Berufsunfähigkeitsversicherung – Test und Vergleich 2019

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützen sich Angestellte, Selbstständige und Beamte vor den finanziellen Folgen von Unfall und Krankheit. Auch Studenten und Auszubildende können sich absichern.
  • Die BU ersetzt bei einer längeren Auszeit im Beruf das Einkommen. Der Versicherungs­nehmer kann seinen Lebensstandard halten.
  • Versicherungen im Test: Rating-Agentur Franke und Bornberg vergibt 3x die Bestnote im Basis-Tarif – FFF – „hervorragend“ für Tarife von HDI, Allianz und Provinzial NordWest.
  • Grundsätzlich gilt: Je früher eine private Absicherung vereinbart wird, desto niedriger fallen die Kosten aus.
  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird auf die Bedürfnisse von bestimmten Berufsgruppen angepasst – vom Büro-Angestellten bis zum Handwerker.
  • Während die gesetzliche Absicherung lediglich etwa 30 Prozent des letzten Nettoeinkommens absichert, kann eine leistungsstarke BU bis zu 80 Prozent des ursprünglichen Einkommens abdecken.

Berufsunfähigkeitsversicherung – so einfach funktioniert sie

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine der wichtigsten Absicherungen, weil sie die eigene Arbeitskraft absichert. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst für sein Einkommen sorgen kann, ist auf staatliche Unterstützung angewiesen. Was passiert dann? Die gesetzliche Absicherung in diesem Fall, die sogenannte Erwerbsminderungsrente, reicht für die meisten Personen nicht aus, weil sie nur ca. ein Drittel des Gehalts absichert: Der gewohnte Lebensstandard kann ohne eine zusätzliche Vorsorge nicht gehalten werden. Ein Beispiel: sie haben bislang 3.000 Euro brutto verdient und bekommen gesetzlich abgesichert nur 1.000 Euro monatlich. Die Berufsunfähigkeitsversicherung schließt diese Lücke, in diesem Fall von 2.000 Euro und sorgt dafür, dass neben den gesundheitlichen Problemen keine finanziellen Sorgen dazu kommen. Lesen Sie anschließend, was eine BU kostet, welche die besten sind und worauf Sie beim Abschluss unbedingt achten müssen.

Was genau passiert, wenn man berufsunfähig wird?

Wem eine Berufsunfähigkeit bescheinigt wird, der erhält aus der gesetzlichen Rentenversicherung maximal ein Drittel des letzten Bruttoeinkommens. Aber: Es gibt zahlreiche Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um bei Berufsunfähigkeit eine Auszahlung von der gesetzlichen Rentenkasse zu erhalten. So darf man beispielsweise keiner beruflichen Beschäftigung nachgehen (auch keiner geringfügigen) und muss vor Meldung der Berufsunfähigkeit mindestens fünf Jahre in die staatliche Rentenkasse eingezahlt haben.

Berufsunfähig: Was heißt das eigentlich?

Berufsunfähig ist, wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Die Ursachen dafür, warum ein Mensch nicht mehr in seinen Beruf nicht mehr arbeiten kann sind sehr vielfältig. Je nach Tätigkeit gibt es zum Teil anerkannte Berufskrankheiten. So ist die Sehnenscheidenentzündung eine typische Berufskrankheit unter Friseuren. Die Mehlallergie tritt, gehäuft bei Bäckern auf. Und bei Bautätigkeiten sind es oftmals der Rücken oder das Knie, welche Sorgen bereiten. Für Versicherer zählt vor allem, dass mindestens eine 50-prozentige Berufsunfähigkeit vorliegt, die voraussichtlich länger als sechs Monate bestehen bleibt.

Häufige Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind:

  • Psychische Erkrankungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (inkl. Skelett)
  • Tumor-Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs
  • Schädigungen des Herzens und/oder des Gefäßsystems[/box]

Grafik Ursachen Berufsunfähigkeit

Neben den oben erwähnten Ursachen gibt es viele weitere Gründe, warum man berufsunfähig werden kann. Die fünf aufgeführten Beispiele zählen jedoch mit Abstand zu den häufigsten Ursachen. Vor allem die psychischen Erkranken nehmen in den letzten Jahren stetig zu. Hier sind vor allem Depressionen und Burnout häufig der Grund, warum ein Erwerbstätiger aus dem Berufsleben ausscheidet.

Eine Berufsunfähigkeit muss nicht dauerhaft bestehen

Eine Berufsunfähigkeit muss nicht zwingend bedeuten, dass der Betroffene nie wieder in seinen Beruf zurückkehren kann. Eine Bandscheibenvorfall oder auch ein Burnout lassen sich behandeln, so dass eine Rückkehr ins gewohnte Leben nicht per se ausgeschlossen ist. Die Berufsunfähigkeitsrente kann sich, gerade bei psychischen Ursachen zudem positiv auf den Heilungsprozess auswirken, da sich der Versicherte wenigstens keine Sorgen um seine finanzielle Situation machen muss.

Wann ist die Absicherung mit einer BU sinnvoll?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für jeden sinnvoll, der von seinem Gehalt abhängig ist. Bricht dieses weg, so zahlt der Staat in der Regel nicht mehr als ein Drittel des Gehalts als Erwerbsminderungsrente.
Jeder fünfte wird berufsunfähig. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit für die Nutzung der Berufsunfähigkeitsversicherung ist enorm hoch. Und die Lücke, die dann in der eigenen Haushaltskasse entsteht ist noch viel größer. Mehrere tausend Euro fehlen dann oftmals im Monat. Der Irrglaube ist, dass nur Berufe, in denen körperlich gearbeitet wird, von Berufsunfähigkeit betroffen sind. Zum Beispiel Handwerker, Dachdecker und Fliesenleger. Das ist jedoch falsch. Denn die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit ist die Psyche. Hierzu zählen dann Stress, Burnout und Co. Davon sind häufig Berufe wie Lehrer, Ingenieure, Juristen, Ärzte und Bürojobs betroffen.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist demnach immer sinnvoll!


Lesen Sie hier mehr zur BU für spezielle Berufe & Personengruppen:

Angestellte | Selbständige | Beamte | Hausfrauen
Lehrer | Ärzte | Zahnärzte | Handwerker | Ingenieure | Juristen | Pflegekräfte
Studenten & Azubis | Schüler | Kinder

Achtung: für Vollzugsbeamte gibt es eine extra Versicherung: mehr dazu hier.

Leistungen einer BU – das leistet Sie im Versicherungsfall

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt im Falle der Berufsunfähigkeit. Wieviel dann genau gezahlt wird, hängt von der Versicherung ab, die man abgeschlossen hat. Empfehlenswert ist immer, die Lücke zwischen gesetzlicher Absicherung (ca. 30 Prozent) und dem aktuellen Gehalt abzusichern. Demnach ca. 70 Prozent des aktuellen Gehalts. Die Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung können jedoch auch deutlich geringer sein, wenn man nicht die vollen fehlenden 70 Prozent absichern möchte. Es ist oftmals eine Frage des Preises der Versicherung. Im Beispielfall sichert man bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro eine Lücke von 2.000 Euro ab.

Das bietet & leistet eine wirklich gute Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine wirklich gute BU wird früh abgeschlossen, weil die Hürden der Gesundheitsfragen dann noch sehr gering sind und der Preis sehr günstig. Darauf kommt es dann genau an, wenn man eine wirklich gute BU haben möchte:

  • Die BU sollte mit „Dynamik“ abgeschlossen werden. Heißt, dass die Beiträge steigen, damit aber auch die Höhe der Absicherung, weil man normalerweise in seinem Leben schrittweise immer mehr verdient und der Lebensstandard steigt.
  • Nachversicherungsgarantie: bedeutet, dass Sie auch selbst die Beiträge und Absicherungshöhen anpassen dürfen im Verlauf der Vertragslaufzeit
  • Garantie der BU-Rente schon ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit und bei Pflegebedürftigkeit
  • Sämtliche Gesundheitsfragen wurden wahrheitsgemäß bei Abschluss beantwortet. Weil ansonsten die Leistungen verweigert werden können, wenn Sie tatsächlich berufsunfähig werden
  • Ausschlüsse vermeiden – oftmals werden aufgrund von Vorerkrankungen oder um die monatlichen Beiträge zu mindern, Ausschlüsse in den Vertrag aufgenommen – diese können später leicht für eine Verhinderung der Leistungen sorgen. Beispiel: Ausschluss von bestimmten Krankheiten als Ursache für die Berufsunfähigkeit
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung in den Klauseln des Vertrags. Warum? Weil sie sonst als Bäcker weiterarbeiten können, wenn Sie als Schönheitschirurg auf Grund einer zittrigen Hand nicht mehr arbeiten können. Bei einem Verzicht auf die abstrakte Verweisung können sie zu einer Ihnen fremden Tätigkeit nicht gezwungen werden
  • Gute Beratung: nur so wird ein wirklich guter und lückenloser BU-Schutz garantiert. Zu viele Fallstricke befinden sich auf dem Weg der Absicherung. Fordern Sie einen unabhängigen und kostenfreien Vergleich an und lassen Sie sich professionell beraten. Wir freuen uns immer auf Ihren Kontakt


Erklärvideo: Die Berufsunfähigkeitsversicherung in 60 Sekunden erklärt

Info: Die im Video genannte URL war unsere alte. Sie befinden sich auf der aktuellen.

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt, da die Prämienhöhe von einer Vielzahl verschiedener Faktoren bestimmt wird. Neben der gewünschten Rentenhöhe spielen das Alter, der Gesundheitszustand und der ausgeübte Beruf entscheidende Rollen. Das Versicherungsunternehmen versucht abzuschätzen, wie hoch das Risiko ist, dass der Versicherungsnehmer tatsächlich berufsunfähig wird.

Daher kommt der Merksatz: Je früher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger für den Versicherten.

Die Kosten-Faktoren im Kurz-Check

Vorab einmal ein Kostenbeispiel: Eine einfache Basisabsicherung für einen jungen Ingenieur mit 25 Jahren und einer Absicherung von 1.000 Euro ist schon für 20 Euro monatlich zu haben. Sollen 2.000 Euro abgesichert werden und Sie sind über 35 Jahre alt, so belaufen sich die Kosten auf ca. 50 bis 60 Euro monatlich. Die Kosten steigen dann mit dem Risikograd des Berufs, dem Alter, der Anzahl & Stärke der Vorerkrankungen und der Höhe der gewünschten Absicherung. Fordern Sie gern ein unverbindliches & kostenfreies Angebot an.

Gefahrenklassen in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung sind unter anderem abhängig von der Gefahrenklasse, in die der Versicherte von dem jeweiligen BU-Anbieter eingeteilt wird. Bestimmt wird die Gefahrenklasse vom ausgeübten Beruf. Dementsprechend unterscheiden sich die Kosten, die auf den Versicherten zukommen, je nachdem welcher Berufsgruppe der Betreffende zugerechnet wird.

Rechenbeispiel

Wie viel Geld erhält ein Versicherter, der im Alter von 40 Jahren berufsunfähig wird, von seiner Versicherung ausgezahlt?

  • BU-Rente: 2.000 Euro
  • Monatlicher Beitrag 50 Euro
  • Laufzeit: bis zum 67. Lebensjahr
  • Alter bei Abschluss der BU: 35 Jahre
  • Leistungsdauer der Versicherung: 27 Jahre

Rechnung für die Auszahlung: 2.000 Euro*27 Jahre*12 Monate
Ergebnis: 648.000 Euro

Rechnung für die Kosten: 50 Euro*5 Jahre*12 Monate
Ergebnis: 3.000 Euro

Der Versicherte erhält demnach im Verlauf der Leistungsdauer insgesamt 648.000 Euro von seiner Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt und hat dafür insgesamt 3.000 Euro an Beitrag bezahlt.

Berufsunfähigkeitsversicherungen im Test 2018/2019

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den Policen, zu der Experten durchweg raten. Die Tarife sind häufig allerdings recht kostenintensiv und die Zugangsvoraussetzungen zum Teil sehr hoch. Das liegt auch an dem sehr hohen Leistungsniveau, dass im Bereich BU Standard ist.

Die hervorragenden Leistungen werden von unabhängigen Testinstituten und Ratingagenturen immer wieder bestätigt. Lesen Sie im folgenden, welche Anbieter die Testsieger-Tarife im Portfolio haben.

BU-Rating 2018 von Franke und Bornberg

Die unabhängige Ratingagentur Franke und Bornberg haben die Tarife der Berufsunfähigkeitsversicherung unter die Lupe genommen. Die Experten erstellten jeweils ein Rating für die Selbständige-BU und die Einsteiger-BU. Die geprüften Tarife wurden darüber hinaus aufgrund der versicherten Leistungen in drei Kategorien unterteilt: Basis, Komfort und Komfortplus.

Ratingerstellung von Franke und Bornberg

Die Experten von Franke und Bornberg nutzen als Datenbasis für das Produktrating ausschließlich rechtsverbindliche Angaben, wie die Versicherungsbedingungen. Anhand der Versicherungsbedingungen werden die Tarife in verschiedene Leistungskategorien eingeordnet. Für jede Kategorie legen die Experten eine Reihe von Leistungen fest, die der Tarif erfüllen muss, um in die jeweilige Kategorie zu kommen.

Kategorie Basis: Mindestleistungsumfang

Für Tarife der Kategorie Basis gibt es keine besonderen Anforderungen, abgesehen davon, dass der gesetzlich definierte BU-Begriff erfüllt sein muss.

Kategorie Komfort: Mindestleistungsumfang

  • Genereller Verzicht auf die abstrakte Verweisung
  • Leistungsbeginn 1. Monat; Karenzzeiten sind zulässig
  • Weltweite Geltung
  • Maximal 50%ige Berufsunfähigkeitsklausel
  • Durchgängige BU-Leistung, keine vertraglich vereinbarte temporäre BU-Leistung mit Übergang in ein anderes Leistungssystem
  • keine besonderen Leistungsausschlüsse
  • Versicherungsschutz nicht von Fondsentwicklung abhängig

Ratingergebnisse & Testsieger der Berufsunfähigkeitsversicherung

Mehr als 30 BU-Tarife wurden in der Kategorie Basis bewertet. Die Ergebnisse liegen zwischen der Hervorragend (FFF) und befriedigend (FF-).

In der Kategorie Komfort ist das Leistungsniveau deutlich höher. Es liegen Ergebnisse für 101 BU-Tarife vor und nur sechs von ihnen sind „lediglich“ gut (FF). drei weitere erhalten das Qualitätsmerkmal sehr gut (FF+). 92 Tarife und damit der größte Teil bietet nach Ansicht der Experten hervorragende Leistungen und erhält daher die Bestwertung FFF.

Die fünf besten Basis-Tarife

Zurich:

  • SBU mit Grundschutz Stand 01.2017, Baustein abstrakte Verweisung
  • SBU Stand 01.2017, Baustein abstrakte Verweisung

Allianz:

  • BerufsunfähigkeitsPolice (E 356) Stand 12.2017
  • BerufsunfähigkeitsPolice Invest (E 23) Stand 12.2017
  • KlinikRente BUÄ Stand 12.2017

Anbieter hervorragender Komfort-Tarife (Auswahl)

Fordern Sie einen individuellen Tarif-Vergleich an und profitieren Sie von allen Vorteilen der Testsieger. Tarifoptionen und Leistungen können stark variieren je nach persönlichen Anforderungen & Bedürfnissen.

Ratingergebnisse der Einsteiger BU in den Kategorien Basis und Komfort 2018

Im Bereich Einsteiger BU gibt es nur drei hervorragende (FFF) Basis-Tarife.

  • HDI: Risikoversicherung auf den Todesfall Stand 01.2018, BUZ EGO young Stand 01.2018
  • Allianz: BU-StartPolice (E 356) Stand 12.2017
  • Provinzial NordWest: RLV Stand 01.2017, BUZ für junge Leute Stand 01.2017

Die Einsteiger-Tarife der Kategorie Komfort erhalten durchweg die Höchstwertung FFF und sind damit nach Ansicht der Experten hervorragend (Quelle).

Vorherige Testergebnisse: IVFP veröffentlicht BU-Rating 2017

Das Ratingunternehmen IVFP (Institut für Vorsorge und Finanzplanung) untersuchte Ende 2017 die Policen von 38 BU-Versicherern. Die Tarife wurden jeweils hinsichtlich ihrer Eignung für sechs verschiedene Berufsgruppen bewertet.

Die Bewertung der Tarife erfolgte anhand von mehr als 100 verschiedenen Kriterien. Das Gesamtergebnis ergibt sich aus vier Teilergebnisse, die unterschiedlich stark gewichtet werden.

Die vier Bewertungsbereiche des IVFP-Ratings

  • Unternehmensqualität: 20% Gewichtung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: 50% Gewichtung
  • Flexibilität: 20% Gewichtung
  • Transparenz und Service: 10% Gewichtung

Berufsunfähigkeitsversicherung Test – Ratingergebnisse 12/2017

Berufsgruppe 1. Platz (Note) 2. Platz (Note) 3. Platz (Note)
kaufmänn. Berufe Alte Leipziger (1,1) Hannoversche (1,1) Bayerische (1,1)
Selbständige Alte Leipziger (1,1) Europa (1,1) Allianz (1,2)
Auszubildende Europa (1,1) Dialog (1,2) Swiss Life (1,2)
Studenten Alte Leipziger (1,1) Allianz (1,1) Hannoversche (1,1)
medizin. Berufe Alte Leipziger (1,1) Swiss Life (1,1) Allianz (1,1)
Handwerker Europa (1,1) Alte Leipziger (1,1) Hannoversche (1,1)

IVFP-Rating bestätigt hohes Leistungsniveau der BU

Das Rating des IVFP bestätigt ein weiteres Mal das grundsätzlich hohe Leistungsniveau der Berufsunfähigkeitsversicherungen. Der größte Teil der bewerteten Tarife bietet ein gutes bis sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Prüfer ermittelten die Beiträge anhand mehrerer Musterfälle. Welche Parameter den Musterkunden zugrunde liegen, ist allerdings nicht klar.

In jedem Fall steht fest, dass Tests einen individuellen „Tarif-Check“ nicht ersetzen können. Neben den persönlichen Anforderungen an eine BU, ist die Beitragshöhe von vielen Faktoren abhängig, die kein Musterkunde abdecken kann.

Die Testsieger für Beamte

Ebenso wie für Angestellte und Selbständige ist die Berufsunfähigkeitsversicherung auch für Beamte eine sinnvolle Absicherung. Bei Beamten heißt die Berufsunfähigkeit jedoch „Dienstunfähigkeit“.

Besonders wichtig ist für sie daher die Dienstunfähigkeitsklausel. Diese muss eine BU für Beamte enthalten. Aus diesem Grund wurden im Test auch nur Tarife mit der so genannten Dienstunfähigkeitsklausel berücksichtigt. Ohne sie müsste im Falle der Dienstunfähigkeit eine zweite Prüfung durch einen Arzt erfolgen, welche dann noch einmal die Berufsunfähigkeit nachweist.

Nur wenige Anbieter haben solche Tarife im Angebot und können den Ansprüchen von Beamten oder Beamtenanwärtern gerecht werden.

Zu den Testsiegern für Beamte gehörten zuletzt:

  • DBV Winterthur
  • Debeka
  • Ergo
  • Nürnberger
  • Signal Iduna

Fordern Sie jetzt Ihren ganz persönlichen Tarifcheck aus 2019 an und entscheiden Sie sich für das passende Angebot.

Die Testsieger für Studenten und Azubis

Speziell die Berufsunfähigkeitsversicherung für Azubis und Studenten ist meist sehr günstig. Empfehlenswert sind jedoch nur sehr wenige Tarife. So hat die Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest einen gesonderten Test für Studenten durchgeführt.

Empfehlenswerte Tarife für junge Leute:

Platzierung Anbieter
Platz 1 Aachen Münchener – SBU BU F/M
Platz 2 Allianz – SBU/BUZ TBUM
Platz 3 Alte Leipziger – SBU BV10
Platz 4 Asstel – BUZBF/BUZBR
Platz 5 Axa – SBU ASBV F/M-12
Platz 6 Barmenia – SBU Solo BU L3327 VR
Platz 7 Condor – BUZ Comfort-BUZ
Platz 8 Dialog – SBU professional (ABsBu)
Platz 9 Ergo Direkt – SBU N25
Platz 10 Generali – SBU12

Alle genannten Gesellschaften bieten einen Versicherungsschutz bis zum 67. Lebensjahr.

9 Tipps zum Antrag – Richtige Höhe, Kombis & Steuern sparen

1. Der Versicherungsantrag

Wer im Fall einer Berufsunfähigkeit die Berufsunfähigkeitsrente erhalten möchte, muss einiges beachten. Der Knackpunkt einer Berufsunfähigkeitsversicherung bleibt der Versicherungsantrag. Dieser enthält die so genannte Gesundheitsprüfung. Versicherte, die hier falsche oder unvollständige Angaben zum Gesundheitszustand, früheren Operationen und Vorerkrankungen machen, riskieren ihren Versicherungsschutz. Denn in einem solchen Fall, kann der Versicherer die Leistung verweigern.

Aus diesem Grund ist es wichtig, bei der Antragstellung keine Fehler zu machen und alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten. Da es hier einige Fallstricke gibt, sollten sich gerade Menschen mit Vorerkrankungen oder einem risikoreichen Beruf unbedingt fachmännisch beraten lassen.

2. Unterschied zwischen Erwerbs- und Berufsunfähigkeit

Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn der Betroffenen keinerlei Arbeit mehr nachgehen kann. Man unterscheidet zwischen teilweiser Erwerbsunfähigkeit (Betroffene können drei bis unter sechs Stunden arbeiten) und vollständiger Erwerbsunfähigkeit (Betroffene können nur noch weniger als drei Stunden arbeiten).

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Betroffene seinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich dauerhaft oder mindestens sechs Monate nicht mehr ausüben kann.

Es gilt also: Der wichtigste Unterschied ist die Tatsache, dass mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ein bestimmter Beruf abgesichert wird und nicht die allgemeine Fähigkeit zu arbeiten.

Beispiel: Ein Dachdecker, der ein Bein verliert, kann seinen Beruf nicht mehr ausüben. Ein Bürojob wäre grundsätzlich allerdings noch möglich – Damit hat er keinen Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente.

Eine privat abgeschlossene Berufsunfähigkeitsversicherung würde in diesem Fall allerdings zahlen, wenn der Tarif entsprechend gewählt wurde! Der Dachdecker ist also nicht gezwungen, eine Bürotätigkeit aufzunehmen. Mehr zur Erwerbsminderungsrente hier.[/box]

3. Bedarfsgerechte Rente vereinbaren

Wenn es um eine private BU geht, sollte immer die passende Rente mit der Gesellschaft bzw. dem Anbieter vereinbart werden. Da sich die Rentenhöhe an den persönlichen Umständen bemisst, kann kein pauschal gültiger Betrag für die BU-Rente genannt werden. Sie sollte in jedem Fall mindestens die laufenden Lebenshaltungskosten decken können.

Diese Fixkosten sollten mit eingerechnet werden:

  • Miete
  • Lebenshaltungskosten
  • Kosten für Auto und ähnliches
  • laufende Darlehen, Kredite, Versicherungen

Während der Laufzeit sollten Versicherungsnehmer die versicherte Rente anpassen können. Hierfür ist die bereits erwähnte Nachversicherungsgarantie wichtig. Sie ermöglicht spätere Anpassungen bei besonderen Änderungen der Lebensumstände. Dazu zählen beispielsweise die Geburt eines Kindes oder auch eine Heirat.

4. Kombinieren oder nicht?

Mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (kurz BUZ) können Verbraucher beispielsweise eine Lebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kombinieren. Der Vorteil sollte die Tatsache sein, dass bei einer anerkannten Berufsunfähigkeit von 50 Prozent die Beiträge für die Risikolebensversicherung von der Versicherung gezahlt werden. So erhalten Versicherte eine doppelte Absicherung im Fall der Fälle. So wird auch die Familie im Todesfall abgesichert. Experten raten jedoch dazu, lieber eine selbständige BU (kurz SBU) abzuschliessen. Bei einigen Versicherern ist es möglich eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit zu vereinbaren. Wer die finanziellen Mittel hat, sollte lieber eine seperate Lebensversicherung abschließen.

5. Eventuelle Wartezeiten beachten

In vielen Fällen erhält der Versicherungsnehmer die erste Auszahlung der Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn der Beruf sechs Monate ohne Unterbrechung nicht ausgeübt werden konnte. Häufig ist dieser Zeitraum vollkommen ausreichend, da viele Arbeitnehmer zunächst weiter von ihrem Arbeitgeber bezahlt werden oder zumindest Krankengeld beziehen. Selbstständige haben hier allerdings ein erhöhtes Risiko und sollten über eine zusätzliche Krankentagegeldversicherung nachdenken, die diese Lücke schließt.

6. Ein Tipp von Versicherungsmaklerin und BU-Expertin Katharina Krech

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte und im Verlauf seines Lebens bereits Operationen hatte oder eine Therapie gemacht hat, sollte auch auf die Betrachtungszeiträume der Versicherer achten. Diese liegen für Psychotherapien üblicherweise bei fünf Jahren. Bei Operationen verlangen die Versicherer häufig alle Daten aus den letzten zehn Jahren. Hier kann es sich günstig auf die Prämien auswirken, wenn man einen BU-Vertrag erst abschließt, wenn die Therapie oder die letzte Operation länger zurückliegt.

7. Vermeiden Sie eine zu niedrige Berufsunfähigkeitsrente

Während bei der Altersvorsorge durchaus das Motto gelten darf “Wenig ist besser als garnichts”, sieht es bei der Berufsunfähigkeit anders aus. Denn muss der Versicherungsnehmer im Fall der Fälle auf die staatliche Grundsicherung zurückgreifen, wird die Rente der privat abgeschlossenen BU mit den Sozialleistungen verrechnet. Der Versicherungsnehmer hat also unter Umständen die Beiträge jahrelang umsonst gezahlt. Als Faustregel gilt: Ein Vertrag mit einer angepeilten BU-Rente von unter 1.000 Euro macht nur wenig Sinn. Eine Ausnahme: Berufseinsteiger, Studenten & Schüler, die im Laufe ihres Arbeitslebens die Beiträge nach und nach anheben möchten.

8. Tipp: Gerade wenn das Renteneintrittsalter noch fern ist, kann ein günstigerer Tarif viele tausende Euro einsparen. Fachleute empfehlen, laufende Versicherungen etwa alle zwei Jahre mit aktuellen Angeboten zu vergleichen. Mitunter hat der Anbieter, bei dem die Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wurde, mittlerweile günstigere Tarife im Programm. In diesem Fall ist eine so genannte Nachversicherungsgarantie von Vorteil, die bei Vertragsabschluss mit abgeschlossen wird. So lassen sich bestehende Verträge kostengünstig oder gar vollständig ohne Zusatzkosten anpassen. Diese Garantie empfiehlt sich auch für Versicherungsnehmer, bei denen zu erwarten ist, dass sich die Lebenssituation im Laufe der nächsten Jahre ändert, zum Beispiel durch Heirat, Nachwuchs oder Hausbau.

9. Steuerliche Vorteile nutzen

Prüfen Sie, ob Sie steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen können. Denn unter bestimmten Voraussetzungen können auch BU-Beiträge beim Finanzamt geltend gemacht werden. Eine wichtige Voraussetzung dabei sind die Beiträge für Kranken- und gesetzliche Pflegeversicherung, die ebenfalls in die Steuererklärung aufgenommen werden sollen. Liegen diese Beiträge nicht über 1.900 Euro (bei Angestellten) bzw. nicht über 2.800 Euro (bei Selbstständigen), können auch die BU-Beiträge für eine Steuererleichterung sorgen.

Die Anbieter im Vergleich

Die Anbieter der Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheiden sich teilweise erheblich, sowohl hinsichtlich der Leistungen, die sie anbieten, als auch in Bezug auf die Beitragshöhe. Es gibt eine Reihe von Klauseln und Regelungen, die einen empfehlenswerten von einem weniger guten Versicherer unterscheiden. Fordern Sie daher einen Tarifvergleich & eine kostenfreie Beratung bei uns an.

Diese BU Klauseln machen den Unterschied

Wer eine BU abschließen möchte, sollte einen genauen Blick auf die Klauseln und Regelungen der Berufsunfähigkeitsversicherung werfen. Wichtig ist, dass der BU-Vertrag keine abstrakte Verweisung enthält. Manche Anbieter „verstecken“ eine solche abstrakte Verweisung geschickt in den Vertragsklauseln, so dass ein Laie sie kaum finden kann.
Des Weiteren sollte ein empfehlenswerter Vertrag auch eine Regelung zur Leistungspflicht des Versicherers im Fall einer Pflegebedürftigkeit enthalten. Auch Nachversicherungsgarantien und die Beitragsdynamik sind wichtig, vor allem wenn man die BU bereits in jungen Jahren abschließt. Gute BU-Verträge bieten darüber hinaus die Möglichkeit den Vertrag für eine gewisse Zeit ruhen zu lassen. So verliert man den BU-Schutz nicht gleich, wenn es beispielsweise durch Arbeitslosigkeit zu finanziellen Engpässen kommt. Neben den erwähnten Beispielen gibt es weitere Klauseln, die nur für einige Berufe eine Rolle spielen (z.B. die Infektionsklausel für Ärzte).

Gibt es Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Der Versicherungsmarkt ist groß und es gibt zahlreiche Versicherungen, die Verbraucher abschließen können, um im Fall von Krankheit oder Unfall vorzusorgen. Diese reichen von der Erwerbsunfähigkeitsversicherung, über die Dread-Disease-Versicherung und Multi-Risk Policen bis hin zur klassischen Unfallversicherung. Sprechen Sie uns gern an, wir beraten Sie gern zu möglichen Alternativen. Lesen Sie mehr dazu unter Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Wechsel oder Kündigung?

Anbieterwechsel

Der Nachteil eines Anbieterwechels besteht vor allem darin, dass die bereits geleisteten Zahlungen verloren gehen. Hinzu kommt, dass der neue Versicherer, eine neue Gesundheitsprüfung verlangt. Wurde der Betreffende in der Zwischenzeit operiert oder hat sich der Gesundheitszustand verschlechtert, kann es sein, dass die Prämien höher ausfallen oder der neue Versicherer einige Krankheiten vom Versicherungsschutz ausschließt.
Diese Überlegungen entfallen natürlich, wenn man keine neue BU abschließen möchte und dementsprechend kündigt, allerdings gilt auch in diesem Fall, dass die gezahlten Beiträge verfallen. Eine zusätzliche Möglichkeit neben der Kündigung und dem Wechsel ist, den Vertrag ruhen zu lassen. Dazu sollten Sie aber in Ihre Vertragsbedingungen schauen und dazu mit einem Experten sprechen.

Kündigen

Wer seine Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen möchte, sollte sich vorher beraten lassen, da eine Kündigung mit einigen Nachteilen verbunden ist. Auch wenn man sich beispielsweise über eine Anhebung der Versicherungsbeiträge ärgert, kann es andere Wege geben, die eine bessere Alternative darstellen. Möglich ist beispielsweise der Wechsel in einen anderen Tarif innerhalb des Versicherungsunternehmens.

Weitere Fachportale der transparent-beraten.de Makler: Alles zum Thema private Krankenversicherung | Alles zum Thema Rechtsschutzversicherung | Testberichte aller Versicherungen

Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.11.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
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