Berufsunfähigkeitsversicherung

Auf Krankheit folgt häufig Armut – wenn man nicht vorgesorgt hat. Wer aufgrund von gesundheitlichen Problemen seinen Beruf aufgeben muss, ist von großen und dauerhaften finanziellen Einbußen bedroht.

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützen sich Arbeitnehmer vor dem finanziellen Ruin. Die Fachleute von berufsunfähigkeitsversicherungen-heute.de unterstützen Versicherungsnehmer bei der Auswahl des richtigen Tarifs und helfen bei der Einreichung der notwendigen Unterlagen – kostenfrei und unverbindlich.

Fordern Sie direkt einen kostenfreien und unverbindlichen Tarifvergleich einer Auswahl aktueller Tarife an. Oder kontaktieren Sie uns gern persönlich – unverbindlich und kostenfrei: 030 – 922 77 527 (Mo – Fr: 9 – 18 Uhr) oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Darum geht es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung springt ein, wenn der Versicherungsnehmer seinen Beruf aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht mehr ausüben kann und kein Gehalt mehr bezieht. Versicherungsnehmer und Versicherungsgeber legen dabei in erster Linie zwei Dinge fest:

  1. Bei welchen Erkrankungen (und bei welchen Erkrankungsgraden) die Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt wird.
  2. Welche monatlichen Beiträge der Versicherungsnehmer zahlen muss, um die gewünschte Auszahlungshöhe zu erhalten.

Wenn im Vertrag nichts Gegenteiliges festgehalten wird, versichert eine Berufsunfähigkeitsversicherung immer den Beruf, der zuletzt ausgeübt wurde. Ausgezahlt wird dann eine sogenannte Berufsunfähigkeitsrente.

Das leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Wem Berufsunfähigkeit bescheinigt wurde, erhält aus der gesetzlichen Rentenversicherung höchstens 32 Prozent des letzten Bruttoeinkommens – wenn überhaupt. Es gibt zahlreiche Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um bei Berufsunfähigkeit eine Auszahlung von der gesetzlichen Rentenkasse zu erhalten. So darf man beispielsweise keiner beruflichen Beschäftigung nachgehen (auch keiner geringfügigen) und muss vor Meldung der Berufsunfähigkeit mindestens fünf Jahre in die staatliche Rentenkasse eingezahlt haben.

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann man den gewohnten Lebensstandard auch bei Berufsunfähigkeit erhalten. Wie hoch die Auszahlung ausfällt und in welchen Fällen ausgezahlt wird, ist vom gewählten Tarif abhängig.

Häufige Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind:

  • Psychische Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (inkl. Skelett)
  • Tumor-Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs
  • Schädigungen des Herzens und/oder des Gefäßsystems

In einigen Fällen kann auch der Grad der Berufsunfähigkeit darüber entscheiden, ob und in welcher Höhe die Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt wird.

Eventuelle Wartezeiten beachten

In vielen Fällen erhält der Versicherungsnehmer die erste Auszahlung der Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn der Beruf sechs Monate ohne Unterbrechung nicht ausgeübt werden konnte. Häufig ist dieser Zeitraum vollkommen ausreichend, da viele Arbeitnehmer zunächst weiter von ihrem Arbeitgeber bezahlt werden oder zumindest Krankengeld beziehen.

Selbstständige haben hier allerdings ein erhöhtes Risiko und sollten über eine zusätzliche Krankentagegeldversicherung nachdenken, die diese Lücke schließt.

Was man vor Vertragsabschluss wissen sollte

Lange Prüfungszeiten möglich

Je höher die angestrebte Rente im Versicherungsfall, desto gründlicher prüfen die Versicherer die Rahmenbedingungen vor Vertragsabschluss (in erster Linie: den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers). Das bedeutet, dass die Prüfungsdauer vor dem Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung recht lang ausfallen kann.

Der Versicherungsnehmer kann allerdings selbst dazu beitragen, dass sich die Prüfungszeit nicht unnötig in die Länge zieht. Auskünfte bei der Krankenkasse und bei den behandelnden Ärzten über sämtliche Behandlungen in den letzten Jahren können zum Beispiel ohne Aufforderung selbst eingeholt werden. Diese Auskünfte wird der Versicherer spätestens anfordern, wenn der Versicherungsfall eingetreten ist.

Beachten Sie: Wenn diese Auskünfte mit den Angaben, die beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung gemacht wurden, nicht übereinstimmen, kann der Versicherer die Auszahlung verweigern.

Falsche Angaben gefährden Versicherungsschutz

Wahrheitsgemäße Angaben sind ausgesprochen wichtig: Der Versicherungsschutz erlischt, wenn der Versicherungsnehmer zum Beispiel Vorerkrankungen verheimlicht oder nicht wahrheitsgemäß angibt. In so einem Fall wird die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht ausgezahlt!

So verlockend es auch sein mag, gerade kleinere Blessuren unter den Tisch fallen zu lassen: Der Versicherungsnehmer tut sich damit keinen Gefallen. Wer auch nur kleinere gesundheitliche Probleme verschweigt, muss damit rechnen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung im Ernstfall entweder teilweise oder überhaupt nicht ausgezahlt wird.

Unterschiedliche BU-Tarife machen Vergleich unumgänglich

Die Anbieter für Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheiden sich im Leistungsumfang zum Teil recht deutlich. Für Versicherungsnehmer sind diese Unterschiede allerdings kaum zu überschauen.

Sprechen Sie nach Möglichkeit frühzeitig einen Versicherungskaufmann an, der Ihnen die verschiedenen Angebote erläutert, offene Fragen beantwortet und ggf. bei der Einreichung der notwendigen Unterlagen hilft (s. a.: Berufsunfähigkeitsversicherung-Vergleich). So minimieren Sie zugleich das Risiko, dass die gemachten Angaben fehlerhaft oder unvollständig sind.

BU-Beiträge stetig anpassen lohnt sich

Es mag zunächst merkwürdig erscheinen, doch macht es für den Versicherungsnehmer durchaus Sinn, wenn die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung regelmäßig angehoben werden. Denn mit höheren Beiträgen steigen auch die Rentenansprüche im Versicherungsfall.

Dieses ist besonders für jüngere Arbeitnehmer interessant, die damit rechnen können, im Laufe des Berufslebens eine stetig steigendes Einkommen zu beziehen. In jungen Jahren, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit noch vergleichsweise gering ist, sind die Beiträge also noch niedrig, während mit steigendem Einkommen (und steigenden BU-Beiträgen) die zu erwartende Auszahlung steigt.

Vermeiden Sie eine zu niedrige Berufsunfähigkeitsrente

Während bei der Altersvorsorge durchaus das Motto gelten darf “Wenig ist besser als garnichts”, sieht es bei der Berufsunfähigkeit anders aus. Denn muss der Versicherungsnehmer im Fall der Fälle auf die staatliche Grundsicherung zurückgreifen, wird die Rente der privat abgeschlossenen BU mit den Sozialleistungen verrechnet. Der Versicherungsnehmer hat also unter Umständen die Beiträge jahrelang umsonst gezahlt.

Als Faustregel gilt: Ein Vertrag mit einer angepeilten BU-Rente von unter 1.000 Euro macht nur wenig Sinn. Eine Ausnahme: die bereits erwähnten Berufseinsteiger, die im Laufe ihres Arbeitslebens die Beiträge nach und nach anheben möchten.

Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung pünktlich zahlen

Wer die monatlichen Raten der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlt (entweder verspätet oder überhaupt nicht), riskiert die fristlose Kündigung des Vertrags durch den Versicherungsgeber.

Dieser Aspekt kann wichtig werden, wenn der Arbeitnehmer die Auszahlung aufgrund von gesundheitlichen Problemen zwar bereits beantragt hat, die Police aufgrund der Prüfungsphase allerdings noch nicht ausgezahlt wird. In diesem Zeitraum muss der Versicherungsnehmer die Raten weiter zahlen – natürlich auch, wenn aufgrund der Erkrankung keine Einkünfte erzielt werden.
Solange die Berufsunfähigkeit nicht bescheinigt ist, gilt der Versicherungsnehmer als gesund und muss die Beiträge regulär begleichen! Wird die Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt, werden die Raten dieser Prüfungsphase an den Versicherungsnehmer zurückgezahlt.

Beachten Sie: Einige Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherung erlauben es, dass die Raten in der Prüfungsphase ausgesetzt werden! Ihr Versicherungskaufmann teilt Ihnen mit, bei welchen Berufsunfähigkeitsversicherungen dieses der Fall ist. Sollte die Auszahlung von der Versicherung allerdings verweigert werden, müssen die gestundeten Beiträge vom Versicherungsnehmer nachgezahlt werden.

Zusätzliche rechtliche Absicherung beachtenswert

Wenn aufgrund besonderer Umstände bereits im Vorfeld Probleme mit der Auszahlung befürchtet werden, lohnt sich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung (RSV). Dabei gilt es zu beachten, dass Rechtsschutzversicherungen mit einer Wartezeit versehen sind! In der Regel muss eine RSV mindestens drei Monate vor der Unterzeichnung der Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen sein, damit die Versicherung bei Rechtsstreitigkeiten in Anspruch genommen werden kann.

Berufsunfähigkeitsversicherung auch nach Abschluss regelmäßig prüfen

Der Markt für Berufsunfähigkeitsversicherung ist immer in Bewegung – die BU-Anbieter passen die Leistungsumfänge ihrer Tarife regelmäßig an. Für Versicherungsnehmer bedeutet dieses, dass es sich auch nach Abschluss einer BU immer wieder lohnen kann, nach günstigen Angeboten Ausschau zu halten.

Tipp: Gerade wenn das Renteneintrittsalter noch fern ist, kann ein günstigerer Tarif viele tausende Euro einsparen. Fachleute empfehlen, laufende Versicherung etwa alle zwei Jahre mit aktuellen Angeboten zu vergleichen.

Mitunter hat der Anbieter, bei dem die Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wurde, mittlerweile günstigere Tarife im Programm. In diesem Fall ist eine s. g. Nachversicherungsgarantie von Vorteil, die bei Vertragsabschluss mit abgeschlossen wird. Mit der Nachversicherungsgarantie lassen sich bestehende Verträge kostengünstig oder gar vollständig ohne Zusatzkosten anpassen. Diese Garantie empfiehlt sich auch für Versicherungsnehmer, bei denen zu erwarten ist, dass sich die Lebenssituation im Laufe der nächsten Jahre ändert, durch zum Beispiel Heirat, Nachwuchs oder Hausbau.

Auf gute Bewertungen achten

Es gibt zahlreiche bekannte Prüfstellen, die die Tarife und Anbieter regelmäßig unter die Lupe nehmen (Berufsunfähigkeitsversicherungen im Test). Achten Sie unbedingt auf diese Bewertungen, nicht zuletzt auch wegen den Prüfungsphasen vor Vertragsunterzeichnung und im Versicherungsfall.

Es gibt Versicherer die sich hier ausgesprochen kulant verhalten, während es auch Anbieter gibt, die sich hier eher zögerlich verhalten. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit einem Versicherungskaufmann, der einen guten Marktüberblick hat und die wichtigsten Testergebnisse kennt.

Tipp: Prüfen Sie, ob Sie steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen können. Denn unter Bestimmten Voraussetzungen können auch BU-Beiträge beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Eine wichtige Voraussetzung dabei sind die Beiträge für Kranken- und gesetzliche Pflegeversicherung, die ebenfalls in die Steuererklärung aufgenommen werden sollen. Liegen diese Beiträge nicht über 1.900 Euro (bei Angestellten) bzw. nicht über 2.800 Euro (bei Selbstständigen), können auch die BU-Beiträge für eine Steuererleichterung sorgen.

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