebliche Pflegebedürftigkeit“ oder ein „erheblicher allgemeiner Betreuungsbedarf“. Auch mit den privaten Versicherungen gibt es bei einer Demenz-Diagnose oft Ärger. Viele Versicherungen, wie etwa die private Haftpflichtversicherung, lehnen die Zahlungen für demente Versicherte ab, da diese als „deliktunfähig“ eingestuft werden. Bei privaten Unfallversicherungen sind psychische Erkrankungen meist von Leistungen ausgeschlossen. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist in diesem Fall besonders wichtig. Sie ist bei einer Demenz-Erkrankung meist ein zuverlässiger Schutz, um Einkommenslücken auszugleichen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt in der Regel eine vertraglich festgelegte Rente, wenn der Beruf aufgrund einer Demenz-Erkrankung nicht mehr ausgeübt werden kann. Hier erfahren Sie mehr zu den Regelungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Dread-Disease-Versicherung als Alternative

Wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund von Vorerkrankungen abgelehnt wurde, so kann die Dread-Disease-Versicherung und die Grundfähigkeitspolice eine Alternative sein. Alzheimer ist ein typisches Risiko, das durch die Dread-Disease-Versicherung abgesichert werden kann.

So bleiben Sie geistig fit!

Bestimmte Formen von Demenz lassen sich durch einfache Übungen abschwächen, hinauszögern oder sogar verhindern. Fünf Tipps zur Bewahrung der geistigen Fitness:

  1. Gehirn-Jogging: Wenn die Gedächtnisleistung abnimmt, sollte man damit beginnen, das Arbeitsgedächtnis zu trainieren. Durch das Lösen von Sudoku, Kreuzworträtseln oder das einfache Auswendiglernen von bestimmten Daten können ihr Gehirn auf Trab halten.
  2. Sport: Um Demenz-Erkrankungen vorzubeugen, sollten Sie nicht nur mit dem Gehirn joggen, sondern der ganze Körper sollte fit gehalten werden. Besonders Sport, bei dem man ins Schwitzen gerät, fordert das Gehirn und wirkt sich positiv auf das Gedächtnis aus. Der „explorative“ Lebensstil, also der Entdeckungstrieb, sollte außerdem beibehalten werden, da Hirnareale, die von einer Demenz betroffen sind, ursprünglich dazu ausgelegt waren, fremde Umgebungen zu erkunden. Sport im Freien und besonders in Gebieten, in denen man sich noch nicht auskennt, ist ein optimales Training für das Gehirn.
  3. Ernährung: Gesunde Ernährung ist wichtig, um das Gehirn fit zu halten. Fast Food sollte vermieden werden, stattdessen sollten möglichst frische und vielfältige Lebensmittel verwendet werden.
  4. Soziale Kontakte: Auch in fortgeschrittenem Alter sollte möglichst der soziale Kontakt weiter gepflegt werden. Soziale Isolation kann zu Depressionen führen, die geistigen Verfall nach sich ziehen können.
  5. Hobbys: Um geistig fit zu bleiben, bietet sich besonders gut das Ausüben von Hobbys an. Beispielsweise das Erlernen eines Musikinstruments unterstützt die Gehirnleistung enorm, auch die Ausübung eines Hobbys zusammen mit anderen Menschen wirkt sich positiv auf die Gehirnleistung aus.

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