Berufsunfähigkeitsversicherung und Krebs

Berufsunfähigkeitsversicherung KrebsEine Krebserkrankung kann zu einer vorübergehenden oder gar zu einer dauerhaften Berufsunfähigkeit führen. Eine leistungsstarke BU-Versicherung ist dann die wichtigste Absicherung, denn die Berufsunfähigkeitsrente muss das entfallene Arbeitseinkommen ersetzen. Wer allerdings bereits an Krebs erkrankt ist und eine BU-Versicherung für die Zukunft abschließen will, sieht sich vor große Probleme gestellt. Da die Versicherer eine Gesundheitsprüfung durchführen (weitere Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsprüfung), dürfte es kaum möglich sein, mit dem Risikofaktor Krebs eine vernünftige BU-Versicherung zu finden.

Die Berufsunfähigkeitsrente als Einkommensersatz

Ist eine Krebserkrankung festgestellt, folgt in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung eine sofortige Behandlung. Diese Behandlung wird voraussichtlich zu gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen führen. Der Patient dürfte während dieser Zeit kaum in der Lage sein, seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Vielmehr wird regelmäßig eine vorübergehende Berufsunfähigkeit festgestellt, wenn die Dauer der Krankschreibung über den Zahlungszeitraum des Krankengeldes hinausgeht. Die BU-Rente dient dann als Ersatz für das Einkommen.

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So wichtig ist eine schnelle Leistung

Läuft die Zahlung des Krankengeldes, hat der Versicherte in der Regel einige Monate Zeit, eine Berufsunfähigkeitsrente bei seinem Versicherer zu beantragen. Dazu muss der behandelnde Mediziner eine Prognose abgeben, wie lange die Behandlung dauern wird und wie lange der Patient voraussichtlich arbeitsunfähig sein wird. Mit diesen Aussagen muss der Versicherte die Zahlung seiner BU-Rente anfordern. Mit dem Leistungsantrag sind mehrere Unterlagen einzureichen. Damit führt der Versicherer eine Leistungsprüfung durch. Um nach der Krankengeldzahlung sofort eine BU-Rente zu bekommen, darf der Versicherte keine Zeit verlieren.

Die Leistungsprüfung als größte Hürde

Bevor der Versicherer der Zahlung einer BU-Rente zustimmt, wird er seine Leistungspflicht prüfen. Dabei wird er auch kontrollieren, ob ihn überhaupt eine Leistungspflicht trifft. Hat sich nämlich der Versicherte einer sogenannten vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung schuldig gemacht oder andere Pflichten verletzt, wird der Versicherer die Leistung ablehnen. In jedem Fall ist die Prüfung seiner Leistungspflicht eine der größten Hürden, die der Versicherte in dieser Zeit zu überwinden hat.

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Vorübergehende oder dauerhafte Zahlung möglich

Die BU-Rente wird für die Dauer der diagnostizierten Berufsunfähigkeit gezahlt. In der Regel wird es sich um eine vorübergehende Frist handeln, denn eine Krebserkrankung kann heute dank modernster Medizin häufig geheilt werden. Deshalb ist der Versicherte irgendwann wieder arbeitsfähig und kann seinem Beruf wieder nachgeben. Doch auch bei einem dauerhaften Verlust der Arbeitskraft leistet eine BU-Versicherung die vereinbarte Rente und sichert so das finanzielle Überleben im Alltag.

Berufsunfaehigkeitsversicherung Krebs

Keine Antragsannahme bei Krebserkrankung

Gab es eine Krebserkrankung, die erfolgreich behandelt wurde, möchte man vielleicht eine BU-Versicherung abschließen, sofern diese bisher nicht bestand. Da allerdings jeder Versicherer eine Risikoprüfung durchführt, wird es nahezu aussichtslos sein, nach einer überstandenen Krebserkrankung noch eine BU-Versicherung zu erhalten. Vielmehr wird jeder Versicherer einen Antrag ablehnen, wenn aus den Gesundheitsfragen hervorgeht, dass in der Vergangenheit eine Krebserkrankung vorlag.

Einer Krebserkrankung vorbeugen – geht das?

Jedes Jahr erkranken rund 500.000 Menschen neu an Krebs. In etwa bei 5 bis 10 Prozent der Fälle von Krebserkrankungen sind die Veränderungen erblich bedingt. Es gibt allerdings eine Reihe von Faktoren, die Gene verändern und so die Entstehung von Krebs befördern können. Dementsprechend, kann das Krebsrisiko durch die Vermeidung dieser Faktoren gesenkt werden. Folgende Punkte können das Risiko an Krebs zu erkranken deutlich mindern:

  • nicht rauchen
  • Übergewicht vermeiden
  • tägliche Bewegung
  • ausreichend Obst und Gemüse essen
  • wenig Alkohol
  • nicht zu hoher Sonneneinstrahlung aussetzen

Junge Mädchen können durch eine HPV-Impfung ihr Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, deutlich senken.

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wird der Abschluss einer BU-Versicherung abgelehnt, kommt alternativ vielleicht eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung infrage. Hier wird der Verlust der Erwerbsunfähigkeit abgesichert. Sie erstreckt sich auf die Fähigkeit, am Erwerbsleben teilzunehmen. Nicht versichert wird dagegen die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit. Mit einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung können sich auch Arbeitskräfte mit überstandener Krebserkrankung unter Umständen sinnvoll absichern (Berufsunfähigkeitsversicherung Alternativen).