Modellkunde: Lehrer

Lehrern wird oft unterstellt, viel Freizeit zu haben und im Grunde ein leichtes Leben zu führen. Doch dabei wird der enorme Druck unterschätzt, dem die Lehrer häufig ausgesetzt sind. Lehrer sollen ihre Schüler auf das Leben vorbereiten, zu leistungsstarken Menschen formen. Dabei darf einerseits der Druck, der auf die Schüler ausgeübt wird, nicht zu groß sein. Andererseits sollen sie auf das „harte Berufsleben“ vorbereitet werden.
Häufig unterschätzt wird auch die Zeit, die Lehrer für Vor- und Nachbereitungen der Unterrichtsstunden und das Korrigieren von Klassenarbeiten und anderen Tests benötigen. Denn es ist keineswegs so, dass Lehrer nach dem Unterricht nach Hause gehen und Freizeit haben.

Risikoberuf Lehrer

Den Anbietern von Berufsunfähigkeitsversicherungen ist die relativ hohe Belastung, denen Lehrer häufig ausgesetzt sind, durchaus bewusst. Aus diesem Grund wird die Berufsgruppe der Lehrer auch in eine höhere Risikogruppe eingestuft als beispielsweise Zahnärzte. Das führt leider auch zu höheren Kosten, mit denen ein Lehrer rechnen muss, wenn er eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt. Lesen Sie hierzu auch unsere Unterseite Berufsunfähigkeitsversicherung Lehrer Test.

Die Modellrechnung

Die Modellrechnung zeigt, dass die Beiträge mit zunehmendem Alter deutlich ansteigen. Gerade das Lehramtsstudium bietet sich an, bereits während des Studiums über den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nachzudenken. Weitere Informationen finden Sie hierzu auch auf unserer Unterseite zum Thema BU für Studenten.

Bei den angegebenen Werten handelt es sich um gerundete Zahlen, die auf bestimmten Annahmen beruhen.

Modellkunde Lehrer

  • Vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 1.000 Euro
  • Karenzzeit: 6 Monate
  • Keine Vorerkrankungen
  • Die Tatsache, ob der Lehrer verbeamtet oder angestellt ist, wurde ebenso vernachlässigt wie die Schulform, an der der Lehrer tätig ist.

Besonderheit beim Lehrberuf

Einige Versicherer begrenzen das Leistungsschlussalter bei Lehrern auf ein Alter von 63 Jahren. Das mag vielleicht daran liegen, dass viele Lehrer die Möglichkeit in Anspruch nehmen, bereits mit 63 Jahren in Rente zu gehen und dafür Abzüge in Kauf nehmen. In unserem Beispiel wurde zusätzlich zum Leistungsschlussalter von 67 ebenfalls ein Leistungsschlussalter von 63 Jahren zugrunde gelegt.

Auswirkungen des Beamtenstatus

Da Lehrer in den meisten Bundesländern noch immer verbeamtet werden, können sie mit etwas geringeren Beiträgen rechnen. Allerdings sollten verbeamtete Lehrer oder auch Studenten, die davon ausgehen, später verbeamtet zu werden, unbedingt darauf achten, dass im Versicherungsvertrag ihrer BU eine sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel enthalten ist. Denn Beamte werden dienstunfähig und nicht berufsunfähig.

Weitere Erläuterungen zu den Besonderheiten, die für Beamte gelten, sowie eine Beispielrechnung, mit welchen monatlichen Beiträgen Beamte rechnen sollten, finden Sie auf den Unterseiten Berufsunfähigkeitsversicherung Modellkunde Beamter und Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte Test.

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Berufs- bzw. Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrer sinnvoll?

Für Lehrer besteht ein hohes Risiko, im Laufe ihrer Berufstätigkeit – zumindest vorübergehend – berufsunfähig zu werden. Schon eine Untersuchung aus dem Jahr 2003 zeichnete ein düsteres Bild. Aus dieser Studie, erhoben vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), ging hervor, dass fast ein Drittel der bayerischen Lehrkräfte akut gefährdet seien, vorzeitig pensioniert werden zu müssen (siehe BU sinnvoll?).

1. Schritt: Überblick verschaffen

Lehrkräfte und Lehramtsstudenten, die sich für eine Berufs- bzw. Dienstunfähigkeitsversicherung interessieren, sollten sich vor einem Abschluss unbedingt einen Überblick über die Marktsituation verschaffen. Stiftung Warentest, Finanztestund andere Ratingagenturen legen in regelmäßigen Abständen Testergebnisse zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung vor. Hier werden die verschiedenen Anbieter und deren Tarife nach objektiven Kriterien verglichen und bewertet. Trotzdem ist ein individueller Vergleich mehr als empfehlenswert. Der Grund: Testinstitute und Ratingagenturen müssen ihren Untersuchungen sehr allgemein gehaltene Vergleichskriterien zugrunde legen, damit die nötige Übersichtlichkeit nicht verloren geht.

2. Schritt: individuellen Vergleich anfordern

Wer die verschiedenen Testergebnisse verglichen und ausgewertet hat, wird schnell feststellen, dass es viele Anbieter gibt, die „sehr gute“ und „hervorragende“ Bewertungen erhalten haben. Nun stellt sich die Frage, welcher Anbieter den optimalen Tarif für Lehrer im Portfolio hat. Ein kompetenter und unabhängiger Versicherungsmakler kann hier weiterhelfen. Er kennt den Versicherungsmarkt und ist im besten Fall auf Berufs- bzw. Dienstunfähigkeitsversicherungen spezialisiert. Außerdem weiß er, welche Klauseln ein Vertrag unbedingt enthalten (z.B. Dienstunfähigkeitsklausel) und auf welche der Versicherer verzichten sollte (z.B. Klausel zur abstrakten Verweisung).
Hier bekommen Sie Ihren individuellen BU-Vergleich zu den aktuellen Tarifen der Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen.