Berufsunfähigkeitsversicherung und Psychotherapie

Berufsunfähigkeitsversicherung PsychotherapieBeruflicher Stress kann auf Dauer größte gesundheitliche Auswirkungen haben. Im schlimmsten Fall erkranken die Betroffenen sogar an einem Burnout und sind dann nicht mehr in der Lage, ihrer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung nach einer Psychotherapie eine Leistung zu erbringen hat, wird vom Versicherer sorgfältig geprüft. Ebenso erfolgt eine genaue Gesundheitsprüfung, wenn man vor Vertragsabschluss bereits psychotherapeutisch behandelt wurde (Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsprüfung). Der Abschluss einer BU-Versicherung wird dann schwierig.

Psychische Leiden als Ursache für Berufsunfähigkeit

Nervlich-seelische Erkrankungen sind eine der häufigsten Ursachen für eine vorübergehende oder gar eine dauerhafte Berufsunfähigkeit. Stress im Berufsleben führt nicht selten zu psychischen Einschränkungen. Man ist dann weniger belastbar und einem herausfordernden Arbeitsalltag kaum noch gewachsen. Körperliche Beschwerden und massive psychische Probleme sind die Folge. Nicht selten kommt es dann sogar zur dauerhaften Unfähigkeit, noch voll am Berufsleben teilzunehmen.

Berufsunfähigkeit nach Burnout auf dem Vormarsch

In den vergangenen Jahren war eine zunehmende Tendenz zu beobachten, dass Krankheiten, wie Burnout oder Depressionen zu einer Berufsunfähigkeit führen. Noch vor wenigen Jahren machten Erkrankungen des Nervensystems eher einen geringen Anteil an den krankheitsbedingten Frühverrentungen aus. Heute stehen Burnout und andere nervliche Beschwerden an erster Stelle der Gründe dafür, dass Berufstätige ihrer Tätigkeit nicht mehr nachgehen können. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Frührentner sogar noch weiter steigen wird.

Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung zur Vorsorge

Ist ein Berufstätiger aufgrund dauerhafter nervlicher Belastungen nicht mehr in der Lage, seinen Beruf auszuüben, kann vom Arzt eine psychotherapeutische Behandlung angeordnet werden. Zeigt sie nicht die gewünschten Erfolge, wird er nach einer sechsmonatigen krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit eine Berufsunfähigkeit diagnostizieren. Diese kann vorübergehend oder dauerhaft sein. In diesem Fall entfällt das gewohnte Einkommen. Ein leistungsstarker Berufsunfähigkeitsschutz springt in diesem Fall ein und erbringt die Einkommensersatzleistung, auf die der Erkrankte dringend angewiesen ist (Machen Sie jetzt den Berufsunfähigkeitsversicherung Test.).

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Der Versicherer prüft seine Leistungspflicht

Bevor die Gesellschaft ihrer Verpflichtung auf Zahlung einer BU-Rente nachkommt, wird sie ihre Leistungspflicht genau analysieren. Insbesondere wird sie auch klären, wie lange der Patient voraussichtlich nicht arbeitsfähig sein wird. Je nach Tarif wird sie von einer Verweisung auf eine andere Berufstätigkeit Gebrauch machen. Der Betroffene steht in dieser Situation häufig vor der Schwierigkeit, psychisch nicht stabil genug zu sein, um sich mit dem detaillierten Beantragungsverfahren auseinanderzusetzen. Professionelle Unterstützung kann dann dringend erforderlich sein.

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Keine Berufsunfähigkeitsversicherung nach psychischer Behandlung

Wer noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat und bereits eine Psychotherapie hatte, muss diese Behandlung im Rahmen der Gesundheitsprüfung angeben. Alle Angaben zu Vorerkrankungen sowie die Gesundheitsfragen müssen unbedingt wahrheitsgemäß beantwortet werden (BU Gesundheitsprüfung).  Der Versicherer prüft im Rahmen der erwähnten Gesundheitsprüfung, ob er den Antrag auf Abschluss des Berufsunfähigkeitsschutzes annehmen will. Wird dann eine vorliegende psychische Erkrankung festgestellt, die bereits mit einer Psychotherapie behandelt wurde, hat die Versicherung das Recht, diesen Antrag abzulehnen.

Ein Tipp von Versicherungsmaklerin und BU-Expertin Katharina Krech

Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Psychotherapie?

Wer bereits mehrere Psychotherapien hinter sich hat oder gerade eine macht, hat nahezu keine Chance eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen.

Allerdings beginnen einige Versicherer zu differenzieren. Handelt es sich um ein wiederkehrendes Leiden oder eine einmalige Behandlung? Je, nach Inhalt und Umfang der Therapie, kann es also trotz Psychotherapie gelingen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Konsequenzen für den Versicherten

Neben der Ablehnung des Antrags kann ein Leistungsausschluss in Frage kommen. Die Versicherung leistet dann keine BU-Rente, wenn der Versicherte aufgrund psychischer Probleme berufsunfähig wird. Ob der Ausschluss von Leistungen aus Sicht des Versicherten akzeptabel ist, muss im Einzelfall überprüft werden. Auch kann die Versicherung einen Risikozuschlag verlangen, welcher den Beitrag für die Berufsunfähigkeitversicherung erhöht. Auch in diesem Fall muss der Versicherte gut abwägen, ob diese Prämie für ihn tragbar und zu akzeptieren ist.