Berufsunfähigkeitsversicherung und Migräne

Berufsunfähigkeitsversicherung MigräneEin Versicherer führt eine umfangreiche Risikoprüfung durch, bevor er einen Antrag auf Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung annimmt. In diesem Antrag sind auch Gesundheitsfragen zu beantworten. In der Regel muss der Versicherte auch angeben, ob er an Migräne leidet. Von der Schwere der Erkrankung wird abhängen, ob ein Versicherungsschutz gewährt wird, ob Einschränkungen geltend gemacht werden oder ob der Antrag vom Versicherer abgelehnt wird.

Migräne kann Antragsablehnung verursachen

Die Gesundheitsfragen eines Versicherers sind so ausgelegt, dass die Gesellschaft anhand der Antworten das Risiko einschätzen kann, dass der Versicherungsfall eintritt. Als Versicherungsfall ist in der Regel der Verlust der Arbeitskraft in Höhe von mehr als 50 Prozent definiert. Wer an einer schweren Migräne leidet, kann gesundheitlich so eingeschränkt sein, dass man der gewohnten Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann. Dennoch muss eine Antragsablehnung nicht die unausweichliche Folge sein.

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Alternativen zur Antragsablehnung

Ein Versicherer muss einen Antrag auf Abschluss eines Versicherungsvertrags nicht unbedingt wegen einer Migräne-Erkrankung ablehnen. Ihm steht auch die Möglichkeit offen, diese gesundheitliche Einschränkung als Ursache für eine Berufsunfähigkeit von seiner Leistungspflicht auszuschließen. Der Versicherte erhält dann nur eine Leistung bei Berufsunfähigkeit, wenn diese nicht aus seiner Migräne resultiert. Neben dem Leistungsausschluss ist die Vereinbarung von Risikozuschlägen möglich. Dann zahlt der Versicherte für das erhöhte Risiko des Versicherers einen Risikozuschlag und ist dennoch gegen den Verlust der Arbeitskraft abgesichert.

Berufsunfaehigkeitsversicherung Migraene

Unterschiedliche Reaktionen der Versicherer

Bei einer Migräne-Erkrankung reagieren die Versicherer durchaus unterschiedlich hinsichtlich der Antragsannahme. Einige Gesellschaften lehnen den Antrag ab, andere verlangen Risikozuschläge, wieder andere fordern einen Leistungsausschluss. Ebenso gibt es Versicherer, die keine Einschränkungen bei der Antragsannahme machen, wenn ein Versicherter an Migräne erkrankt ist und eine BU-Versicherung abschließen will. Im besten Fall wendet man sich an einen erfahrenen Versicherungsmakler, der eine Risikoprüfung mit einem Versicherer durchführt (BU Vergleich).

Abgelehnte Anträge erschweren den Vertragsabschluss

Wer weiß, dass eine vorliegende Migräne-Erkrankung den Abschluss eines BU-Vertrags erschwert, sollte bei der Anfrage der Versicherungsangebote sorgfältig vorgehen. Wurde ein Antrag von einem Versicherer abgelehnt, wird dies in der Regel in einer deutschlandweit verfügbaren Datenbank der Versicherer festgehalten. Für den Versicherten wird es dann schwer, einen weiteren Vertrag abzuschließen. Weitaus sinnvoller ist eine unverbindliche und anonyme Risikoprüfung, die ein kompetenter Versicherungsmakler durchführen kann.

Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente bei Migräne

So schwer es sein kann, einen vernünftigen Schutz gegen den Verlust der Arbeitskraft bei bestehender Migräne zu finden, so offen ist die Reaktion des Versicherers, wenn eine BU-Rente wegen einer Migräne beantragt wird. Bei einer Migräne handelt es sich zwar um eine schmerzhafte Erkrankung, doch sie geht vorüber. Ob eine schwere Migräne zur Zahlung einer vorübergehenden BU-Rente führen kann, bleibt der sorgfältigen Leistungsprüfung des Versicherers vorbehalten.

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Vorsicht vor der Verweisung des Versicherers

Möchte man eine BU-Rente aufgrund von Migräne beantragen, wird der Versicherer prüfen, ob ihn eine Leistungspflicht trifft. Dabei verifiziert er sein Recht einer abstrakten oder einer konkreten Verweisung (Berufsunfähigkeitsversicherung – Klauseln und Regelungen). Bei einer Migräne-Erkrankung kann diese Verweisung durchaus greifen. Vielleicht ist die Ausübung der gewohnten beruflichen Tätigkeit bei Migräne nicht möglich, während eine andere Arbeit durchgeführt werden kann. Der Versicherte muss in jedem Fall mit einer genauen Leistungsprüfung der Gesellschaft rechnen.

Was tun bei Migräne?

Diese Tipps helfen Migräneattacken vorzubeugen – ohne Medikamente.

Individuelle Auslöser und Stress vermeiden

  • Mit dem Führen eines Migräne-Tagebuches können die persönlichen Auslöser identifiziert und anschließend wenn möglich vermieden werden.

Geregelter Tagesablauf

  • Mit Routine lassen sich die Schmerzattacken um bis zu 50 Prozent reduzieren.
  • Feste Zeiten für Arbeit, Freizeit, Sport, Entspannung, die Einnahme von Medikamenten und Schlaf klingen kompliziert, sind allerdings für Migräne-Patienten hilfreich.

Gesunde Ernährung

  • Hier geht es nicht unbedingt um Verzicht, sondern vielmehr um regelmäßige Mahlzeiten um den Blutzucker möglichst stabil zu halten

Körperliche Aktivität

  • Vor allem Ausdauersportarten, wie Laufen, Schwimmen und Radfahren wirken sich nachweislich positiv auf Migräne aus.

Weitere ausführliche Informationen rund um das Thema Migräne auf den Seiten der Apotheken Umschau