Berufsunfähigkeitsversicherung – Test und Vergleich

Auf lange Krankheit folgt häufig Armut. Es sei denn man hat vorgesorgt!

Wer aufgrund von gesundheitlichen Problemen seinen Beruf aufgeben muss, ist von großen und dauerhaften finanziellen Einbußen betroffen. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützen sich Arbeitnehmer vor dem finanziellen Ruin!

Lesen Sie hier, welche Berufsunfähigkeitsversicherung im Test gut abschneidet (siehe Textabschnitte weiter unten: Berufsunfähigkeitsversicherung-Test).

Einen Berufsunfähigkeitsversicherung-Vergleich können Sie durchführen, indem Sie unseren kostenlosen Vergleichsrechner nutzen (oben rechts auf dieser Seite) oder direkt Kontakt zu uns aufnehmen.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Der Schutz für den Ernstfall

Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst für sein Einkommen sorgen kann, ist auf staatliche Unterstützung angewiesen. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht für die meisten Personen allerdings nicht aus: Der gewohnte Lebensstandard kann ohne eine zusätzliche Vorsorge nicht gehalten werden.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung schließt diese Lücke und sorgt dafür, dass neben den gesundheitlichen Problemen keine finanziellen Sorgen dazu kommen.

Ein Überblick über die Berufsunfähigkeitsversicherung:



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Berufsunfähigkeitsversicherung-Test

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den Policen, zu der Experten durchweg raten. Die Tarife sind häufig allerdings recht kostenintensiv und die Zugangsvoraussetzungen zum Teil sehr hoch. Das liegt auch an dem sehr hohen Leistungsniveau, dass im Bereich BU Standard ist.

Die hervorragenden Leistungen werden von unabhängigen Testinstituten und Ratingagenturen immer wieder bestätigt. Lesen Sie im folgenden welche Berufsunfähigkeitsversicherung Anbieter Testsieger-Tarife im Portfolio haben.

BU-Rating 2018 von Franke und Bornberg

Die unabhängige Ratingagentur Franke und Bornberg haben die Tarife der Berufsunfähigkeitsversicherung unter die Lupe genommen. Die Experten erstellten jeweils ein Rating für die Selbständige BU und die Einsteiger BU. Die geprüften Tarife wurden darüber hinaus aufgrund der versicherten Leistungen in drei Kategorien unterteilt: Basis, Komfort und Komfortplus.

Ratingerstellung von Franke und Bornberg

Die Experten von Franke und Bornberg nutzen als Datenbasis für das Produktrating ausschließlich rechtsverbindliche Angaben, wie die Versicherungsbedingungen.
Anhand der Versicherungsbedingungen werden die Tarife in verschiedene Leistungskategorien eingeordnet. Für jede Kategorie legen die Experten eine Reihe von Leistungen fest, die der Tarif erfüllen muss, um in die jeweilige Kategorie zu kommen.

Kategorie Basis: Mindestleistungsumfang

Für Tarife der Kategorie Basis gibt es keine besonderen Anforderungen, abgesehen davon das der gesetzlich definierte BU-Begriff erfüllt sein muss.

Kategorie Komfort: Mindestleistungsumfang

  • Genereller Verzicht auf die abstrakte Verweisung
  • Leistungsbeginn 1. Monat; Karenzzeiten sind zulässig
  • Weltweite Geltung
  • Maximal 50%ige Berufsunfähigkeitsklausel
  • Durchgängige BU-Leistung, keine vertraglich vereinbarte temporäre BU-Leistung mit Übergang in ein anderes Leistungssystem
  • keine besonderen Leistungsausschlüsse
  • Versicherungsschutz nicht von Fondsentwicklung abhängig

Ratingergebnisse der Selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung in den Kategorien Basis und Komfort 2018

Mehr als 30 BU-Tarife wurden in der Kategorie Basis bewertet. Die Ergebnisse liegen zwischen der Hervorragend (FFF) und befriedigend (FF-).
In der Kategorie Komfort ist das Leistungsniveau deutlich höher. Es liegen Ergebnisse für 101 BU-Tarife vor und nur sechs von ihnen sind “lediglich” gut (FF). drei weitere erhalten das Qualitätsmerkmal sehr gut (FF+). 92 Tarife und damit der größte Teil bietet nach Ansicht der Experten hervorragende Leistungen und erhält daher die Bestwertung FFF.

Die fünf besten Basis-Tarife

Zurich:

  • SBU mit Grundschutz Stand 01.2017, Baustein abstrakte Verweisung
  • SBU Stand 01.2017, Baustein abstrakte Verweisung

Allianz:

  • BerufsunfähigkeitsPolice (E 356) Stand 12.2017
  • BerufsunfähigkeitsPolice Invest (E 23) Stand 12.2017
  • KlinikRente BUÄ Stand 12.2017

Anbieter hervorragender Komfort-Tarife (Auswahl)

  • AchenMünchener
  • HDI
  • Nürnberger
  • Swiss Life
  • Barmenia
  • AXA
  • DBV
  • Gothaer
  • InterRisk
  • Signal Iduna
  • Württembergische

Ratingergebnisse der Einsteiger BU in den Kategorien Basis und Komfort 2018

Im Bereich Einsteiger BU gibt es nur drei hervorragende (FFF) Basis-Tarife.

  • HDI: Risikoversicherung auf den Todesfall Stand 01.2018, BUZ EGO young Stand 01.2018
  • Allianz: BU-StartPolice (E 356) Stand 12.2017
  • Provinzial NordWest: RLV Stand 01.2017, BUZ für junge Leute Stand 01.2017

Die Einsteiger-Tarife der Kategorie Komfort erhalten durchweg die Höchstwertung FFF und sind damit nach Ansicht der Experten hervorragend (Quelle).

IVFP veröffentlicht BU-Rating 2017

Das Ratingunternehmen IVFP (Institut für Vorsorge und Finanzplanung) untersuchte Ende 2017 die Policen von 38 BU-Versicherern. Die Tarife wurden jeweils hinsichtlich ihrer Eignung für sechs verschiedene Berufsgruppen bewertet.
Die Bewertung der Tarife erfolgte anhand von mehr als 100 verschiedenen Kriterien. Das Gesamtergebnis ergibt sich aus vier Teilergebnisse, die unterschiedlich stark gewichtet werden.

Die vier Bewertungsbereiche des IVFP-Ratings

  • Unternehmensqualität: 20% Wichtung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: 50% Wichtung
  • Flexibilität: 20% Wichtung
  • Transparenz und Service: 10% Wichtung

Berufsunfähigkeitsversicherung Test – Ratingergebnisse 12/2017

Berufsgruppe 1. Platz (Note) 2. Platz (Note) 3. Platz (Note)
kaufmänn. Berufe Alte Leipziger (1,1) Hannoversche (1,1) Bayerische (1,1)
Selbständige Alte Leipziger (1,1) Europa (1,1) Allianz (1,2)
Auszubildende Europa (1,1) Dialog (1,2) Swiss Life (1,2)
Studenten Alte Leipziger (1,1) Allianz (1,1) Hannoversche (1,1)
medizin. Berufe Alte Leipziger (1,1) Swiss Life (1,1) Allianz (1,1)
Handwerker Europa (1,1) Alte Leipziger (1,1) Hannoversche (1,1)

IVFP-Rating bestätigt hohes Leistungsniveau der BU

Das Rating des IVFP bestätigt ein weiteres Mal das hohe Leistungsniveau der Berufsunfähigkeitsversicherungen. Der größte Teil der bewerteten Tarife bietet ein gutes bis sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Prüfer ermittelten die Beiträge anhand mehrerer Musterfälle. Welche Parameter den Musterkunden zugrunde liegen, ist allerdings nicht klar.

In jedem Fall steht fest, dass Tests einen individuellen „Tarif-Check“ nicht ersetzen können. Neben den persönlichen Anforderungen an eine BU, ist die Beitragshöhe von vielen Faktoren abhängig, die kein Musterkunde abdecken kann.

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BU-Leistungsrating von softfair (Jahrgang 2016/2017)

Das Analysehaus softfair veröffentlicht in regelmäßigen Abständen ein umfassendes BU-Leistungsrating. Bewertet werden dabei sowohl Angebote der SBU, als auch der BUZ (Quelle). Bereits seit einigen Jahren bewertet softfair die einzelnen Tarife nach ihrer Eignung für bestimmte Kundengruppen. Dieses Vorgehen macht gerade für die Berufsunfähigkeitsversicherung Sinn, da die Beiträge je nach Beruf stark variieren.

Im BU-Leistungsrating zog das Analysehaus 49 Leistungsbereiche aus den Versicherungsbedingungen zur Bewertung heran.
Viele Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen haben hervorragende Tarife im Angebot, die auch für alle Zielgruppen geeignet sind. Diese erhalten dementsprechend durchweg die Höchstwertung von 5 Eulenaugen. Eine Sonderstellung gibt es häufig bei den Kundengruppen Schüler und Beamte. Gerade bei Beamten gibt es Versicherer, die sich auf diese Kundengruppe konzentrieren.

Anbieter mit Höchstwertungen für die Kundengruppen Angestellte, Selbständige, 

Berufseinsteiger, Ärzte und Sonstige (z.B. Erwerbslose):

(*auch für Schüler: hervorragend)

Anbieter mit hervorragenden (5 Eulenaugen) SBU-Tarifen für Beamten sind:

  • DBV: Tarif DBV SBU ASBV (BG4)
  • Nürnberger Beamten: NBL BSBU 2800 Comfort-Schutz  
  • IDUNA: Iduna Premium BUV
  • uniVersa: uniVersa SBU15

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Franke und Bornberg-BU-Rating 2015

In einem jährlichen BU-Unternehmensrating hat die Franke und Bornberg GmbH die Professionalität von Lebensversicherungsgesellschaften in Bezug auf das Risiko der Berufsunfähigkeit getestet.

Die Testsieger des BU-Ratings 2015 von Franke und Bornberg:

  • AachenMünchener
  • ERGO
  • HDI
  • Nürnberger
  • Stuttgarter
  • Swiss Life und
  • Zurich Deutscher Herold

Alle sieben Testsieger erhielten die Bestnote „FFF“. Um diese Höchstnote zu erlangen, mussten die untersuchten Versicherer in allen Prüfkategorien mindestens die Note „sehr gut“ erreichen und darüber hinaus in zwei von drei Bereichen das Prädikat „hervorragend“. Die überprüften Bereiche umfassen die Kundenorientierung in der Angebots-und Antragsphase, die Kundenorientierung in der Leistungsregulierung und die Stabilität des BU-Geschäfts.

Die Zusammensetzung der Ergebnisse

Die AachenMünchener Versicherungsgesellschaft erhielt in den Teilkategorien einmal die Note „sehr gut“ und zweimal die Note „hervorragend“:

Teilbereich Beurteilung Gewichtung
Kundenorientierung in der Angebots-und Antragsphase Sehr gut 25 Prozent
Kundenorientierung in der Leistungsregulierung hervorragend 25 Prozent
Stabilität des BU-Geschäfts hervorragend 50 Prozent
Gesamtbewertung hervorragend FFF

Die ERGO-Versicherung erhielt in den Teilkategorien die gleiche Bewertung, wie die Aachen Münchener.

Bei der Bewertung der HDI ergaben sich nur marginale Unterschiede:

 Teilbereich Beurteilung  Gewichtung
Kundenorientierung in der Angebots-und Antragsphase Sehr gut 25 Prozent
Kundenorientierung in der Leistungsregulierung hervorragend 25 Prozent
Stabilität des BU-Geschäfts hervorragend 50 Prozent
Gesamtbewertung hervorragend FFF

DISQ-Studie zur Berufsunfähigkeitsversicherung 2014

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv Berufsunfähigkeitsversicherungen von mehreren Anbietern nach den Gesichtspunkten Service und Leistung analysiert. Dabei schnitt die Zurich bei den Filialversicherern am besten ab. Unter den Direktversicherern konnte sich die Europa die Erstplatzierung sichern.

Gesamtergebnis Berufsunfähigkeitsversicherung – Filialversicherer

Unternehmen Rang Serviceanalyse
Rang
Leistungsanalyse
Rang
Zurich 1 2 (befriedigend) 5
Aachen Münchener 2 1 (gut) 13
Axa 3 3 (befriedigend) 7
Gothaer 4 8 (befriedigend) 1
Württembergische 5 7 (befriedigend) 4

Gesamtergebnis Berufsunfähigkeitsversicherung – Direktversicherer

Unternehmen Rang Serviceanalyse
Rang
Leistungsanalyse
Rang
Europa 1 4 (befriedigend) 2
CosmosDirekt 2 1 (gut) 4
Hannoversche 3 2 (gut) 3
Asstel 4 6 (befriedigend) 1
Ergo Direkt 5 3 (gut) 6

Die Ermittlung der Leistung- und Servicequalität

Für die Leistungsanalyse fand eine Kooperation mit der Ratingagentur Franke und Bornberg statt. Es wurden die Produktqualität und die Beitragshöhe beurteilt.

Die Servicequalität wurde unter anderem anhand der Qualität der E-Mail-Bearbeitung, der Vor-Ort-Beratung und des Internetauftritts bewertet. Gerade im Bereich Service-Qualität besteht Verbesserungsbedarf. Bei den Filialversicherern ist nur der Service der AachenMünchener mit gut bewertet worden. Die Direktversicherer stehen etwas besser da. Hier bieten, aus Sicht der Tester drei Anbieter einen guten Service.

Grafik Ursachen Berufsunfähigkeit

70 Versicherer stehen im Berufsunfähigkeitsversicherung Test

Stiftung Warentest hat im Juli 2015 Berufsunfähigkeitsversicherer einem ausgiebigen Test unterzogen. Das Ergebnis war hierbei mehr als befriedigend: 50 Prozent der getesteten Anbieter wurde mit “sehr gut” bewertet. Viele Versicherungen erhielten eine “gute” Bewertung. Lediglich 6 Tarife sind nach Ansicht der Experten nur “befriedigend”. Trotz der vielen guten Bewertungen fiel der Test dennoch schlechter aus, als der vorhergehende aus dem Jahr 2013. Stiftung Warentest hatte 2013 einiges an Kritik einstecken müssen, denn das Endalter war bei vielen Anbietern zu niedrig angesetzt – den Testern wurde daher Ungenauigkeit vorgeworfen. Aufgrund dessen achteten die Prüfer diesmal darauf, dass das Versicherungs-Endalter bei mindestens 65 bzw. 67 Jahren liegt (Quelle)

Die Testergebnisse vom Stiftung Warentest 2015

Kaum eine Versicherungsart kann mit derart guten Testergebnissen überzeugen, wie die Berufsunfähigkeitsversicherung. Klare Testsieger im Jahr 2015 sind:

  • HanseMerkur
  • Provinzial Rheinland
  • Europa
  • Condor
  • R+V

Ob die Tarife tatsächlich den persönlichen Bedürfnissen entsprechen, lässt sich jedoch nur anhand einer individuellen Analyse feststellen.

Der Versicherungsantrag

Wer im Fall einer Berufsunfähigkeit die Berufsunfähigkeitsrente erhalten möchte, muss einiges beachten.

Der Knackpunkt einer Berufsunfähigkeitsversicherung bleibt der Versicherungsantrag. Dieser enthält die so genannte Gesundheitsprüfung. Versicherte, die hier falsche oder unvollständige Angaben zum Gesundheitszustand, früheren Operationen und Vorerkrankungen machen, riskieren den ganzen Versicherungsschutz. Denn in einem solchen Fall, kann der Versicherer die Leistung verweigern.
Aus diesem Grund ist es so wichtig, bei der Antragstellung keine Fehler zu machen und alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten.
Da es hier einige Fallstricke gibt, sollten sich gerade Menschen mit Vorerkrankungen oder einem risikoreichen Beruf unbedingt fachmännisch beraten lassen.

Tipp: Wer trotz Beratung und anonymer Voranfrage keine BU erhält, sollte auf eine andere Absicherung ausweichen. Hier kommen beispielsweise eine Unfallversicherung, eine Dread-Disease oder eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung in Frage. Lesen Sie mehr dazu unter Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Lohnt sich die Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich? Ein kurzer Videobeitrag aus dem ARD Mittagsmagazin.

Was über den Beitrag entscheidet

In erster Linie entscheiden das Alter, die Gesundheit und der Beruf über die Höhe der Prämien einer Absicherung gegen die Berufsunfähigkeit. Wer jung, gesund und vital ist, der hat kein Problem einen leistungsstarken und zugleich günstigen Versicherungsschutz abzuschließen. Das ändert sich jedoch bereits dann, wenn der Versicherungsnehmer einen gefährlichen Beruf ausübt. Nicht alle Versicherungen bieten bei einer, als gefährlich eingestuften Berufsgruppe überhaupt einen Berufsunfähigkeitsschutz an. Aus diesem Grund sollten sich Antragsteller einen genauen Marktüberblick verschaffen, um an eine passende Versicherung zu gelangen.

Wichtige Versicherungsbedingungen

Wichtiger als der Preis sind laut Berufsunfähigkeitsversicherung Test jedoch immer die Leistungen der Anbieter. Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung sollte folgendes bieten:

  • Absicherung des zuletzt ausgeübten Berufs
  • Nachversicherungsgarantie während der Vertragslaufzeit
  • Klarer Verzicht auf abstrakte Verweisung im Vertrag
  • Versicherer erbringt auch rückwirkend ab Eintritt der Berufsunfähigkeit Zahlungen
  • BU-Rente ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit und bei Pflegebedürftigkeit
  • Festgesetzte zumutbare Einkommensreduzierung nach dem Eintritt der Berufsunfähigkeit

Gute Versicherer zahlen die Rente immer dann, wenn die Berufsunfähigkeit für die Dauer von mindestens sechs Monaten prognostiziert wird. Mit der Nachversicherungsgarantie können Kunden während der Vertragslaufzeit die Höhe der BU-Rente anpassen.

Wichtig: Die Anpassung der BU-Rente erfolgt, mit Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Ergebnisse für Studenten und Azubis

Speziell die Berufsunfähigkeitsversicherung für Azubis und Studenten ist meist sehr günstig. Empfehlenswert sind jedoch nur sehr wenige Tarife. So hat die Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest einen gesonderten Test für Studenten durchgeführt.
Empfehlenswerte Tarife für junge Leute sind laut Testergebnis:

Platzierung Anbieter
Platz 1 Aachen Münchener – SBU BU F/M
Platz 2 Allianz – SBU/BUZ TBUM
Platz 3 Alte Leipziger – SBU BV10
Platz 4 Asstel – BUZBF/BUZBR
Platz 5 Axa – SBU ASBV F/M-12
Platz 6 Barmenia – SBU Solo BU L3327 VR
Platz 7 Condor – BUZ Comfort-BUZ
Platz 8 Dialog – SBU professional (ABsBu)
Platz 9 Ergo Direkt – SBU N25
Platz 10 Generali – SBU12

Alle genannten Gesellschaften bieten einen Versicherungsschutz bis zum 67. Lebensjahr. Das gilt auch für im Jahr 2013 abgeschlossene Verträge.

Die Testsieger für Beamte

Ebenso, wie für Angestellte und Selbständige, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung auch für Beamte eine sinnvolle Absicherung. Bei Beamten heißt die Berufsunfähigkeit jedoch „Dienstunfähigkeit“. Besonders wichtig ist für sie daher die Dienstunfähigkeitsklausel. Diese muss ein BU für Beamte enthalten. Aus diesem Grund wurden im Test auch nur Tarife mit der so genannten Dienstunfähigkeitsklausel berücksichtigt. Ohne sie müsste im Falle der Dienstunfähigkeit eine zweite Prüfung durch einen Arzt erfolgen, welche dann noch einmal die Berufsunfähigkeit nachweist. Nur wenige Anbieter haben solche Tarife im Angebot und können den Ansprüchen von Beamten oder Beamtenanwärtern gerecht werden.

Zu den Testsiegern für Beamte gehören:

  • DBV Winterthur
  • Debeka
  • Ergo
  • Nürnberger
  • und die Signal Iduna.

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Die häufigsten Gründe gegen eine Berufsunfähigkeitsversichrung

Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass viele Berufstätige das Risiko berufsunfähig zu werden, unterschätzen. Vor allem unterschätzen sie jedoch die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit. Anders als bei Arbeitslosigkeit oder einer mehrwöchigen Erkrankungen, gibt es im Fall einer Berufsunfähigkeit nämlich sehr schnell kaum bis gar keine staatliche Unterstützung. Denn der Staat zahlt nur noch, wenn eine Erwerbsunfähigkeit vorliegt.

Unterschied zwischen Erwerbs- und Berufsunfähigkeit

Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn der Betroffenen keinerlei Arbeit mehr nachgehen kann. Man unterscheidet zwischen teilweiser Erwerbsunfähigkeit (Betroffene können drei bis unter sechs Stunden arbeiten.) und vollständiger Erwerbsunfähigkeit (Betroffene können nur noch weniger als drei Stunden arbeiten.).

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Betroffene seinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich dauerhaft oder mindestens sechs Monate nicht mehr ausüben kann.

Fazit: Der wichtigste Unterschied ist also die Tatsache, dass mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ein bestimmter Beruf abgesichert wird und nicht die allgemeine Fähigkeit zu arbeiten.

Beispiel: Ein Dachdecker, der beispielsweise ein Bein verliert, kann nicht mehr als Dachdecker arbeiten. Einen Bürojob hingegen könnte er noch ausüben. Damit hat er keinen Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente.  Die Bedingungen zum Erhalt der BU-Rente sind jedoch erfüllt. Vorausgesetzt er hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, erhält er die versicherte Rente ausgezahlt.

Bedarfsgerechte Rente vereinbaren

Wenn es um eine private BU geht, dann sollte immer auch die passende Rente mit der Gesellschaft bzw. dem Anbieter vereinbart werden. Da sich die Rentenhöhe an den persönlichen Umständen bemisst, kann kein pauschal gültiger Betrag für die BU-Rente genannt werden. Sie sollte in jedem Fall mindestens die laufenden Lebenshaltungskosten decken können.

Diese Fixkosten sollten mit eingerechnet werden:

  • Miete
  • Lebenshaltungskosten
  • Kosten für Auto und ähnliches
  • laufende Darlehen, Kredite, Versicherungen

Während der Laufzeit sollten Versicherungsnehmer die versicherte Rente anpassen können. Hierfür ist die bereits erwähnte Nachversicherungsgarantie wichtig. Sie ermöglicht spätere Anpassungen bei besonderen Änderungen der Lebensumstände. Dazu zählen beispielsweise die Geburt eines Kindes oder auch eine Heirat.

Kombinieren oder nicht?

Mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (kurz BUZ) können Verbraucher beispielsweise eine Lebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kombinieren. Der Vorteil sollte die Tatsache sein, dass bei einer anerkannten Berufsunfähigkeit von 50 Prozent die Beiträge für die Risikolebensversicherung von der Versicherung gezahlt werden. So erhalten Versicherte eine doppelte Absicherung im Fall der Fälle. So wird auch die Familie im Todesfall abgesichert. Experten raten jedoch dazu, lieber eine selbständige BU (kurz SBU) abzuschliessen. Bei einigen Versicherern ist es möglich eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit zu vereinbaren. Wer die finanziellen Mittel hat, sollte lieber eine seperate Lebensversicherung abschließen.

Unisex-Tarife für Versicherungen seit 2013

2013 wurden in Deutschland Unisex-Tarife eingeführt. Vorher mussten Frauen häufig mehr zahlen als Männer, da sie statistisch gesehen ihre BU häufiger in Anspruch nehmen mussten. Dank der Unisex-Tarife spielt das Geschlecht des Versicherungsnehmers keine Rolle mehr bei der Berechnung der Versicherungsbeiträge. Somit zahlen Frauen und Männer das gleiche. Unterschiedliche Beitragskalkulationen sind damit unzulässig. Das gilt unter anderem auch für die private Krankenversicherung.

Fazit zum Thema BU und Testberichte

Beruf, Alter und Gesundheit entscheiden über die Beiträge einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese Kriterien sind aber bei der Auswahl des individuell passenden Berufsunfähigkeitsschutzes unzureichend. Auch wenn bestimmte Anbieter bei Testergebnissen sehr gut abschneiden oder sogar als Testsieger hervorgehen, heißt dass nicht in jedem Fall, dass sie auch für Sie persönlich den besten Schutz und das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Bei Stiftung Warentest konnte die AachenMünchener, bei Focus Money die Allianz und beim Institut für Vorsorge und Finanzplanung die AachenMünchener und die Europa als Testsieger überzeugen. Ob diese Testsieger auch für Sie den optimalen Schutz bieten, muss im Rahmen einer individuellen Analyse ermittelt werden.

Zwei Gründe, warum die BU so wichtig ist

Es gibt reichlich gute Gründe eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen (mehr dazu unter 10 gute Gründe für die Berufsunfähigkeitsversicherung).

Die zwei wichtigsten Gründe sind jedoch:

Die BU leistet bei Berufsunfähigkeit: Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung geht es im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung nicht um die Arbeitsfähigkeit an sich, sondern um den ausgeübten Beruf. Das bedeutet, dass die BU sehr viel früher leistet als andere Versicherungen.

Verliert ein Chirurg beispielsweise, durch einen Unfall seine Hand, ist er berufsunfähig, da er nicht mehr operieren kann. Allerdings bedeutet das nicht unbedingt, dass er arbeitsunfähig ist. In einem solchen Fall leistet also nur die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die BU sichert den finanziellen Status: Die Haupteinnahmequelle der meisten Berufstätigen ist die finanzielle Entlohnung ihrer Arbeit sein. Das heißt, wenn diese Einnahmequelle aus gesundheitlichen Gründen wegfällt, folgen schnell finanzielle Probleme. Die Berufsunfähigkeitsrente springt in einem solchen Fall ein und sichert so den Lebensstandard.[/box]

Was passiert, wenn man berufsunfähig wird?

Wem eine Berufsunfähigkeit bescheinigt wird, der erhält aus der gesetzlichen Rentenversicherung maximal bis zu 32 Prozent des letzten Bruttoeinkommens – wenn überhaupt. Es gibt zahlreiche Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um bei Berufsunfähigkeit eine Auszahlung von der gesetzlichen Rentenkasse zu erhalten. So darf man beispielsweise keiner beruflichen Beschäftigung nachgehen (auch keiner geringfügigen) und muss vor Meldung der Berufsunfähigkeit mindestens fünf Jahre in die staatliche Rentenkasse eingezahlt haben.

Stichtag 1. Januar 1961

Vor allem Berufstätige, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, sollten sich nicht auf gesetzliche Leistungen verlassen. Sie haben nämlich keinen Anspruch mehr auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente. Sie können lediglich eine Erwerbsminderungsrente beantragen. Diese leistet allerdings erst, wenn der Betroffene keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen kann.

  • Teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn der Betroffene noch drei bis sechs Stunden täglich arbeiten kann, unabhängig von der Tätigkeit.
  • Volle Erwerbsminderung besteht erst, wenn der Arbeitnehmer nur noch weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann.

Der vorher ausgeübte Beruf spielt dabei keine Rolle. Solange der Betroffene irgendeine Tätigkeit länger als drei Stunden täglich ausüben kann, gilt er maximal als teilweise erwerbsgemindert. Hinzu kommt, dass selbst bei voller Erwerbsminderung und trotz überarbeiteter Zurechnungszeiten die gesetzlichen Leistungen meist deutlich unter dem Niveau der Grundsicherung liegen.

Das leistet eine private Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung versichert die Arbeitskraft. Das heißt, wer auf das Einkommen aus seiner Erwerbstätigkeit angewiesen ist, sollte seine Arbeitskraft absichern. Versicherte, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, können den gewohnten Lebensstandard auch bei eintretender Berufsunfähigkeit erhalten. Wie hoch die Auszahlung ausfällt und in welchen Fällen die Versicherung die Rente auszahlt, ist vom gewählten Tarif abhängig.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Wer profitiert?

Es gibt unzählige Versicherungsunternehmen, die Berufsunfähigkeitsversicherungen anbieten. Da es sich bei der BU um eine so genannte Risikoversicherung  handelt, erzielen die Versicherer einen enormen Gewinn, wenn es nicht zum Leistungsfall kommt. Andererseits entstehen den Anbietern hohe Kosten, wenn ein Versicherter beispielsweise mit 40 Jahren (nach nur fünfjähriger Versicherungszeit) berufsunfähig wird. Besteht die Berufsunfähigkeit bis zum Renteneintritt, muss die Versicherung über viele Jahre hinweg die vertraglich vereinbarte BU-Rente auszahlen.

Rechenbeispiel

Wie viel Geld erhält ein Versicherter, der im Alter von 40 Jahren berufsunfähig wird, von seiner Versicherung ausgezahlt?

  • BU-Rente: 1.000 Euro
  • Laufzeit: bis zum 67. Lebensjahr
  • Alter des bei BU: 40 Jahre
  • Leistungsdauer der Versicherung: 27 Jahre

Rechnung: 1.000 Euro*27 Jahre*12 Monate

Ergebnis: 324.000 Euro

Der Versicherte erhält im Verlauf der Leistungsdauer (wenn die Berufsunfähigkeit bis zum Ende der Laufzeit bestehen bleibt) insgesamt 324.000 Euro von seiner Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt.

Berufsunfähig: Was heißt das eigentlich?

Berufsunfähig ist wer, seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Die Ursachen dafür, warum ein Mensch nicht mehr in seinen Beruf nicht mehr arbeiten kann sind sehr vielfältig. Je nach Tätigkeit gibt es zum Teil anerkannte Berufskrankheiten. So ist die Sehnenscheidenentzündung eine typische Berufskrankheit unter Friseuren. Die Mehlallergie tritt, gehäuft bei Bäckern auf. Eine solche Berufskrankheit, auch wenn sie von entsprechender Stelle anerkannt wurde, führt jedoch nicht automatisch zur Berufsunfähigkeit. Die Versicherung wird in jedem Fall genau prüfen lassen, ob eine Berufsunfähigkeit besteht.

Für Versicherer zählt vor allem, dass mindestens eine 50 prozentige Berufsunfähigkeit vorliegt, die voraussichtlich länger als sechs Monate bestehen bleibt.

Der BU-Grad ist entscheidend

Der überwiegende Teil der Berufsunfähigkeitsversicherungen leistet ab einen Berufsunfähigkeitsgrad von 50 Prozent. Versicherte, die diesen Wert nicht erreichen, erhalten keine BU-Rente. Wichtig ist, dass sich die Berufsunfähigkeit immer auf den zuletzt ausgeübten Beruf bezieht.

Häufige Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind:

  • Psychische Erkrankungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (inkl. Skelett)
  • Tumor-Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs
  • Schädigungen des Herzens und/oder des Gefäßsystems

Neben den oben erwähnten BU-Ursachen gibt es viele weitere Gründe, warum man berufsunfähig werden kann. Die fünf aufgeführten Beispiele zählen jedoch mit Abstand zu den häufigsten Ursachen. Vor allem die psychischen Erkranken nehmen in den letzten Jahren stetig zu. Hier sind vor allem Depressionen und Burnout häufig der Grund, warum ein Erwerbstätiger aus dem Berufsleben ausscheidet.

Eine Berufsunfähigkeit muss nicht dauerhaft bestehen

Eine Berufsunfähigkeit muss nicht zwingend bedeuten, dass der Betroffene nie wieder in seinen Beruf zurückkehren kann. Eine Bandscheibenvorfall oder auch ein Burnout lassen sich behandeln, so dass eine Rückkehr ins gewohnte Leben nicht per se ausgeschlossen ist.

Die Berufsunfähigkeitsrente kann sich, gerade bei psychischen Ursachen zudem positiv auf den Heilungsprozess auswirken, da sich der Versicherte wenigstens keine Sorgen um seine finanzielle Situation machen muss.

Wie teuer ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt, da die Prämienhöhe von einer Vielzahl verschiedener Faktoren bestimmt wird. Neben der gewünschten Rentenhöhe spielen das Alter, der Gesundheitszustand und der ausgeübte Beruf entscheidende Rollen. Das Versicherungsunternehmen versucht abzuschätzen, wie hoch das Risiko ist, dass der Versicherungsnehmer tatsächlich berufsunfähig wird.

Daher kommt der Merksatz, je früher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger für den Versicherten.

Die Kosten-Faktoren im Kurz-Check

Das Alter

Je jünger man bei Vertragsschluss ist, desto geringer ist der Versicherungsbeitrag. Diese Faustregel begründet sich im Umstand, dass in der Regel junge Menschen gesünder sind als ältere (siehe auch Gesundheitszustand). Hinzu kommt die Möglichkeit, bereits als Schüler oder Student eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Diese Kundengruppen profitieren später von einer vorteilhaften Berufsgruppe. Denn diese bleibt auch bestehen, selbst wenn der Versicherte später beispielsweise einen handwerklichen oder anderen risikoreichen Beruf annimmt (weitere Informationen unter BU Berufswechsel).

Der Gesundheitszustand

Die Gesundheit und die Krankheitsgeschichte des Kunden spielen für die Versicherung eine große Rolle. Denn je schlechter der Gesundheitszustand des Versicherten ist, desto höher ist das Risiko, dass er während der Vertragslaufzeit berufsunfähig wird. Daher fragen die Unternehmen hier sehr genau nach. Neben bestehenden Vorerkrankungen werden auch durchgeführte Operationen und stationäre Aufenthalte abgefragt. Aber auch die Tatsache, ob der Betreffende raucht oder geraucht hat, beeinflusst die Prämienhöhe. Alle Daten rund um die Krankheitsgeschichte werden im Rahmen der Gesundheitsprüfung abgefragt.

Der Beruf

Hier ist der, zum Zeitpunkt des Vertragsabschluss ausgeübte Beruf entscheidend. Das heißt, wenn der Versicherte ursprünglich eine Ausbildung zum Tischler gemacht hat, jetzt aber einer reinen Bürotätigkeit nachgeht, wird die Versicherung seine jetzige Tätigkeit zur Berechnung des Versicherungsbeitrages heranziehen.

Die BU-Rente

Tatsache ist, je höher die Berufsunfähigkeitsrente, desto höher der zu zahlende Beitrag. Allerdings ist es ebenso eine Tatsache, dass eine zu niedrig angesetzte Rente dem Versicherten kaum etwas bringt, da sie im Zweifel mit einer eventuell nötigen Grundsicherung verrechnet wird. Daher ist es wichtig, ganz objektiv zu überlegen, welche laufenden Kosten, die Rente im Leistungsfall decken muss.

Gefahrenklassen in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung sind unter anderem abhängig von der Gefahrenklasse, in die der Versicherte von dem jeweiligen BU-Anbieter eingeteilt wird. Bestimmt wird die Gefahrenklasse vom ausgeübten Beruf. Dementsprechend unterscheiden sich die Kosten, die auf den Versicherten zukommen, je nachdem welcher Berufsgruppe der Betreffende zugerechnet wird.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Arbeitnehmer

Der größte Teil der Beschäftigten steht in einem Angestelltenverhältnis. Je nachdem ob sie einen kaufmännischen Beruf ausüben, bei dem sie den größten Teil der Arbeitszeit im Büro arbeiten oder beispielsweise ein Handwerker sind, der überwiegend draußen auf dem Bau tätig ist, wird der Versicherer sie in unterschiedliche Gefahrenklassen einteilen. So müssen häufig gerade Angestellte, die einen BU-Schutz besonders nötig haben so hohe Prämien zahlen, dass sie sich Versicherung kaum leisten können. Lesen Sie unter Berufsunfähigkeitsversicherung für Handwerker und Berufsunfähigkeitsversicherung für Pflegekräfte, wie Sie mit Hilfe unserer Versicherungsberater trotzdem einen BU-Schutz mit anständigen Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Personen mit Beamtenstatus

Für Beamte gibt es einige Sonderregelungen, die sie bei der Suche nach der passenden Berufsunfähigkeitsversicherung beachten müssen. So sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte zum Beispiel in jedem Fall eine Dienstunfähigkeitsklausel enthalten. Aufgrund der Besonderheiten gibt es eine Reihe von Anbietern, die sich auf die Absicherung von Beamten spezialisiert haben. Ein Vergleich der Anbieter hilft einen leistungsstarken Tarif zu finden.

Selbständige in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch für Selbständige immens wichtig. Verlieren sie ihre Arbeitskraft und können ihren Beruf nicht mehr ausüben, fällt sofort ihr gesamtes Einkommen weg, da sie nicht auf den gesetzlichen Schutz bauen können. Sie sollten besonders darauf achten, dass ihre BU-Rente nicht zu niedrig ist, da sie beispielsweise weiter Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen.

Was man vor Vertragsabschluss wissen sollte

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Absicherung, die auf eine lange Laufzeit angelegt ist. Daher ist es wichtig den Vertrag und seine Einzelheiten gründlich zu prüfen. Denn der auch der Versicherer wird sich Zeit nehmen die Unterlagen des Antragstellers zu untersuchen. Lesen Sie hier, wie Sie Prüfzeiträume verkürzen können und worauf sie außerdem vor dem Unterzeichnen des BU-Vertrages achten sollten.

Eventuelle Wartezeiten beachten

In vielen Fällen erhält der Versicherungsnehmer die erste Auszahlung der Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn der Beruf sechs Monate ohne Unterbrechung nicht ausgeübt werden konnte. Häufig ist dieser Zeitraum vollkommen ausreichend, da viele Arbeitnehmer zunächst weiter von ihrem Arbeitgeber bezahlt werden oder zumindest Krankengeld beziehen.

Selbstständige haben hier allerdings ein erhöhtes Risiko und sollten über eine zusätzliche Krankentagegeldversicherung nachdenken, die diese Lücke schließt.

Lange Prüfungszeiten möglich

Je höher die angestrebte Rente im Versicherungsfall, desto gründlicher prüfen die Versicherer die Rahmenbedingungen vor Vertragsabschluss (in erster Linie: den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers). Das bedeutet, dass die Prüfungsdauer vor dem Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung recht lang ausfallen kann.

Der Versicherungsnehmer kann allerdings selbst dazu beitragen, dass sich die Prüfungszeit nicht unnötig in die Länge zieht. Auskünfte bei der Krankenkasse und bei den behandelnden Ärzten über sämtliche Behandlungen in den letzten Jahren können zum Beispiel ohne Aufforderung selbst eingeholt werden. Diese Auskünfte wird der Versicherer spätestens anfordern, wenn der Versicherungsfall eingetreten ist.

Falsche Angaben gefährden Versicherungsschutz

Nahezu jeder BU-Versicherer verlangt eine so genannte Gesundheitsprüfung bevor den Vertrag bewilligt. Diese ist je nach Anbieter unterschiedlich gestaltet. So gibt es zum Teil deutliche Unterschiede bei den Betrachtungszeiträumen. Dieser liegt normalerweise zwischen fünf und zehn Jahren.

Beachten Sie: Wenn diese Auskünfte mit den Angaben, die beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung gemacht wurden, nicht übereinstimmen, kann der Versicherer die Auszahlung verweigern.

Wahrheitsgemäße Angaben sind ausgesprochen wichtig: Der Versicherungsschutz erlischt, wenn der Versicherungsnehmer zum Beispiel Vorerkrankungen verheimlicht oder nicht wahrheitsgemäß angegeben hat. In so einem Fall wird die Berufsunfähigkeitsrente nicht ausgezahlt!

So verlockend es auch sein mag, gerade kleinere Blessuren unter den Tisch fallen zu lassen: Der Versicherungsnehmer tut sich damit keinen Gefallen. Wer auch nur kleinere gesundheitliche Probleme verschweigt, muss damit rechnen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung im Ernstfall entweder teilweise oder überhaupt nicht leistet.

Ein Tipp von Versicherungsmaklerin und BU-Expertin Katharina Krech

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte und im Verlauf seines Lebens bereits Operationen hatte oder eine Therapie gemacht hat, sollte auch auf die Betrachtungszeiträume der Versicherer achten. Diese liegen für Psychotherapien üblicherweise bei fünf Jahren. Bei Operationen verlangen die Versicherer häufig alle Daten aus den letzten zehn Jahren.

Hier kann es sich günstig auf die Prämien auswirken, wenn man einen BU-Vertrag erst abschließt, wenn die Therapie oder die letzte Operation länger zurückliegt.

Darum ist ein Berufsunfähigkeitsversicherung-Vergleich wichtig

Die Versicherungsbedingungen enthalten viele Klauseln und Regelungen, die empfehlenswerte Tarife von den weniger guten unterscheiden.

Vergleichen Sie die Tarife in Bezug auf…

… den Wegfall der Wartezeit.

Tritt der Versicherungsfall ein und der Versicherte muss seine Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen, dauert es in der Regel, bis die erste Rate der BU-Rente ausgezahlt wird. Diese Zeit wird Wartezeit genannt. Viele Versicherungen zahlen erst sechs Monate nach Antragstellung die Rente aus. Einige Anbieter zahlen sogar noch später.

Wartezeit ist üblich

Es ist durchaus üblich, dass Versicherer erst nach einer gewissen Zeit die Leistung erbringen. Angestellte Versicherungsnehmer erhalten in der ersten Zeit der Berufsunfähigkeit meist noch ein Gehalt von ihrem Arbeitgeber. Nach sechs Wochen zahlt dann die Krankenversicherung ein Krankengeld. Selbständige haben im besten Fall eine Krankentagegeldversicherung, die nach einer gewissen Zeit (je nach vertraglicher Vereinbarung) den Verdienstausfall abfedert. Damit ist der finanzielle Haushalt meist zumindest für eine Übergangszeit gesichert.
Einige Versicherungsnehmer haben zudem eine kleines finanzielles Polster, mit dem dieser Zeitraum überbrückt werden kann. Ist dies allerdings nicht der Fall, kann die Wartezeit zu einem echten Problem werden.

Persönliche Situation berücksichtigen

Berücksichtigen Sie die Wartezeit, wenn Sie einen Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherung durchführen. Wenn Sie Wert darauf legen, dass die Wartezeit wegfällt, müssen Sie in vielen Fällen leicht höhere Beiträge in Kauf nehmen. Wenn die Wartezeit für Sie wiederum keine Rolle spielt, sollten Sie beim Berufsunfähigkeitsversicherung-Vergleich darauf achten, dass es diese Karenzzeit gibt, um nicht höhere Raten zu zahlen als notwendig.

… die rückwirkenden Leistungen

Die Gewährung von rückwirkenden Leistungen trotz verspäteter Meldung ist für die BU ein sehr wichtiger Punkt. Denn häufig wird eine Berufsunfähigkeit erst spät festgestellt.
Vergleichen Sie die verschiedenen Meldefristen der Tarife. Einige Versicherer gewähren rückwirkende Leistungen bei verspäteter Meldung für einen sehr langen Zeitraum. Dieser kann zum Teil bis zu drei Jahre umfassen.

… die Nachversicherungsgarantie

Wenn absehbar ist, dass der BU-Vertrag im Laufe der Jahre angepasst werden soll (zum Beispiel aufgrund von Änderungen der persönlichen Verhältnisse durch Heirat oder Familienzuwachs), ist eine so genannte Nachversicherungsgarantie wichtig. Diese ermöglicht es dem Versicherungsnehmer die versicherte BU-Rente zu erhöhen, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung verlangt wird. Auch der Wechsel in einen anderen Tarif beim selben Anbieter ist möglich. Zum Teil sogar ohne, dass zusätzliche Kosten entstehen.

Nachversicherungsgarantien können Tarife verteuern

Beachten Sie: Angebote, die ohne eine Nachversicherungsgarantie günstig sind, können mit einer Garantie deutlich teurer ausfallen als andere Tarife. Berücksichtigen Sie diesen Umstand, wenn Sie einen Berufsunfähigkeitsversicherung-Vergleich durchführen. Womöglich kommen andere Tarife für Sie infrage, wenn eine Nachversicherungsgarantie gewünscht wird.

… die Länge des Prognosezeitraumes

Der Prognosezeitraum beschreibt die Zeit, in der der Versicherungsnehmer nach Einschätzung des Arztes berufsunfähig ist. Idealerweise beträgt der Prognosezeitraum nicht mehr als sechs Monate.
Je länger der Zeitraum ist, desto schwieriger ist es für den Arzt, eine passende Prognose zu treffen. Einige Ärzte verhalten sich hier zurückhaltend, was eher dem Versicherer entgegen kommt, als dem Versicherungsnehmer. Es lohnt sich also, einen Berufsunfähigkeitsversicherung-Vergleich durchzuführen, wenn der Prognosezeitraum des gewählten Tarifs länger ist.

Tipp: Pauschalregelungen oft sinnvoll

Berücksichtigen Sie beim Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich: Pauschalregelungen meist sinnvoller als Staffelregelungen.
Während der Versicherte bei der Pauschalregelung die volle Rentenzahlung erhält, wenn er zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig ist, werden bei der Staffelregelung zum Teil nur 50 Prozent ausgezahlt. Die volle Rente erhält der Versicherte bei der Staffelregelung oft erst bei einer 75 prozentigen Berufsunfähigkeit.
Ein Vorteil der Staffelregelung ist andererseits, dass der Versicherungsnehmer bereits bei einer BU von 25 Prozent eine Auszahlung erhält. Die beträgt dann meist ein Viertel der vereinbarten Rente.

… unverständliche Formulierungen

Wie bei anderen auch Verträgen ist es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig, dass beide Vertragsparteien wissen, worauf sie sich einigen – und zwar ausnahmslos. Der Versicherungsnehmer sollte also alles verstehen, was in dem Vertrag festgehalten wird, den er abschließen möchte. Gerade in den Verträgen zur Absicherung der Berufsunfähigkeit gibt es unzählige BU Regelungen und Klauseln die wichtig für den Versicherungsschutz und die Leistungen sind.
Stehen in den Versicherungsbedingungen eines Tarifes viele Klauseln, die ein Laie nicht versteht, ist das ungünstig. Unverständliche Vertragsformulierungen sollten ein Grund sein, entweder beim Versicherer nachzufragen oder gleich nach einer Alternative zu suchen.

Vermeiden Sie eine zu niedrige Berufsunfähigkeitsrente

Während bei der Altersvorsorge durchaus das Motto gelten darf “Wenig ist besser als garnichts”, sieht es bei der Berufsunfähigkeit anders aus. Denn muss der Versicherungsnehmer im Fall der Fälle auf die staatliche Grundsicherung zurückgreifen, wird die Rente der privat abgeschlossenen BU mit den Sozialleistungen verrechnet. Der Versicherungsnehmer hat also unter Umständen die Beiträge jahrelang umsonst gezahlt.

Als Faustregel gilt: Ein Vertrag mit einer angepeilten BU-Rente von unter 1.000 Euro macht nur wenig Sinn. Eine Ausnahme: die bereits erwähnten Berufseinsteiger, die im Laufe ihres Arbeitslebens die Beiträge nach und nach anheben möchten.

Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung pünktlich zahlen

Wer die monatlichen Raten der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlt (entweder verspätet oder überhaupt nicht), riskiert die fristlose Kündigung des Vertrags durch den Versicherungsgeber.

Dieser Aspekt kann wichtig werden, wenn der Arbeitnehmer die Auszahlung aufgrund von gesundheitlichen Problemen zwar bereits beantragt hat, die Police aufgrund der Prüfungsphase allerdings noch nicht ausgezahlt wird. In diesem Zeitraum muss der Versicherungsnehmer die Raten weiter zahlen – natürlich auch, wenn aufgrund der Erkrankung keine Einkünfte erzielt werden.
Solange die Berufsunfähigkeit nicht bescheinigt ist, gilt der Versicherungsnehmer als gesund und muss die Beiträge regulär begleichen! Wird die Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt, werden die Raten dieser Prüfungsphase an den Versicherungsnehmer zurückgezahlt.

Vertrag ruhen lassen

Beachten Sie: Einige Anbieter erlauben es, dass die Raten in der Prüfungsphase ausgesetzt werden! Ihr Versicherungskaufmann teilt Ihnen mit, bei welchen BU-Tarifen dies der Fall ist. Sollte die Auszahlung von der Versicherung allerdings verweigert werden, müssen die gestundeten Beiträge vom Versicherungsnehmer nachgezahlt werden.

Zusätzliche rechtliche Absicherung beachtenswert

Wenn aufgrund besonderer Umstände bereits im Vorfeld Probleme mit der Auszahlung befürchtet werden, lohnt sich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung (RSV). Dabei gilt es zu beachten, dass Rechtsschutzversicherungen mit einer Wartezeit versehen sind! In der Regel muss eine RSV mindestens drei Monate vor der Unterzeichnung der Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden, damit die Versicherung bei Rechtsstreitigkeiten in Anspruch genommen werden kann.

Die Anbieter im Vergleich

Die Berufsunfähigkeitsversicherung Anbieter unterscheiden sich teilweise erheblich, sowohl hinsichtlich der Leistungen, die sie anbieten, als auch in Bezug auf die Beitragshöhe. Es gibt eine Reihe von Klauseln und Regelungen, die einen empfehlenswerten von einem weniger guten Versicherer unterscheiden.

Diese BU Klauseln machen den Unterschied

Wer eine BU abschließen möchte, sollte einen genauen Blick auf die Berufsunfähigkeitsversicherung Klauseln und Regelungen werfen. Wichtig ist, dass der BU-Vertrag keine abstrakte Verweisung enthält. Manche Anbieter verstecken eine solche abstrakte Verweisung geschickt in den Vertragsklauseln, so dass ein Laie sie kaum finden kann.
es weiteren sollte ein empfehlenswerter Vertrag auch eine Regelung zur Leistungspflicht des Versicherers im Fall einer Pflegebedürftigkeit enthalten.
Auch Nachversicherungsgarantien und die Beitragsdynamik sind wichtig, vor allem wenn man die BU bereits in jungen Jahren abschließt.
Gute BU-Verträge bieten darüber hinaus die Möglichkeit den Vertrag für eine gewisse Zeit ruhen zu lassen. So verliert man den BU-Schutz nicht gleich, wenn es beispielsweise durch Arbeitslosigkeit zu finanziellen Engpässen kommt.

Neben den erwähnten Beispielen gibt es weitere Klauseln, die nur für einige Berufe eine Rolle spielen (z.B. die Infektionsklausel für Ärzte).

Berufsunfähigkeitsversicherung auch nach Abschluss regelmäßig prüfen

Der Markt für Berufsunfähigkeitsversicherung ist immer in Bewegung – die BU-Anbieter passen die Leistungsumfänge ihrer Tarife regelmäßig an. Für Versicherungsnehmer bedeutet dieses, dass es sich auch nach Abschluss einer BU immer wieder lohnen kann, nach günstigen Angeboten Ausschau zu halten.

Tipp: Gerade wenn das Renteneintrittsalter noch fern ist, kann ein günstigerer Tarif viele tausende Euro einsparen. Fachleute empfehlen, laufende Versicherungen etwa alle zwei Jahre mit aktuellen Angeboten zu vergleichen.

Mitunter hat der Anbieter, bei dem die Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wurde, mittlerweile günstigere Tarife im Programm. In diesem Fall ist eine so genannte Nachversicherungsgarantie von Vorteil, die bei Vertragsabschluss mit abgeschlossen wird. So lassen sich bestehende Verträge kostengünstig oder gar vollständig ohne Zusatzkosten anpassen. Diese Garantie empfiehlt sich auch für Versicherungsnehmer, bei denen zu erwarten ist, dass sich die Lebenssituation im Laufe der nächsten Jahre ändert, zum Beispiel durch Heirat, Nachwuchs oder Hausbau.

Steuerliche Vorteile nutzen

Tipp: Prüfen Sie, ob Sie steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen können. Denn unter bestimmten Voraussetzungen können auch BU-Beiträge beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Eine wichtige Voraussetzung dabei sind die Beiträge für Kranken- und gesetzliche Pflegeversicherung, die ebenfalls in die Steuererklärung aufgenommen werden sollen. Liegen diese Beiträge nicht über 1.900 Euro (bei Angestellten) bzw. nicht über 2.800 Euro (bei Selbstständigen), können auch die BU-Beiträge für eine Steuererleichterung sorgen.

Gibt es Alternativen zu BU?

Der Versicherungsmarkt ist groß und es gibt zahlreiche Versicherungen, die Verbraucher abschließen können, um im Fall von Krankheit oder Unfall vorzusorgen. Diese reichen von der Erwerbsunfähigkeitsversicherung, über die Dread-Disease-Versicherung und Multi-Risk Policen bis hin zur klassischen Unfallversicherung. Die Experten sind sich allerdings einig, dass keine der erwähnten Versicherungen eine wirkliche Alternative zu Berufsunfähigkeitsversicherung darstellt. Entweder leisten sie erst sehr viel später als eine BU oder ihre Leistungspflichten sind sehr viel stärker begrenzt. So zum Beispiel bei der Dread-Disease-Versicherung, bei der nur bestimmte Krankheiten abgedeckt sind.

Was tun, wenn man keine Bu bekommt?

Leider bekommt nicht jeder Berufstätige, der eine BU abschließen möchte auch einen Vertrag. Daher müssen einige gezwungenermaßen auf eine andere Versicherung ausweichen. Allerdings empfiehlt es sich, in jedem Fall einen Versicherungsexperten zu Rate zu ziehen. Eventuell gelingt es ihm, dank seines Fachwissens, doch noch einen geeigneten BU-Tarif zu finden. Wenn nicht, kann er Sie jedoch zumindest beraten, welche Versicherung die beste Alternative ist.

Lassen Sie sich von unseren Versichersexperten beraten und kontaktieren Sie uns gern persönlich – unverbindlich und kostenfrei: 030 – 120 82 82 8 (Mo – Fr: 9 – 18 Uhr) oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen

Wer seine Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen möchte, sollte sich vorher beraten lassen, da eine Kündigung mit einigen Nachteilen verbunden ist.

Auch wenn man sich beispielsweise über eine Anhebung der Versicherungsbeiträge ärgert, kann es andere Wege geben, die eine bessere Alternative darstellen. Möglich ist beispielsweise der Wechsel in einen anderen Tarif innerhalb des Versicherungsunternehmens.

Anbieterwechsel

Der Nachteil eines Anbieterwechels besteht vor allem darin, dass die bereits geleisteten Zahlungen verloren gehen. Hinzu kommt, dass der neue Versicherer, eine neue Gesundheitsprüfung verlangt. Wurde der Betreffende in der Zwischenzeit operiert oder hat sich der Gesundheitszustand verschlechtert, kann es sein, dass die Prämien höher ausfallen oder der neue Versicherer einige Krankheiten vom Versicherungsschutz ausschließt.
Diese Überlegungen entfallen natürlich, wenn man keine neue BU abschließen möchte, allerdings gilt auch in diesem Fall, dass die gezahlten Beiträge verfallen.

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