Vollzugsdienstunfähigkeitsversicherung

Der Beruf des Vollzugsbediensteten birgt eine große Gefahr, berufsunfähig zu werden. Oft gehen Beamte in den vorzeitigen Ruhestand aufgrund psychischer Probleme. Wer als Beamter im Polizeidienst nicht mehr seiner Arbeit nachgehen kann, muss allerdings einige Besonderheiten beachten, um eine ausreichende Berufsunfähigkeitsrente zu erhalten.

Beamte haben nicht automatisch eine sichere Rente

Wenn eine Dienstunfähigkeit eintritt, bedeutet das für den Vollzugsbediensteten besonders in jungen Jahren eine enorme Einkommenseinbuße. Denn wenn der Polizist noch nicht verbeamtet war, verliert er bei Eintritt der Berufsunfähigkeit den Beamtenstatus und daher auch das Anrecht auf eine entsprechende Rentenversorgung. Er ist dann lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert, von der er nicht viel zu erwarten hat. Doch auch Beamte auf Lebenszeit sollten sich nicht zu sehr auf die Rentenversorgung verlassen. Denn die Höhe der Rente für Beamte hängt von der Dauer der geleisteten Jahre ab. Wenn der Polizist noch nicht lange im Dienst ist, so fällt auch die Rente geringer aus. Maximal hat der Beamte einen Anspruch auf 70 Prozent des letzten Dienstgehalts. Erst nach etwa 40 Dienstjahren hat der Vollzugsdienstbeamte einen Anspruch auf die volle Rentenhöhe erreicht.

Als Rechenbeispiel:

Ein Polizist ist 30 Jahre alt und besitzt den Status eines Beamten auf Lebenszeit. Er ist seit 5 Jahren im Dienst und erfüllt damit die Voraussetzungen der Wartezeit. Als Ruhegehalt würde der Beamte 1.334 Euro erhalten. Damit würde sich eine Versorgungslücke von mindestens 1.000 Euro ergeben, trotz des Beamtenstatus.

Um die richtige Versicherung zu finden, bietet sich zum einen ein Vergleich von Testergebnissen der Berufsunfähigkeitsversicherer an, außerdem kann ein Versicherungsmakler konsultiert werden, oder die Tarife können per Rechner selbsttätig miteinander verglichen werden.

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Die Folgen einer Dienstunfähigkeit für Polizisten (nach Status)

Arbeitsunfall Krankheit/Freizeitunfall Verletzung im Dienst
Polizeibeamter auf Probe Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung Unfallruhegehalt  Ruhegehalt
Polizeibeamter auf Widerruf Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung Unterhaltsbeitrag Unterhaltsbeitrag
Polizeibeamter auf Lebenszeit Anspruch auf Beamtenversorgung mit 5-jähriger Wartezeit; Höhe hängt von Arbeitsdauer ab

Das Ruhegehalt für Beamte auf Lebenszeit

Paragraph 44 des Bundesbeamtengesetz regelt, dass Beamte auf Lebenszeit nach einer Dienstzeit von 5 Jahren einen Anspruch auf Ruhegehalt haben:

Bundesbeamtengesetz (§ 44, Abs. 1)
„Die Beamtin auf Lebenszeit oder der Beamte auf Lebenszeit ist in den Ruhestand zu versetzen, wenn sie oder er wegen des körperlichen Zustandes oder aus gesundheitlichen Gründen zur Erfüllung der Dienstpflichten dauernd unfähig (dienstunfähig) ist.

Als dienstunfähig kann auch angesehen werden, wer infolge einer Erkrankung innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat, wenn keine Aussicht besteht, dass innerhalb weiterer sechs Monate die Dienstfähigkeit wieder voll hergestellt ist. In den Ruhestand wird nicht versetzt, wer anderweitig verwendbar ist.“

Vollzugsdienstunfähigkeit: Welche Versicherung ist die Richtige?

Da es sich auch für Beamte lohnt, die eigene Berufsunfähigkeit abzusichern, empfiehlt sich für Vollzugsdienstbeamte der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die auch Dienstunfähigkeit absichert. Dazu sollte sichergestellt werden, dass in der Versicherung eine sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel integriert ist.

Rentenhöhe und Versicherungsdauer

Wer eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte darauf achten, dass die Dienstunfähigkeitsrente mindestens so hoch ist, wie das aktuelle Nettogehalt. Dafür sollte berechnet werden, wie hoch der gesetzliche Anspruch auf Ruhegehalt ist. Aus der Differenz zum Nettoeinkommen ergibt sich dann die Höhe der zu wählenden Versicherungssumme. Bei der Versicherungsdauer sollte möglichst ein ausreichend langer Zeitraum gewählt werden, bestenfalls bis zum Rentenalter. Polizisten werden in der Regel nur bis zum 55. Lebensjahr versichert, da sie ein erhöhtes Risiko besitzen, dienstunfähig zu werden.

Stolperfalle Dienstunfähigkeitsklausel

Nur wenn im Berufsunfähigkeitsversicherungs-Vertrag eine Dienstunfähigkeitsklausel enthalten ist, hat der Beamte einen Anspruch auf eine Rentenzahlung im Fall einer Dienstunfähigkeit. Die Dienstunfähigkeit ist anders definiert als die Berufsunfähigkeit. Während man zur Anerkennung der Berufsunfähigkeit mindestens 6 Monate bzw. zu einem Grad von 50% berufsunfähig sein muss, tritt eine Dienstunfähigkeit bereits bei einem Arbeitsausfall von mindestens drei Monaten innerhalb eines halben Jahres ein. Außerdem muss bei der Dienstunfähigkeitsklausel zwischen echten, unechten, und beschränkten Klauseln unterschieden werden.

Echte Dienstunfähigkeitsklausel

Wenn der Vertrag eine sogenannte echte Dienstunfähigkeitsklausel enthält, zahlt die Versicherung dem Beamten ohne Einschränkungen die festgelegten Leistungen. Folgendermaßen könnte eine solche „echte“ Klausel lauten:

„Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit.“

Unechte Dienstunfähigkeitsklausel

Die unechte Dienstunfähigkeitsklausel bewertet die Kriterien der Rentenzahlung nach den Maßstäben einer Berufsunfähigkeit. Eigentlich also ein ganz normaler Berufsunfähigkeitsvertrag und für Beamte nicht empfehlenswert.

Kosten und Leistungen einer Dienstunfähigkeitsversicherung

Wer in jungen Jahren eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte darauf achten, dass eine Nachversicherungsgarantie enthalten ist. Dadurch kann die Höhe der Rente angepasst werden, wenn beispielsweise durch Familiengründung der Bedarf gestiegen ist. Zudem sollte der Vertrag eine Todesfallleistung beinhalten, um Angehörige abzusichern. Wachtmeister sollten natürlich darauf achten, dass ihr Vertrag eine Vollzugsklausel enthält. Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte sollte außerdem auch bei Teildienstunfähigkeit zahlen, damit eventuelle Einkommensverluste durch eingeschränkte Dienstfähigkeit ausgeglichen werden können. Die Kosten einer Dienstunfähigkeitsversicherung sind abhängig vom ausgeübten Beruf und fallen ähnlich aus, wie die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Polizisten haben ein höheres Risiko, berufsunfähig zu werden, als beispielsweise ein Richter. Ebenso spielt bei der Beitragsberechnung das Alter sowie der Gesundheitszustand des Versicherten eine Rolle.

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