Berufsunfähigkeitsversicherung

Auf lange Krankheit folgt häufig Armut. Es sei denn man hat vorgesorgt!

Wer aufgrund von gesundheitlichen Problemen seinen Beruf aufgeben muss, ist von großen und dauerhaften finanziellen Einbußen betroffen. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützen sich Arbeitnehmer vor dem finanziellen Ruin!

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Darum geht es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung springt ein, wenn der Versicherungsnehmer seinen Beruf aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht mehr ausüben kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob die gesundheitlichen Einschränkungen durch eine Krankheit oder durch einen Unfall verursacht wurden. Wichtig ist vor allem der Grad der Berufsunfähigkeit. Inhalt eines BU-Vertrages, der zwischen Versicherungsnehmer und Versicherungsgeber geschlossen wird, legt dabei in erster Linie drei Dinge fest:

  1. Welche berufliche Tätigkeit wird versichert?
  2. Bei welchen Erkrankungsgraden (BU-Grad) wird die Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt und gibt es Krankheiten, die vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind?
  3. Welche monatlichen Beiträge hat der Versicherungsnehmer zu zahlen, um im Leistungsfall die die gewünschte BU-Rente zu erhalten?

Wird im Vertrag nichts Gegenteiliges festgehalten, versichert eine Berufsunfähigkeitsversicherung immer den Beruf, der zuletzt ausgeübt wurde. Im Leistungsfall wird dann die vertraglich vereinbarte Rente ausgezahlt.

Zwei Gründe, warum die BU so wichtig ist

Es gibt reichlich gute Gründe eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen (mehr dazu unter 10 gute Gründe für die Berufsunfähigkeitsversicherung).

Die zwei wichtigsten Gründe sind jedoch:

Die BU leistet bei Berufsunfähigkeit: Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung geht es im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung nicht um die Arbeitsfähigkeit an sich, sondern um den ausgeübten Beruf. Das bedeutet, dass die BU sehr viel früher leistet als andere Versicherungen.

Verliert ein Chirurg beispielsweise, durch einen Unfall seine Hand, ist er berufsunfähig, da er nicht mehr operieren kann. Allerdings bedeutet das nicht unbedingt, dass er arbeitsunfähig ist. In einem solchen Fall leistet also nur die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die BU sichert den finanziellen Status: Die Haupteinnahmequelle der meisten Berufstätigen ist die finanzielle Entlohnung ihrer Arbeit sein. Das heißt, wenn diese Einnahmequelle aus gesundheitlichen Gründen wegfällt, folgen schnell finanzielle Probleme. Die Berufsunfähigkeitsrente springt in einem solchen Fall ein und sichert so den Lebensstandard.

Was passiert, wenn man berufsunfähig wird?

Wem eine Berufsunfähigkeit bescheinigt wird, der erhält aus der gesetzlichen Rentenversicherung maximal bis zu 32 Prozent des letzten Bruttoeinkommens – wenn überhaupt. Es gibt zahlreiche Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um bei Berufsunfähigkeit eine Auszahlung von der gesetzlichen Rentenkasse zu erhalten. So darf man beispielsweise keiner beruflichen Beschäftigung nachgehen (auch keiner geringfügigen) und muss vor Meldung der Berufsunfähigkeit mindestens fünf Jahre in die staatliche Rentenkasse eingezahlt haben.

Stichtag 1. Januar 1961

Vor allem Berufstätige, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, sollten sich nicht auf gesetzliche Leistungen verlassen. Sie haben nämlich keinen Anspruch mehr auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente. Sie können lediglich eine Erwerbsminderungsrente beantragen. Diese leistet allerdings erst, wenn der Betroffene keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen kann.

  • Teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn der Betroffene noch drei bis sechs Stunden täglich arbeiten kann, unabhängig von der Tätigkeit.
  • Volle Erwerbsminderung besteht erst, wenn der Arbeitnehmer nur noch weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann.

Der vorher ausgeübte Beruf spielt dabei keine Rolle. Solange der Betroffene irgendeine Tätigkeit länger als drei Stunden täglich ausüben kann, gilt er maximal als teilweise erwerbsgemindert. Hinzu kommt, dass selbst bei voller Erwerbsminderung und trotz überarbeiteter Zurechnungszeiten die gesetzlichen Leistungen meist deutlich unter dem Niveau der Grundsicherung liegen.

Das leistet eine private Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung versichert die Arbeitskraft. Das heißt, wer auf das Einkommen aus seiner Erwerbstätigkeit angewiesen ist, sollte seine Arbeitskraft absichern. Versicherte, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, können den gewohnten Lebensstandard auch bei eintretender Berufsunfähigkeit erhalten. Wie hoch die Auszahlung ausfällt und in welchen Fällen die Versicherung die Rente auszahlt, ist vom gewählten Tarif abhängig.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Wer profitiert?

Es gibt unzählige Versicherungsunternehmen, die Berufsunfähigkeitsversicherungen anbieten. Da es sich bei der BU um eine so genannte Risikoversicherung  handelt, erzielen die Versicherer einen enormen Gewinn, wenn es nicht zum Leistungsfall kommt. Andererseits entstehen den Anbietern hohe Kosten, wenn ein Versicherter beispielsweise mit 40 Jahren (nach nur fünfjähriger Versicherungszeit) berufsunfähig wird. Besteht die Berufsunfähigkeit bis zum Renteneintritt, muss die Versicherung über viele Jahre hinweg die vertraglich vereinbarte BU-Rente auszahlen.

Rechenbeispiel

Wie viel Geld erhält ein Versicherter, der im Alter von 40 Jahren berufsunfähig wird, von seiner Versicherung ausgezahlt?

  • BU-Rente: 1.000 Euro
  • Laufzeit: bis zum 67. Lebensjahr
  • Alter des bei BU: 40 Jahre
  • Leistungsdauer der Versicherung: 27 Jahre

Rechnung: 1.000 Euro*27 Jahre*12 Monate

Ergebnis: 324.000 Euro

Der Versicherte erhält im Verlauf der Leistungsdauer (wenn die Berufsunfähigkeit bis zum Ende der Laufzeit bestehen bleibt) insgesamt 324.000 Euro von seiner Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt.

Berufsunfähig: Was heißt das eigentlich?

Berufsunfähig ist wer, seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Die Ursachen dafür, warum ein Mensch nicht mehr in seinen Beruf nicht mehr arbeiten kann sind sehr vielfältig. Je nach Tätigkeit gibt es zum Teil anerkannte Berufskrankheiten. So ist die Sehnenscheidenentzündung eine typische Berufskrankheit unter Friseuren. Die Mehlallergie tritt, gehäuft bei Bäckern auf. Eine solche Berufskrankheit, auch wenn sie von entsprechender Stelle anerkannt wurde, führt jedoch nicht automatisch zur Berufsunfähigkeit. Die Versicherung wird in jedem Fall genau prüfen lassen, ob eine Berufsunfähigkeit besteht.

Für Versicherer zählt vor allem, dass mindestens eine 50 prozentige Berufsunfähigkeit vorliegt, die voraussichtlich länger als sechs Monate bestehen bleibt.

Der BU-Grad ist entscheidend

Der überwiegende Teil der Berufsunfähigkeitsversicherungen leistet ab einen Berufsunfähigkeitsgrad von 50 Prozent. Versicherte, die diesen Wert nicht erreichen, erhalten keine BU-Rente. Wichtig ist, dass sich die Berufsunfähigkeit immer auf den zuletzt ausgeübten Beruf bezieht.

Häufige Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind:

  • Psychische Erkrankungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (inkl. Skelett)
  • Tumor-Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs
  • Schädigungen des Herzens und/oder des Gefäßsystems

Neben den oben erwähnten BU-Ursachen gibt es viele weitere Gründe, warum man berufsunfähig werden kann. Die fünf aufgeführten Beispiele zählen jedoch mit Abstand zu den häufigsten Ursachen. Vor allem die psychischen Erkranken nehmen in den letzten Jahren stetig zu. Hier sind vor allem Depressionen und Burnout häufig der Grund, warum ein Erwerbstätiger aus dem Berufsleben ausscheidet.

Eine Berufsunfähigkeit muss nicht dauerhaft bestehen

Eine Berufsunfähigkeit muss nicht zwingend bedeuten, dass der Betroffene nie wieder in seinen Beruf zurückkehren kann. Eine Bandscheibenvorfall oder auch ein Burnout lassen sich behandeln, so dass eine Rückkehr ins gewohnte Leben nicht per se ausgeschlossen ist.

Die Berufsunfähigkeitsrente kann sich, gerade bei psychischen Ursachen zudem positiv auf den Heilungsprozess auswirken, da sich der Versicherte wenigstens keine Sorgen um seine finanzielle Situation machen muss.

Wie teuer ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt, da die Prämienhöhe von einer Vielzahl verschiedener Faktoren bestimmt wird. Neben der gewünschten Rentenhöhe spielen das Alter, der Gesundheitszustand und der ausgeübte Beruf entscheidende Rollen. Das Versicherungsunternehmen versucht abzuschätzen, wie hoch das Risiko ist, dass der Versicherungsnehmer tatsächlich berufsunfähig wird.

Daher kommt der Merksatz, je früher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger für den Versicherten.

Die Kosten-Faktoren im Kurz-Check

Das Alter

Je jünger man bei Vertragsschluss ist, desto geringer ist der Versicherungsbeitrag. Diese Faustregel begründet sich im Umstand, dass in der Regel junge Menschen gesünder sind als ältere (siehe auch Gesundheitszustand). Hinzu kommt die Möglichkeit, bereits als Schüler oder Student eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Diese Kundengruppen profitieren später von einer vorteilhaften Berufsgruppe. Denn diese bleibt auch bestehen, selbst wenn der Versicherte später beispielsweise einen handwerklichen oder anderen risikoreichen Beruf annimmt (weitere Informationen unter BU Berufswechsel).

Der Gesundheitszustand

Die Gesundheit und die Krankheitsgeschichte des Kunden spielen für die Versicherung eine große Rolle. Denn je schlechter der Gesundheitszustand des Versicherten ist, desto höher ist das Risiko, dass er während der Vertragslaufzeit berufsunfähig wird. Daher fragen die Unternehmen hier sehr genau nach. Neben bestehenden Vorerkrankungen werden auch durchgeführte Operationen und stationäre Aufenthalte abgefragt. Aber auch die Tatsache, ob der Betreffende raucht oder geraucht hat, beeinflusst die Prämienhöhe. Alle Daten rund um die Krankheitsgeschichte werden im Rahmen der Gesundheitsprüfung abgefragt.

Der Beruf

Hier ist der, zum Zeitpunkt des Vertragsabschluss ausgeübte Beruf entscheidend. Das heißt, wenn der Versicherte ursprünglich eine Ausbildung zum Tischler gemacht hat, jetzt aber einer reinen Bürotätigkeit nachgeht, wird die Versicherung seine jetzige Tätigkeit zur Berechnung des Versicherungsbeitrages heranziehen.

Die BU-Rente

Tatsache ist, je höher die Berufsunfähigkeitsrente, desto höher der zu zahlende Beitrag. Allerdings ist es ebenso eine Tatsache, dass eine zu niedrig angesetzte Rente dem Versicherten kaum etwas bringt, da sie im Zweifel mit einer eventuell nötigen Grundsicherung verrechnet wird. Daher ist es wichtig, ganz objektiv zu überlegen, welche laufenden Kosten, die Rente im Leistungsfall decken muss.

Gefahrenklassen in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung sind unter anderem abhängig von der Gefahrenklasse, in die der Versicherte von dem jeweiligen BU-Anbieter eingeteilt wird. Bestimmt wird die Gefahrenklasse vom ausgeübten Beruf. Dementsprechend unterscheiden sich die Kosten, die auf den Versicherten zukommen, je nachdem welcher Berufsgruppe der Betreffende zugerechnet wird.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Arbeitnehmer

Der größte Teil der Beschäftigten steht in einem Angestelltenverhältnis. Je nachdem ob sie einen kaufmännischen Beruf ausüben, bei dem sie den größten Teil der Arbeitszeit im Büro arbeiten oder beispielsweise ein Handwerker sind, der überwiegend draußen auf dem Bau tätig ist, wird der Versicherer sie in unterschiedliche Gefahrenklassen einteilen. So müssen häufig gerade Angestellte, die einen BU-Schutz besonders nötig haben so hohe Prämien zahlen, dass sie sich Versicherung kaum leisten können. Lesen Sie unter Berufsunfähigkeitsversicherung für Handwerker und Berufsunfähigkeitsversicherung für Pflegekräfte, wie Sie mit Hilfe unserer Versicherungsberater trotzdem einen BU-Schutz mit anständigen Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Personen mit Beamtenstatus

Für Beamte gibt es einige Sonderregelungen, die sie bei der Suche nach der passenden Berufsunfähigkeitsversicherung beachten müssen. So sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte zum Beispiel in jedem Fall eine Dienstunfähigkeitsklausel enthalten. Aufgrund der Besonderheiten gibt es eine Reihe von Anbietern, die sich auf die Absicherung von Beamten spezialisiert haben. Ein Vergleich der Anbieter hilft einen leistungsstarken Tarif zu finden.

Selbständige in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch für Selbständige immens wichtig. Verlieren sie ihre Arbeitskraft und können ihren Beruf nicht mehr ausüben, fällt sofort ihr gesamtes Einkommen weg, da sie nicht auf den gesetzlichen Schutz bauen können. Sie sollten besonders darauf achten, dass ihre BU-Rente nicht zu niedrig ist, da sie beispielsweise weiter Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen.

Was man vor Vertragsabschluss wissen sollte

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Absicherung, die auf eine lange Laufzeit angelegt ist. Daher ist es wichtig den Vertrag und seine Einzelheiten gründlich zu prüfen. Denn der auch der Versicherer wird sich Zeit nehmen die Unterlagen des Antragstellers zu untersuchen. Lesen Sie hier, wie Sie Prüfzeiträume verkürzen können und worauf sie außerdem vor dem Unterzeichnen des BU-Vertrages achten sollten.

Eventuelle Wartezeiten beachten

In vielen Fällen erhält der Versicherungsnehmer die erste Auszahlung der Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn der Beruf sechs Monate ohne Unterbrechung nicht ausgeübt werden konnte. Häufig ist dieser Zeitraum vollkommen ausreichend, da viele Arbeitnehmer zunächst weiter von ihrem Arbeitgeber bezahlt werden oder zumindest Krankengeld beziehen.

Selbstständige haben hier allerdings ein erhöhtes Risiko und sollten über eine zusätzliche Krankentagegeldversicherung nachdenken, die diese Lücke schließt.

Lange Prüfungszeiten möglich

Je höher die angestrebte Rente im Versicherungsfall, desto gründlicher prüfen die Versicherer die Rahmenbedingungen vor Vertragsabschluss (in erster Linie: den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers). Das bedeutet, dass die Prüfungsdauer vor dem Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung recht lang ausfallen kann.

Der Versicherungsnehmer kann allerdings selbst dazu beitragen, dass sich die Prüfungszeit nicht unnötig in die Länge zieht. Auskünfte bei der Krankenkasse und bei den behandelnden Ärzten über sämtliche Behandlungen in den letzten Jahren können zum Beispiel ohne Aufforderung selbst eingeholt werden. Diese Auskünfte wird der Versicherer spätestens anfordern, wenn der Versicherungsfall eingetreten ist.

Falsche Angaben gefährden Versicherungsschutz

Nahezu jeder BU-Versicherer verlangt eine so genannte Gesundheitsprüfung bevor den Vertrag bewilligt. Diese ist je nach Anbieter unterschiedlich gestaltet. So gibt es zum Teil deutliche Unterschiede bei den Betrachtungszeiträumen. Dieser liegt normalerweise zwischen fünf und zehn Jahren.

Beachten Sie: Wenn diese Auskünfte mit den Angaben, die beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung gemacht wurden, nicht übereinstimmen, kann der Versicherer die Auszahlung verweigern.

Wahrheitsgemäße Angaben sind ausgesprochen wichtig: Der Versicherungsschutz erlischt, wenn der Versicherungsnehmer zum Beispiel Vorerkrankungen verheimlicht oder nicht wahrheitsgemäß angegeben hat. In so einem Fall wird die Berufsunfähigkeitsrente nicht ausgezahlt!

So verlockend es auch sein mag, gerade kleinere Blessuren unter den Tisch fallen zu lassen: Der Versicherungsnehmer tut sich damit keinen Gefallen. Wer auch nur kleinere gesundheitliche Probleme verschweigt, muss damit rechnen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung im Ernstfall entweder teilweise oder überhaupt nicht leistet.

Ein Tipp von Versicherungsmaklerin und BU-Expertin Katharina Krech

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte und im Verlauf seines Lebens bereits Operationen hatte oder eine Therapie gemacht hat, sollte auch auf die Betrachtungszeiträume der Versicherer achten. Diese liegen für Psychotherapien üblicherweise bei fünf Jahren. Bei Operationen verlangen die Versicherer häufig alle Daten aus den letzten zehn Jahren.

Hier kann es sich günstig auf die Prämien auswirken, wenn man einen BU-Vertrag erst abschließt, wenn die Therapie oder die letzte Operation länger zurückliegt.

Unterschiedliche BU-Tarife machen Vergleich unumgänglich

Die Anbieter für Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheiden sich im Leistungsumfang zum Teil recht deutlich. Für Versicherungsnehmer sind diese Unterschiede allerdings kaum zu überschauen.

Sprechen Sie nach Möglichkeit frühzeitig einen Versicherungskaufmann an, der Ihnen die verschiedenen Angebote erläutert, offene Fragen beantwortet und ggf. bei der Einreichung der notwendigen Unterlagen hilft (s. a.: Berufsunfähigkeitsversicherung-Vergleich). So minimieren Sie zugleich das Risiko, dass die gemachten Angaben fehlerhaft oder unvollständig sind.

BU-Beiträge stetig anpassen lohnt sich

Es mag zunächst merkwürdig erscheinen, doch macht es für den Versicherungsnehmer durchaus Sinn, wenn die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung regelmäßig angehoben werden. Denn mit höheren Beiträgen steigen auch die Rentenansprüche im Versicherungsfall.

Dieses ist besonders für jüngere Arbeitnehmer interessant, die damit rechnen können, im Laufe des Berufslebens eine stetig steigendes Einkommen zu beziehen. In jungen Jahren, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit noch vergleichsweise gering ist, sind die Beiträge also noch niedrig, während mit steigendem Einkommen (und steigenden BU-Beiträgen) die zu erwartende Auszahlung steigt.

Vermeiden Sie eine zu niedrige Berufsunfähigkeitsrente

Während bei der Altersvorsorge durchaus das Motto gelten darf “Wenig ist besser als garnichts”, sieht es bei der Berufsunfähigkeit anders aus. Denn muss der Versicherungsnehmer im Fall der Fälle auf die staatliche Grundsicherung zurückgreifen, wird die Rente der privat abgeschlossenen BU mit den Sozialleistungen verrechnet. Der Versicherungsnehmer hat also unter Umständen die Beiträge jahrelang umsonst gezahlt.

Als Faustregel gilt: Ein Vertrag mit einer angepeilten BU-Rente von unter 1.000 Euro macht nur wenig Sinn. Eine Ausnahme: die bereits erwähnten Berufseinsteiger, die im Laufe ihres Arbeitslebens die Beiträge nach und nach anheben möchten.

Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung pünktlich zahlen

Wer die monatlichen Raten der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlt (entweder verspätet oder überhaupt nicht), riskiert die fristlose Kündigung des Vertrags durch den Versicherungsgeber.

Dieser Aspekt kann wichtig werden, wenn der Arbeitnehmer die Auszahlung aufgrund von gesundheitlichen Problemen zwar bereits beantragt hat, die Police aufgrund der Prüfungsphase allerdings noch nicht ausgezahlt wird. In diesem Zeitraum muss der Versicherungsnehmer die Raten weiter zahlen – natürlich auch, wenn aufgrund der Erkrankung keine Einkünfte erzielt werden.
Solange die Berufsunfähigkeit nicht bescheinigt ist, gilt der Versicherungsnehmer als gesund und muss die Beiträge regulär begleichen! Wird die Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt, werden die Raten dieser Prüfungsphase an den Versicherungsnehmer zurückgezahlt.

Vertrag ruhen lassen

Beachten Sie: Einige Anbieter erlauben es, dass die Raten in der Prüfungsphase ausgesetzt werden! Ihr Versicherungskaufmann teilt Ihnen mit, bei welchen BU-Tarifen dies der Fall ist. Sollte die Auszahlung von der Versicherung allerdings verweigert werden, müssen die gestundeten Beiträge vom Versicherungsnehmer nachgezahlt werden.

Zusätzliche rechtliche Absicherung beachtenswert

Wenn aufgrund besonderer Umstände bereits im Vorfeld Probleme mit der Auszahlung befürchtet werden, lohnt sich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung (RSV). Dabei gilt es zu beachten, dass Rechtsschutzversicherungen mit einer Wartezeit versehen sind! In der Regel muss eine RSV mindestens drei Monate vor der Unterzeichnung der Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden, damit die Versicherung bei Rechtsstreitigkeiten in Anspruch genommen werden kann.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung im Test

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine äußerst komplexe Absicherung, bei der es viele Einzelheiten zu beachten gilt. Da Versicherer den BU-Vertrag sehr individuell an den jeweiligen Versicherungsnehmer anpassen, ist es schwierig generelle Aussagen zu treffen, welcher Anbieter das beste Produkt bietet.

Eine erste Orientierung können die Ergebnisse der verschiedenen Berufsunfähigkeitsversicherung Tests, zum Beispiel von Stiftung Warentest, softfair und Franke und Bornberg bieten.

Arbeitsweise von Softfair und Co.

Die Ratingagenturen arbeiten zum Teil sehr unterschiedlich. Einige bewerten die BU-Tarife hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Berufsgruppen, andere achten ganz allgemein auf die gebotenen Leistungen und gehen dabei nicht auf einzelne Berufe ein.
Wichtig ist, dass die Testinstitute unabhängig arbeiten. Nur dann kann man sich als Verbraucher auf ein objektives Ergebnis verlassen.

Die meisten Ratingagenturen erstellen ihre Bewertungen ausschließlich aufgrund rechtsverbindlicher Daten, wie den Versicherungsbedingungen und verzichten gänzlich auf Selbstauskünfte der Versicherer.

Auf gute Bewertungen achten

Wie oben beschrieben gibt es zahlreiche bekannte Prüfstellen, die die Tarife und Anbieter regelmäßig unter die Lupe nehmen (Berufsunfähigkeitsversicherungen im Test). Achten Sie unbedingt auf diese Bewertungen, nicht zuletzt auch wegen den Prüfungsphasen vor Vertragsunterzeichnung und im Versicherungsfall.

Es gibt Versicherer die sich hier ausgesprochen kulant verhalten, während es auch Anbieter gibt, die hier eher zögerlich agieren. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit einem Versicherungskaufmann, der einen guten Marktüberblick hat und die wichtigsten Testergebnisse kennt.

 

Die Anbieter im Vergleich

Die Berufsunfähigkeitsversicherung Anbieter unterscheiden sich teilweise erheblich, sowohl hinsichtlich der Leistungen, die sie anbieten, als auch in Bezug auf die Beitragshöhe. Es gibt eine Reihe von Klauseln und Regelungen, die einen empfehlenswerten von einem weniger guten Versicherer unterscheiden.

Diese BU Klauseln machen den Unterschied

Wer eine BU abschließen möchte, sollte einen genauen Blick auf die Berufsunfähigkeitsversicherung Klauseln und Regelungen werfen. Wichtig ist, dass der BU-Vertrag keine abstrakte Verweisung enthält. Manche Anbieter verstecken eine solche abstrakte Verweisung geschickt in den Vertragsklauseln, so dass ein Laie sie kaum finden kann.
es weiteren sollte ein empfehlenswerter Vertrag auch eine Regelung zur Leistungspflicht des Versicherers im Fall einer Pflegebedürftigkeit enthalten.
Auch Nachversicherungsgarantien und die Beitragsdynamik sind wichtig, vor allem wenn man die BU bereits in jungen Jahren abschließt.
Gute BU-Verträge bieten darüber hinaus die Möglichkeit den Vertrag für eine gewisse Zeit ruhen zu lassen. So verliert man den BU-Schutz nicht gleich, wenn es beispielsweise durch Arbeitslosigkeit zu finanziellen Engpässen kommt.

Neben den erwähnten Beispielen gibt es weitere Klauseln, die nur für einige Berufe eine Rolle spielen (z.B. die Infektionsklausel für Ärzte).

Berufsunfähigkeitsversicherung auch nach Abschluss regelmäßig prüfen

Der Markt für Berufsunfähigkeitsversicherung ist immer in Bewegung – die BU-Anbieter passen die Leistungsumfänge ihrer Tarife regelmäßig an. Für Versicherungsnehmer bedeutet dieses, dass es sich auch nach Abschluss einer BU immer wieder lohnen kann, nach günstigen Angeboten Ausschau zu halten.

Tipp: Gerade wenn das Renteneintrittsalter noch fern ist, kann ein günstigerer Tarif viele tausende Euro einsparen. Fachleute empfehlen, laufende Versicherungen etwa alle zwei Jahre mit aktuellen Angeboten zu vergleichen.

Mitunter hat der Anbieter, bei dem die Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wurde, mittlerweile günstigere Tarife im Programm. In diesem Fall ist eine so genannte Nachversicherungsgarantie von Vorteil, die bei Vertragsabschluss mit abgeschlossen wird. So lassen sich bestehende Verträge kostengünstig oder gar vollständig ohne Zusatzkosten anpassen. Diese Garantie empfiehlt sich auch für Versicherungsnehmer, bei denen zu erwarten ist, dass sich die Lebenssituation im Laufe der nächsten Jahre ändert, zum Beispiel durch Heirat, Nachwuchs oder Hausbau.

Steuerliche Vorteile nutzen

Tipp: Prüfen Sie, ob Sie steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen können. Denn unter bestimmten Voraussetzungen können auch BU-Beiträge beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Eine wichtige Voraussetzung dabei sind die Beiträge für Kranken- und gesetzliche Pflegeversicherung, die ebenfalls in die Steuererklärung aufgenommen werden sollen. Liegen diese Beiträge nicht über 1.900 Euro (bei Angestellten) bzw. nicht über 2.800 Euro (bei Selbstständigen), können auch die BU-Beiträge für eine Steuererleichterung sorgen.

Gibt es Alternativen zu BU?

Der Versicherungsmarkt ist groß und es gibt zahlreiche Versicherungen, die Verbraucher abschließen können, um im Fall von Krankheit oder Unfall vorzusorgen. Diese reichen von der Erwerbsunfähigkeitsversicherung, über die Dread-Disease-Versicherung und Multi-Risk Policen bis hin zur klassischen Unfallversicherung. Die Experten sind sich allerdings einig, dass keine der erwähnten Versicherungen eine wirkliche Alternative zu Berufsunfähigkeitsversicherung darstellt. Entweder leisten sie erst sehr viel später als eine BU oder ihre Leistungspflichten sind sehr viel stärker begrenzt. So zum Beispiel bei der Dread-Disease-Versicherung, bei der nur bestimmte Krankheiten abgedeckt sind.

Was tun, wenn man keine Bu bekommt?

Leider bekommt nicht jeder Berufstätige, der eine BU abschließen möchte auch einen Vertrag. Daher müssen einige gezwungenermaßen auf eine andere Versicherung ausweichen. Allerdings empfiehlt es sich, in jedem Fall einen Versicherungsexperten zu Rate zu ziehen. Eventuell gelingt es ihm, dank seines Fachwissens, doch noch einen geeigneten BU-Tarif zu finden. Wenn nicht, kann er Sie jedoch zumindest beraten, welche Versicherung die beste Alternative ist.

Lassen Sie sich von unseren Versichersexperten beraten und kontaktieren Sie uns gern persönlich – unverbindlich und kostenfrei: 030 – 120 82 82 8 (Mo – Fr: 9 – 18 Uhr) oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen

Wer seine Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen möchte, sollte sich vorher beraten lassen, da eine Kündigung mit einigen Nachteilen verbunden ist.

Auch wenn man sich beispielsweise über eine Anhebung der Versicherungsbeiträge ärgert, kann es andere Wege geben, die eine bessere Alternative darstellen. Möglich ist beispielsweise der Wechsel in einen anderen Tarif innerhalb des Versicherungsunternehmens.

Anbieterwechsel

Der Nachteil eines Anbieterwechels besteht vor allem darin, dass die bereits geleisteten Zahlungen verloren gehen. Hinzu kommt, dass der neue Versicherer, eine neue Gesundheitsprüfung verlangt. Wurde der Betreffende in der Zwischenzeit operiert oder hat sich der Gesundheitszustand verschlechtert, kann es sein, dass die Prämien höher ausfallen oder der neue Versicherer einige Krankheiten vom Versicherungsschutz ausschließt.
Diese Überlegungen entfallen natürlich, wenn man keine neue BU abschließen möchte, allerdings gilt auch in diesem Fall, dass die gezahlten Beiträge verfallen.

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