Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Es ist eine Frage, mit der sich Arbeitnehmer und Selbständige im Lauf ihrer Berufstätigkeit immer wieder auseinandersetzen: Wer kommt für die laufenden Kosten auf, wenn ich meiner beruflichen Tätigkeit krankheitsbedingt nicht mehr nachgehen kann? Angesichts der Tatsache, dass schon heute rund 25 Prozent der Erwerbstätigen überzeugt sind, ihren Beruf nicht bis zum Rentenalter ausüben zu können, sind solche Fragen verständlich. Die Antwort allerdings ist eindeutig:
Niemand. Es sei denn man hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Verlust der Arbeitskraft bedeutet Verlust des Einkommens

Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvollFür Berufstätige ist es eine entsetzliche Vorstellung: Wenn der Bezug des Krankengeldes durch die Krankenkasse endet, hat der Versicherte kein Einkommen mehr. Mit der Verlust der Arbeitskraft geht der Verlust des regelmäßigen Verdienstes einher. Damit ist die finanzielle Existenz maßgeblich in Gefahr. Es droht der Sturz in den sozialen Abgrund.

Wer nämlich seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann, hat häufig nur begrenzt die Chance, eine andere Tätigkeit auszuüben. Aus der Berufsunfähigkeit wird dann schnell eine Erwerbsunfähigkeit, wenn man gar nicht mehr am Arbeitsleben teilnehmen kann. Um den Bezug von sozialen Leistungen zu vermeiden, bleibt nur die Chance, mit einer vernünftigen Versicherung vorzubeugen (aktueller Berufsunfähigkeitsversicherung Test).

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig?

Mit dieser Frage befasst sich der folgende Videobeitrag. Ein Ausschnitt aus der Sendung Check 24 des Nachrichtensenders n-tv.


Die BU-Versicherung als Basisabsicherung sinnvoll!

Aktuelle Studien der Krankenversicherungen belegen, dass die Ursachen für eine Berufsunfähigkeit – kurz als BU bezeichnet – häufig:

  1. Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparats,
  2. bösartige Tumore,
  3. oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind.

Doch die häufigste Ursache für den Verlust der Arbeitskraft sind psychische Erkrankungen.

Der gefürchtete Burnout trifft Arbeitnehmer, Beamte (Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte) und Selbständige gleichermaßen. Häufig sind die Ursachen unklar, eine Vorbeugung scheint unmöglich. Zwar bieten gesetzliche Krankenkassen mit Entspannungsübungen Hilfestellungen an, doch ungeachtet dessen sind viele Berufstätige mindestens einmal vorübergehend arbeitsunfähig mit der Diagnose Burnout. Eine BU bietet dann in form der Berufsunfähigkeitsrente die wichtige finanzielle Absicherung im Krankheitsfall (mehr dazu vom Bund der Versicherten, PDF).


Diese Leistungen dürfen Versicherte erwarten

Private Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit stellen die Zahlung einer Rente sicher, wenn eine vorübergehende oder eine dauerhafte Unfähigkeit diagnostiziert wird, am Arbeitsleben teilzunehmen. Die Berufsunfähigkeitsrente ist die wichtigste Leistung aus einem BU-Vertrag. Diese monatliche Leistung soll das Einkommen ersetzen, welches durch den Verlust der Arbeitskraft entfällt.

Damit zielt sie darauf ab, den Bezug von Sozialleistungen zu vermeiden. Diese wären unausweichlich, wenn man keinen Vertrag für eine BU-Rente abschließt (Informationen hierzu finden Sie auch auf den Seiten zur Gesund­heits­bericht­erstat­tung des Bundes). Staatliche Unterstützung bei Berufsunfähigkeit hat der Versicherte heute kaum noch zu erwarten, deshalb ist eine private Vorsorge elementar. Der Vertrag sieht die Zahlung einer monatlichen Berufsunfähigkeitsrente vor, deren Höhe sich an dem Bruttoeinkommen orientieren sollte.

Formular ausfüllen und kostenfreien Vergleich der aktuellen Berufsunfähigkeitstarife sichern.

Eine Versicherung mit Streitpotenzial

DIe Sinnhaftigkeit einer BU-Versicherung ist eindeutig mit „JA“ zu beantworten. Trotzdem ist die Versicherung nicht unumstritten. Denn die Versicherungen stehen im Ruf die Leistung im Bedarfsfall zu verweigern.
Wer sich für den Fall versichert hat, seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben zu können und von seinem Versicherer die Auszahlung der Berufsunfähigkeitsrente fordert, sieht sich häufig mit Leistungsablehnungen konfrontiert.

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Im Jahr 2013 haben unabhängige Studien bewiesen, dass auch nach vielen Jahren der Beitragszahlung eine Ablehnung der Leistung durch den Versicherer zur Routine gehört. Viele Fälle landen Jahr für Jahr vor Gericht, weil ein Versicherer die Leistung der Rente ablehnt. Die Gründe für die Ablehnung sind unterschiedlich, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Versicherungsbedingungen. Dort findet man häufig Antworten auf die Frage nach den Gründen für Leistungsablehnungen.

Obwohl eine BU-Versicherung also sehr sinnvoll ist, um das Risiko der Berufsunfähigkeit abzusichern, erhalten Versicherte im Leistungsfall keine Zahlungen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt fragt sich der Versicherte zu Recht, ob der Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll war.

So wichtig ist das Kleingedruckte

In den Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind die Rechte und Pflichten des Versicherten und der Versicherungsgesellschaft zu finden. Insbesondere werden vorvertragliche Anzeigepflichten erläutert, z.B. in Bezug auf Vorerkrankungen. Auch das Recht des Versicherers auf eine Verweisung ist dort definiert. So sehr man sich einen günstigen Versicherungsschutz wünscht, so sehr sollte man vor Vertragsabschluss die Konditionen genau durchlesen und im Vergleich betrachten. Am Ende lohnt sich der Abschluss eines Top-Tarifs mit besten Leistungen eher, auch wenn man für den Versicherungsschutz etwas mehr Geld bezahlen muss, als ein Billigtarif, der im Fall einer Berufsunfähigkeit jedoch nicht leistet..

Ausgezeichnete Tarife für beste Berufsunfähigkeits-Absicherung

Sehr gute Tarife findet der Versicherte in einem unabhängigen Vergleich, wie er von Stiftung Warentest, Öko-Test, Franke und Bornberg und Morgen und Morgen durchgeführt wird. Hat eine unabhängige Verbraucherschutzinstitution oder ein neutrales Analysehaus einen Tarif mit Auszeichnung bewertet, kann man dieses Angebot unbesorgt empfehlen und erhält dann eine hochwertige Absicherung. Doch sollte man nicht blindlings einen Vertrag abschließen, denn auch prämierte Tarife sind nicht für jede Berufsgruppe gleichermaßen geeignet.
Wer sichergehen möchte, sollte sich an einen Versicherungmakler wenden und sich von ihm bei der Suche nach dem individuell besten Tarif unterstützen lassen.

Ein typischer Irrtum in Bezug auf die finanzielle Absicherung durch staatliche Leistungen

„Der Staat wird schon für mich sorgen, wenn ich berufsunfähig werde.“

22 Prozent setzen darauf, dass der Staat für sie sorgt, wenn sie berufsunfähig werden. Ein Irrglaube, der sich hartnäckig hält. allerdings spätestens seit 2001 nicht mehr zutrifft. Denn seitdem gibt es für nach 1961 Geborene nur noch die Erwerbsminderungsrente. Deren Leistungen sind allerdings sehr gering bemessen und die Bedingungen, die Rente überhaupt zu bekommen, so hoch, dass man nicht mit ihr rechnen sollte.

Frage: Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?
Antwort: Definitiv! Denn sie sichert den Lebensunterhalt, wenn man in seinem Beruf nicht mehr arbeiten kann.